AMD Ryzen: B350-Chipsatz laut Bericht ohne SLI, Verwirrung um RAM-Unterstützung
Berichten nach unterstützt der Mittelklasse-Chipsatz B350 für Ryzen zwar mehrere Grafikkarten, jedoch nur über AMDs Crossfire und nicht über Nvidias SLI. Außerdem machen widersprüchliche Gerüchte die Runde, wonach Ryzen-Mainboards Probleme mit schnellem Arbeitsspeicher haben und die volle Kompatibilität erst über BIOS-Updates nachgereicht wird.
Im Netz machen Berichte die Runde, dass der Mittelklasse-Chipsatz für Ryzen, der B350, keinen SLI-Support bietet. Dabei beruft man sich auf eine bereits etwas ältere Tabelle, laut der der B350 zwar AMDs Crossfire unterstützt, nicht aber Nvidias SLI. Das sollte für die meisten Anwender mit Blick auf den X370 kein Beinbruch sein, denn dieser unterstützt beides und dürfte bei Enthusiasten, die auf Multi-GPU-Gespanne setzen wollen, so oder so erste Wahl sein. Dennoch mutet der berichtete Verzicht etwas seltsam an.
Wesentlich mehr zur Verunsicherung trägt jedoch eine anderes Gerücht bei. Demnach hat Ryzen beziehungsweise haben die zugehörigen Mainboards Probleme mit schnellem Arbeitsspeicher. Das geht zumindest aus einem Beitrag im Overclockers UK-Forum hervor. Diesem zufolge unterstützt Ryzen zwar offiziell bis zu DDR4-3600, der "Sweet Spot" liege jedoch eher bei 2.400 bis 2.666 MHz. (Die Angaben beziehen sich dabei auf die effektiven Frequenzen.)
Nur Frequenzen in diesem Rahmen würden von allen Platinen unterstützt, darunter die preiswerteren Modelle. 3.000 MHz und mehr laufen demnach nur im Zusammenhang mit Flaggschiffen wie dem Asus Crosshair. Und auch dann empfiehlt Nutzer Gibbon nur maximal 3.000 MHz, schnellere Kits solle man lieber mit geringeren Frequenzen laufen lassen und dann die Latenzen schärfer einstellen.
In einem weiteren Beitrag zitiert der User eine mutmaßliche Stellungnahme von Mainboard-Hersteller Asus, worin der Hersteller das Problem bestätigt, aber auch ein BIOS-Update in Aussicht stellt. Dort heißt es, dass der AMD-Code nur begrenzte RAM-Tuning-Optionen enthält, wodurch viele Kits zum Release bei Asus wie auch bei der Konkurrenz nicht kompatibel sein sollen. Daher müsse man mehre Dinge beachten. Wenn alle vier Steckplätze belegt sind, soll man die Module nur mit maximal 2.400 MHz fahren. Sind nur zwei Modulen verbaut, soll man sichergehen, dass sie in den Slots A2 und B2 eingesetzt werden und der Speicher mit maximal 3.200 MHz arbeitet. Mit neuem Code sei jedoch innerhalb der nächsten ein bis zwei Monate zu rechnen, folglich auch mit BIOS-Updates, mit denen die Kompatibilität hergestellt wird.
Was man von solchen Berichten halten soll, ist derzeit schwer einzuschätzen. Auf Reddit etwa halten User das für "Fake-News", hinzu kommt, dass Biostar erst unlängst damit geworben hat, DDR4-3600 offiziell zu unterstützen. Es ist natürlich vorstellbar, dass das eingangs nur für bestimmte RAM-Module und Mainboard-Modelle gilt und die Kompatibilität mit der brandneuen Plattform erst im Zuge von Updates erweitert wird. Bis dahin kann man sich wieder nur an eine alte Weisheit halten und noch etwas abwarten und Tee trinken. Die Tests sollen Berichten nach schon am 28. Februar veröffentlicht werden, die Chips werden ab dem 2. März um 16 Uhr verkauft. Profesionelle Reviews sollten also schon in wenigen Tagen klären, ob die beschriebenen Probleme zutreffen.
Quelle: Videocardz, Overclockers UK, Reddit

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Für die CPU macht X370 vs. B350 aber keinen Unterschied, das ist nur eine Ausstattungsfrage des jeweiligen Mainboard-Modells.
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Für die CPU macht X370 vs. B350 aber keinen Unterschied, das ist nur eine Ausstattungsfrage des jeweiligen Mainboard-Modells.
Habt ihr eigentlich schon B350 Boards zum testen da? Mich würde das nämlich sehr interessieren ob ein B350 Board für einen R7 1700X ausreichend ist.
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