Zu langsam nach erstem Test: Warnung vor Ryzen 7 5700?
Der neue AMD-Prozessor Ryzen 7 5700 ist in einem ersten Test aufgetaucht, der ihm allerdings eine deutliche Leistungsschwäche in Spielen attestiert. Im Schnitt wird das Modell vom Ryzen 5 5600 deutlich geschlagen.
Während AMD seit über einem Jahr die aktuellen Ryzen-7000-Prozessoren anbietet, werden auch weiterhin die älteren Ryzen-5000-Modelle produziert und verkauft. Nach einem früheren OEM-Release kündigte sich im vergangenen Dezember sogar ein Desktop-Neuzugang in Form des Ryzen 7 5700 an. Inzwischen ist dieser neue Prozessor auch erhältlich, doch ein erster Test attestiert dem Modell eine schwache Performance.
Zu langsam, zu teuer
Konkret hat sich der Youtube-Kanal Hardware Unboxed den AMD Ryzen 7 5700 zugelegt und angesehen. Untersucht wurde dabei nur die Spiele-Performance, in der der Prozessor keine Glanzleistung vollbringt. Insgesamt wurden zwölf Spiele getestet, darunter unter anderem Titel wie Cyberpunk 2077: Phantom Liberty, Assassin's Creed Mirage und Hogwarts Legacy. Im Schnitt liegt der Ryzen 7 5700 dabei deutlich hinter dem Ryzen 7 5700X und auch dem Ryzen 5 5600. Stattdessen liegt das Modell auf Augenhöhe mit dem Ryzen 7 5700G.
Quelle: Hardware Unboxed (Youtube)
In Spielen arbeitet der Ryzen 7 5700 auf Augenhöhe mit dem Ryzen 7 5700G. Damit bleibt er hinter dem Ryzen 5 5600 zurück.
Überraschen dürfte das kaum, schließlich handelt es sich beim Ryzen 7 5700 technisch um einen 5700G - ohne GPU und mit 100 MHz niedrigerem Basistakt. Gegenüber den regulären Desktop-Modellen, die auf Chiplets und nicht auf einem monolithischen Chip basieren, fehlen dem Modell damit der halbe L3-Cache, der ECC- und PCI-E-4.0-Support. In einigen Fällen - wie in Spielen - dürfte insbesondere der fehlende Cache die Leistung dabei deutlich nach unten ziehen. In manchen Anwendungsszenarien dürfte der Ryzen 7 5700 aufgrund seiner acht Kerne aber natürlich trotzdem vor dem Ryzen 5 5600(X) liegen.
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Selbst dann macht dem Neuzugang aber der Preis zu schaffen. Betrachtet man den Prozessor im PCGH-Preisvergleich, so ist er mit 181 Euro teurer als der Ryzen 7 5700X und der Ryzen 7 5700G, die gegenüber dem Modell beide Vorteile bieten. Damit er für Anwendungen attraktiv wird, müsste AMDs neuer Prozessor also deutlich im Preis sinken. Und für Spiele, die die verbauten acht Kerne zumeist nicht voll ausnutzen können, dürfte ein deutlich günstigerer Ryzen 5 5600(X) die bessere Wahl sein.
Quelle: via Notebookcheck

Das ist aber keine neue Entwicklung: Der 4500 behauptet sogar, eine komplette Generation besser als der 3500 zu sein, hat aber die gleiche Kernkonfiguration, den gleichen Takt, die gleiche Architektur und den kleineren Cache. Eine noch wichtigere, da zahlenmäßig größere Falle sind für Laien die APUs allgemein. Der "5600G" ist ebenfalls langsamer als der "5600", wovon kein Normalverbraucher etwas weiß, und beispielsweise "3400G" und "3200G" fehlen nicht nur drei Viertel des Caches eines "3300X" respektive "3100", sondern auch deren CPU-Generation. Und wir reden hier nicht vom einem RPL-R-Generatiönchen, sondern vom Zen+-Zen-2-Generationssprung, der in Benchmarks von 3100 und 3300 drin steckt, aber in gekauften 3200er oder 3400er PCs fehlt.
Aus einem IPC-Benchmark:
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