AMD Ryzen: Immer mehr RAM wird validiert

60
News Mark Mantel Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
AMD Ryzen: Immer mehr RAM wird validiert
Quelle: PCGHX-Community-Mitglied

AMDs Ryzen-Prozessoren profitieren stark von schnellem RAM, weil der Data-Fabric als Verbindungsschnittstelle zwischen den CCX vom RAM-Takt abhängig ist. Mainboards unterstützen aktuell maximal DDR4-3200, also etwas mehr als AMDs offizielle Spezifikation. Viele Kits machen da allerdings noch Probleme. Erfreulich: Die Hersteller validieren immer mehr Arbeitsspeicher.

Die RAM-Konfigurationen bei AMDs Ryzen-CPUs sind aktuell kritischer als etwa bei Intels Plattformen. Vor allem hohe Taktraten vertragen die Speicher-Controller häufig nicht, zudem nennt AMD unterschiedliche unterstützte Frequenzen je nach Anzahl der installierten Module und bei Single- oder Dual-Rank-Bestückung. Umso besser ist es für den Interessenten, wenn Speicher- oder Mainboard-Hersteller sogenannte Qualified Vendor Lists (QVL) veröffentlichen, in denen genau steht, welche Kits auf welchen Mainboards mit welchen Taktraten validiert wurden. Das ist kein 100-prozentiger Garant dafür, dass eine bestimmte Kombination aus Ryzen-CPU, Mainboard und Speicher innerhalb der gewünschten Spezifikationen läuft, steigert die Chance aber erheblich.

Jüngst haben die beiden Speicherhersteller Adata und Corsair neue Listen veröffentlicht, Ersterer in Zusammenarbeit mit AMD und MSI. Corsair nennt die zum Test herangezogenen Plattformen nicht, zeigt im Bild aber ebenfalls ein MSI X370 Xpower Titanium Gaming. Validiert wurden hauptsächlich Kits aus der LPX-Serie, vereinzelt auch von den Baureihen Dominator und Valueselect. Das Maximum bei Corsair stellt aktuell noch DDR4-3000 dar, ein 32-GiByte-Kit bestehend aus zwei 16-GiByte-Riegeln schafft beispielsweise aber nur DDR4-2400. Bei Adata sieht die Situation ähnlich aus. Nebenbei aktualisieren Mainboard-Hersteller ihre Kompatibilitätslisten regelmäßig.

Nutzer beziehungsweise Interessenten sollten aktuell unbedingt noch die Kompatibilitätsliste des eingesetzten oder gewünschten Mainboards anschauen, bevor der RAM ausgewählt wird. Im Bereich von DDR4-3200 erscheinen besonders die CL14-Kits von G.Skill erfolgsversprechend, auf denen garantiert Samsungs B-Die-Speichermodule zum Einsatz kommen. Gesonderte Serien für AMDs Ryzen müssen noch den Markt erreichen. Mehr Takt ist aktuell nur möglich, wenn der Referenztakt angehoben wird. Kommende Microcode-Updates seitens AMD sollen höhere RAM-Teiler erlauben, sofern diese von den Mainboard-Herstellern in ihre BIOS-Versionen eingepflegt werden.

60
    • Kommentare (60)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von maku PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von frEnzy
        Woran erkennt man denn, dass der RAM nicht mit dem Takt funktioniert?

        Ich habe auf meinem Gigabyte GA-AX370-Gaming 5 Mainboard 16GB G.Skill RipJaws V schwarz DDR4-3200 DIMM CL16 Dual Kit verbaut und konnte einfach das Speicherprofil laden und dann lief er mit 3200 MHz. Zumindest zeigte das UEFI das so an.

        Bisher gab es keinerlei Probleme
        Kann man dann also davon ausgehen, dass auch das entsprechende 32GB Kit (2 x 16) problemlos mit dem Board laufen wird?
        Oder gibt es andere Empfehlungen statt dem G.Skill RipJaws V - mit gleichem P/L-Verhältnis?
      • Von maku PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von frEnzy
        Woran erkennt man denn, dass der RAM nicht mit dem Takt funktioniert?

        Ich habe auf meinem Gigabyte GA-AX370-Gaming 5 Mainboard 16GB G.Skill RipJaws V schwarz DDR4-3200 DIMM CL16 Dual Kit verbaut und konnte einfach das Speicherprofil laden und dann lief er mit 3200 MHz. Zumindest zeigte das UEFI das so an.

        Bisher gab es keinerlei Probleme
        Kann man dann also davon ausgehen, dass auch das entsprechende 32GB Kit (2 x 16) problemlos mit dem Board laufen wird?
        Oder gibt es andere Empfehlungen statt dem G.Skill RipJaws V - mit gleichem P/L-Verhältnis?
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Man kann den RAM ja auch erst mal mit den offiziellen Taktraten von 2666 betreiben. Das wird wohl auch der Default sein, wenn man kein XMP-Einstellt oder manuell übertaktet.
      • Von jadiger Software-Overclocker(in)
        Solange das so ist das man keinen guten Speicher verbauen kann oder Lotto spielen muss ist die
        AMD Plattform doch noch im Beta Stadium.
        Den nichts ist ärgerlicher wenn mit Ram Timings und Takt rum machen muss manuel. Weil es oft
        so ist das ein einziges Timing zu scharf ist das ganze System unstabil wird. Genauso wie eben die Mhz
        Zahl und Spannung außerdem möchte man ja auch seine Rams mindesten mit angeben Takt nutzen.

        Also da hätte AMD echt warten sollen bis es zumindest einen großteil der Speicher unterstütz werden.
      • Von gecan
        ich habe bzw denke immer zum glück an die zukunft, zb an ryzen sys+, habe zb direkt die schnellsten rams gekauft von g-skill, die 2x 8gb trident z rgb 4266mhz cl19, und die laufen auf anhieb bei 1600mhz cl14, 1.35v

        noch paar wochen bzw monaten, dann kann ich die volle 2133mhz betreiben lassen von msi x370 titanium

        und wenn nicht, dann aber spätestens mit ryzen+
      • Von drizzler PC-Selbstbauer(in)
        Das freut doch
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk