Preiskracher Ryzen 7 5700X3D neu getestet: Das Erbe des legendären Ryzen 7 5800X3D
Der Ryzen 7 5700X3D schickt sich an, noch günstiger als jemals zuvor Spielern den Zugang zu 3D V-Cache zu ermöglichen. Wir klären im umfangreichen Test, was der 5700X3D kann und ob er die "Nachfolge" des Ryzen 7 5800X3D antritt.
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Erinnern Sie sich? Ende 2023 machten sich erste Gerüchte breit, dass AMD noch weitere Prozessoren mit 3D V-Cache für den Sockel AM4 plane. Dabei war bereits Mitte 2023 der Ryzen 5 5600X3D erschienen, allerdings exklusiv in den USA. Bis heute hat sich daran nichts geändert. Die CPU ist zwar als Tray-Variante im PCGH-Preisvergleich gelistet, jedoch bei keinem einzigen Shop. PCGH hat es sich als einzige Redaktion in ganz Deutschland trotzdem nicht nehmen lassen, den Ryzen 5 5600X3D Anfang August 2023 zu testen.
Doch inzwischen ist viel Zeit vergangen und womöglich wundern Sie sich, warum wir den Ryzen 7 5700X3D noch einmal testen. Der Grund ist simpel: Den Ryzen 7 5800X3D bekommt man so gut wie gar nicht mehr und es ist offensichtlich, dass der legendäre 5800X3D vom Markt verschwindet und der 5700X3D diesen Platz einnehmen soll. Das nehmen wir als Anlass, den Prozessor noch einmal ganz neu zu testen, mit aktualisierten Spielen und Anwendungen.
Ryzen 7 5700X3D: Übersicht und technische Daten
Beim Ryzen 7 5700X3D handelt es sich um einen Achtkerner, der laut AMD mit bis zu 4,1 GHz taktet. Durch SMT können bis zu 16 Threads bereitgestellt werden. Der Basistakt beträgt 3,0 GHz. Außerhalb der Taktfrequenzen steht ein Ryzen 7 5700X3D einem 5800X3D in nichts nach: Es werden bis zu 128 GiByte DDR4-3200 Speicher (DDR4-2666 bei Vollbestückung), 24 PCI-Express 4.0 Lanes, nativer USB-C-Support, ECC-Speicher und eine TDP von 105 Watt geboten. Verbauen können Sie laut AMD den 5700X3D auf B450/550, X470/570 und A520-Mainboards. Beachten Sie, dass dazu ein BIOS-Update zwingend notwendig ist. AMD verliert leider weiterhin kein Wort darüber, ob sich ein Ryzen 7 5700X3D in irgendeiner Art und Weise durch eine inzwischen bessere Fertigung bei TSMC vom Vorgänger abheben oder anderweitig besonders machen kann.
| Modellname | Ryzen 7 5800X3D | Ryzen 7 5800X | Ryzen 7 5700X3D | Ryzen 7 5700X | Ryzen 5 5600X3D |
|---|---|---|---|---|---|
| Kerne | 8 | 8 | 8 | 8 | 6 |
| Threads | 16 | 16 | 16 | 16 | 12 |
| Basis-Takt | 3,4 GHz | 3,8 GHz | 3,0 GHz | 3,4 GHz | 3,3 GHz |
| Boost-Takt | 4,5 GHz | 4,7 GHz | 4,1 GHz | 4,6 GHz | 4,4 GHz |
| TDP | 105 Watt | 105 Watt | 105 Watt | 65 Watt | 105 Watt |
| L2-Cache | 4 MiB (8x 512 KiB) | 4 MiB (8x 512 KiB) | 4 MiB (8x 512 KiB) | 4 MiB (8x 512 KiB) | 3 MiB (6x 512 KiB) |
| L3-Cache | 96 MiB (1x 32 + 1x 64 MiB) | 32 MiB (1x 32 MiB) | 96 MiB (1x 32 + 1x 64 MiB) | 32 MiB (1x 32 MiB) | 96 MiB (1x 32 + 1x 64 MiB) |
| Preis (aktueller Stand) | 527 Euro | 140 Euro | 189 Euro | 137 Euro | 230 US-Dollar (UVP) |
Des Weiteren gelten für den Ryzen 7 5700X3D die gleichen Restriktionen für das Übertakten wie beim großen Bruder. Sie finden im BIOS lediglich den sogenannten "Kombo Strike", was nichts anderes als der Curve Optimizer ist. Es gibt ansonsten keine Möglichkeit, den Takt anzuheben, etwa einen freien Multiplikator. Es empfiehlt sich auch nicht, eine CPU mit 3D V-Cache stark zu übertakten, weil der zusätzliche L3-Cache sehr empfindlich auf höhere Spannungen reagiert. Allerdings unterstützt der Achtkerner laut AMD Precision Boost 2, ist bei einer X3D-CPU aber nicht unbedingt hilfreich.
Der Achtkerner eignet sich für alle, die noch ein Upgrade für die inzwischen betagte AM4-Plattform suchen. Haben wir anfänglich beim ersten Test des 5700X3D noch die geringe Preisdifferenz zum Ryzen 7 5800X3D bemängelt, ist inzwischen klar, dass ein 5700X3D ein Geheimtipp ist. Aktuell kostet der Achtkerner nur noch knapp 190 Euro und der Preis fällt stetig. Einen 5800X3D findet man inzwischen nur noch bei Ebay, für weit über 500 Euro.
Auf der kommenden Seite beschäftigen wir uns mit der Leistung des Ryzen 7 5700X3D in Spielen und Anwendungen. Die Beobachtung wird durch einen Eintrag im CPU-Leistungsindex erweitert. Danach geht es mit der Effizienz und den Fps pro Watt weiter und auf der letzten Seite ziehen wir ein Fazit und vergeben die Wertung.

Ich bin so weit sehr zufrieden, dass ich für 200 € eine 7 Jahre alte Plattform mehr als ein Jahr (bin noch auf Win 10) weiter nutzen kann. Ich weiß zwar nicht groß das Performanceplus nun ist, aber von 1600x zu 5700X3D sollten es dann doch ein paar Etappen sein ^^.
Alles knapp unter 90c ist eigentlich eh wurscht, da es ja nur darum geht, dass die CPU sich nicht drosselt.