Ryzen 8000G: AMD liefert endlich fehlende Daten zu Zen 4c nach
AMD bringt ab nächster Woche neue Ryzen-8000G-CPUs auf den Markt, von denen einige Modelle sowohl mit Zen-4- als auch Zen-4c-Kernen ausgestattet sind. Mittlerweile hat AMD die fehlenden Taktraten für Zen 4c nachgeliefert.
Das Jahr startete für Technologie- und Hardware-Interessierte mit der CES 2024 in Las Vegas durch, die auch AMD für seine Zwecke zu nutzen wusste. So präsentierte der Chiphersteller neue Prozessoren auf Zen-3-Basis, aber auch neue Zen-4-APUs für den Desktop, die erstmals der Ryzen-8000-Serie angehören. Dabei handelt es sich um vier Ryzen-8000G-Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit, von der sich AMD "1080p-Gaming ohne Grafikkarte" verspricht.
Fehlende Daten zu Zen 4c
Ein interessantes Merkmal dieser Ryzen-8000G-CPUs ist, dass manche Modelle auch mit Zen-4c-Kernen arbeiten, wie man das bereits bei den mobilen Ryzen-7000-Chips beobachten konnte. Über solche Kerne verfügen der Ryzen 5 8500G und Ryzen 3 8300G. Letzte CPU wird nicht am 31. Januar erscheinen, sondern gegen Ende des ersten Quartals 2024 und vorerst Komplettsystemen vorbehalten sein. AMD ergänzte die Produktwebseiten dieser beiden CPUs unlängst mit konkreten Angaben zu den Taktraten der Zen-4c-Kerne.
Quelle: AMD
Die neuen Ryzen-8000G-Desktop-Prozessoren.
Der Ryzen 5 8500G verfügt über zwei reguläre Zen-4- und vier Zen-4c-Kerne. Letztere takten laut AMD regulär mit 3,2 GHz und erreichen in der Spitze bis zu 3,7 GHz. Der Ryzen 3 8300G nennt insgesamt nur vier Kerne sein Eigen, von denen sich drei als Zen-4c-Kerne entpuppen. Diese weisen wiederum nach Angaben von AMD einen Basistakt von 3,2 GHz und einen Turbotakt von bis zu 3,6 GHz auf. Das wären deutlich geringere Taktraten, zumindest im Boost, als die Zen-4-Kerne zustande bringen.
Passend dazu: AMD Ryzen 8000G ist offiziell: "1080p-Gaming ohne Grafikkarte" ab 179 US-Dollar und mit FMF
Für 179 bis 329 US-Dollar sollen die Ryzen-8000G-CPUs auf den Markt starten, mit Ausnahme des Ryzen 3 8300G. Zu diesen Preisen sollen Anwender eine CPU erhalten, die sowohl in Spielen als auch in Anwendungen den Einsteigerlösungen von Intel und Nvidia deutlich überlegen ist und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten soll. Etwaige Performance-Vergleiche zeigte AMD zur Vorstellung bei der CES 2024.

Wer es selber probieren möchte kann mit dem Intel SDE rumspielen, um Befehlssätze vorzugaukeln. Die Performance ist OK, aber nicht der Brüller.
Intel hat vor ein paar Monaten mal ein Interview gegeben, warum man bestimmte Befehlssätze auch bei den P-Cores nicht aktiviert(insbesondere AVX-512), obwohl vorhanden: Einfach um dem Scheduler nicht noch mehr Probleme zu machen. Das meinte ich, als ich oben von den Bestrebungen seitens Intel sprach, P und E Cores wieder mehr anzugleichen.
Du musst bei solchen "AMD-Minis" halt manuell die TPD begrenzen, damit die CPU nicht mehr als zb. 10W oder 15W verbraucht, dann sollten sie ähnlich sparsam wie N95/N97/N100/N305 sein. Aber du kannst bei AMD halt auch noch aufs Gas drücken, und bei Bedarf mehr Leistung (über mehr Watt) abrufen. Das geht bei den "kleinen Intels" halt nicht wirklich. Und außer dem N305 (8C/8T) haben die anderen Ns ja auch nur 4C/4T, wohingegen die kleinen AMD-APUs auch 6C/12T und 8C/16T bieten. Plus, bei AMD sind es vollwertige Kerne.
Aber ja, so was "richtig Kleines" gibts bei AMD (noch?) nicht.
Dazu ein kostengünstig produziertes (Mini)ITX Board ohne Zusatzchip.
Damit hätte man auch etwas bezahlbares für arme Länder und Personen.
Da - muss ich sagen- hat Intel irgendwie etwas mehr mitgedacht.
Mainboards mit sparsamen CPUs wie der N-Serie von Intel gibts aktuell nur 3 Stück:
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Alle mit N100. Warum nicht mit N97, und warum zum Teufel nicht mit N305? Gerade letzterer sollte doch die beste Wahl für extrem sparsame "Allround-Minis" sein, die mit N100 noch ein kleines bisschen schwächeln (gerade bei manchen Webseiten).
Zumal es solche Lösungen, und in zahlreichen Variationen, ja gibt, aber eben nur in China (zb. Aliexpress).
Da gibts auch richtig gute NAS-Boards mit N100 oder N305 (oder älter mit J4xxx/N5095/N5105 usw). Und schon bei den Mini-PCs sieht man ja, dass der Bedarf sogar relativ groß ist (siehe Verkaufszahlen einzelner Mini-Systeme auf Ali, die auch mal mit "10.000+" angegeben sind).
Aber da schwingt halt immer ein wenig der schlechte Geschmack des quasi nicht existenten Supports mit. Wenn man so ein Mainboard/Mini-PC kauft, gibts idR nicht mehr als das Release-BIOS und die Release-Treiber (wobei man Treiber vom China-Hersteller ja eh nur für relativ unkritische Systemkomponenten braucht - die idR auch ziemlich stabil laufen, wenn sie zum Release laufen - und für den Rest nimmt man ja eh Treiber von AMD, Intel oder Realtek).
Aber vielleicht baut AMD das Angebot mit den neuen "kleinen" Kernen ja noch aus. Selbst ein 1c/2T oder 2c/4T würde ja für sehr viele Einsatzzwecke optimale Leistung bringen. Gerne auch verlötet auf winzigen Boards.