AMD bestätigt zwei neue Ryzen-3000-CPUs und B550-Chipsatz [Update]

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AMD bestätigt zwei neue Ryzen-3000-CPUs und B550-Chipsatz
Quelle: AMD

Jetzt aktualisiert: Nachdem die Gerüchteküche bereits über zwei neue Matisse-CPUs (Ryzen 3 3100 und 3300X) sowie den neuen B550-"Chipsatz" spekulierte, hat AMD alle drei Produkte nun offiziell bestätigt. Für die beiden Prozessoren gibt es die wesentlichen technischen Daten, beim B550 für Sockel AM4 deutet AMD die Specs nur an.

Aktualisierung vom 23.04.2020

Über Reddit ist der Screenshot eines angeblichen Cinebench-R15-Single-Core-Ergebnisses aufgetaucht. Demnach wäre der Ryzen 3 3300X in Schlagweite zum Core i7-7700K, einem Kaby-Lake-S aus dem Jahre 2017, der für 339 US-Dollar an den Start ging und ebenfalls als Vierkerner mit HT unterwegs ist. Spannend dürfte das Multi-Core-Ergebnis werden.


Originalartikel vom 21.04.2020

Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern: AMD will sein bisheriges Ryzen-3000-Line-Up mit zwei Vierkernern "nach unten" ausdehnen. Außerdem machte vor wenigen Tagen das Gerücht die Runde, dass AMD mit dem B550-Chipsatz günstige Mainboards mit PCI-Express 4.0 über seine Partner ermöglichen will. Beide Gerüchte wurden nun von offizieller Seite bestätigt.

AMD Ryzen 3 3100 und Ryzen 3 3300X

Mit den beiden neuen CPUs bringt AMD die ersten Ryzen-3-Prozessoren der Matisse-Reihe. Und bei dieser Premiere hat sich AMD gleich etwas Besonderes ausgedacht: Sowohl der Ryzen 3 3100 als auch der Ryzen 3 3300X haben als Vierkerner erstmals SMT mit an Bord. Der R3 3300X taktet zwischen 3,8 und 4,3 GHz, der R3 3100 zwischen 3,6 und 3,9 GHz. Beide CPUs haben 16 MiB L3-Cache (neben 256 KiB L1 und 2 MiB L2) und kommen mit 65 Watt TDP aus. TSMC 7nm FinFET, DDR4-3200 und Wraith Stealth als Kühler stehen ebenfalls im Datenblatt bei AMD. Unklar ist, wie die Kerne bzw. der Cache im CCX organisiert sind. Bis zum Launch sollte solche Fragen noch beantwortet werden.

Beide CPUs sollen im Mai erscheinen und zwar auch bei Retailern - es sind also keine OEM-CPUs nur für bestimmte Märkte wie der Ryzen 5 3500. Die Preise liegen bei 99 US-D für den R3 3100 und 120 US-D für den R3 3300X.

MerkmalRyzen 3 3100Ryzen 3 3300XRyzen 5 3500Ryzen 5 3600
CodenameMatisseMatisseMatisseMatisse
SockelAM4AM4AM4AM4
Kerne physikalisch/logisch4/84/86/66/12
Kerntakt 3.600 MHz 3.800 MHz 3.600 MHz 3.600 MHz
Turbomodus 3.900 MHz 4.300 MHz 4.100 MHz 4.200 MHz
TDP65 Watt65 Watt65 Watt65 Watt
Fertigungs-Prozess7 nm FinFet7 nm FinFet7 nm FinFet7 nm FinFet
PreisvergleichPCGH-PreisvergleichPCGH-Preisvergleich-PCGH-Preisvergleich
Weitere Daten zu CPUs finden Sie in unserer CPU-Datenbank.

B550-Mainboards ab Juni

Der kommende B550-Chipsatz für Sockel AM4 wird explizit für die Ryzen-CPUs der 3000er-Serie erwähnt - ob das auch Aussagen hinsichtlich der Kompatibilität zu Ryzen 1000 oder Ryzen 2000 beinhaltet, ist nicht klar. AMD stellt die Kompatibilität zu PCI-Express 4.0 in den Vordergrund. Kein Wunder, immerhin dürfte jedem mittlerweile klar sein, dass Intel auch bei den kommenden 400er-Chipsets kein PCI-E 4 anbietet. Inwiefern AMD den B550 gegenüber dem X570 einschränkt, geht aus der Pressemeldung nicht hervor. Gerüchte sprechen von 20 PCI-E-4-Lanes über den Prozessor. B550-Mainboards werden laut AMD "voraussichtlich ab dem 16. Juni 2020" von Partnern wie Asrock, Asus, Biostar, Colorful, Gigabyte und MSI angeboten.

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    • Kommentare (46)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Dem kann ich nichts mehr hinzufügen, außer ein praktisches Abzählbeispiel:

        - Ein CCD mit einem Fehler kann in jeder beliebigen Konfiguration genutzt werden, da ist alles egal.
        - Ein CCD mit zwei defekten Kernen in einem CCX kann AMD sowohl als 2+2 als auch als 4+0 verkaufen, es spricht also auch hier nichts für 4+0, aber eins mit zwei defekten Kernen in zwei CCX geht nur als 2+2. Die höheren Qualitätsanforderungen von 4+0 bedeuten also, dass weniger CCDs dafür geeignet sind, die Ausbeute sinkt.
        - Ein CCD mit drei defekten Kernen in einem CCX wäre nur als 4+0 verkaufbar, eins mit drei defekten Kernen nur als 2+2. Unentschieden, solange man nicht die Häufigkeit der beiden Fällen betrachtet.
        - Ähnliches gilt für vier Fehler.

        Jetzt kommt aber die Stochastik ins Spiel:
        - Die Wahrscheinlichkeit, dass der zweite defekte Kern im gleichen CCX liegt, beträgt 3/7, dass er im anderen CCX sitzt 4/7. Das heißt 7 von 7 CCDs mit zwei Fehlern sind 2+2-tauglich, aber nur 3 von 7 können 4+0. (Da erstere auch für 3+3 genutzt werden können, wäre das noch vertretbar.)
        - Bei drei Fehlern liegt die Quote für "alle in einem" schon bei 3/7*2/6. Es sind also nur 15 Prozent der CCD mit drei defekten Kernen 4+0-tauglich, aber 85 Prozent können 2+2. Entsprechend hat AMD die Wahl zwischen 85 Prozent Ausschuss oder nur 15 Prozent CCDs, die gar nicht verwendet werden können.
        - Bei vier Fehlern läuft es sogar auf 3 Prozent für 4+0 und 63 Prozent für 2+2 hinaus. (die restlichen 29 Prozent hätten drei Fehler in einem CCX und einen im anderen, währen also gar nicht Ryzen-3-tauglich)

        Fazit: Eine 2+2-Konfiguration kann einen viel größeren Teil der Produktion nutzen und man muss weniger Chips wegschmeißen, erhält bei gleichen Produktionskosten also mehr verkaufbare CPUs und macht mehr Gewinn. 2+2 ist somit wesentlich wahrscheinlicher/sinnvoller. Nur wenn AMDs Yield-Raten sehr gut sind, sodass man die wenigen Chips mit symmetrischer Verteilung problemlos in CPUs mit insgesamt mehr Kernen verkauft bekommt (Epycs gibt es sogar als 1+1), dann würden ein oder maximal zwei "4+0"-Konfigurationen als Salvage-Prozessor für die wenigen CCDs, bei denen eine CCX komplett hinüber ist, Sinn ergeben. Das gilt jenseits obiger Rechnung natürlich auch für Fehler im Uncore-Bereich. Die sind entsprechend des kleineren Anteils an der Chipfläche unwahrscheinlich, aber werden sicherlich für ein paar Promill Ausschuss-CCD sorgen, die nur in einer "+0"-Konfiguration genutzt werden können. Umgekehrt kann man natürlich auch diese in einem Multi-CCD-Design verbraten, der zugehörige Salvage-Prozessor muss nicht zwingend ein Ryzen 3 sein. Am Ende kommt es darauf an, welche Stückzahlen sich AMD von diesen CPUs erwartet (es wird ja hoffentlich irgendwann auch APUs im gleichen Segment geben) und wie viele CCDs welcher Qualität vom Band laufen.

        Zitat von Jobsti84
        @PCGH_Torsten


        Kommt aber wohl auch auf's Spiel an, als auch das getestete Preset. (Z.B. kann sich bei 1080p was tun, bei 1440p wiederum nicht)
        HUB hat die 8GB und 4GB 5500XT dahingehend getestet.
        Da geht auch die 8GB manchmal runter, teils aber auch nur in den Min FPS, wie bei RB6 Siege.
        Teilweise aber auch die avg, sogar wenn dies bei der 4GB nicht passiert, kann aber auch anders herum sein.
        Recht heftig dann bei BF V, bei beiden GPU-Versionen. Ich meine -15% Min und -6% AVG sind nicht ohne.

        Kurzum:
        Pauschal kann man da eigentlich nix sagen, außer "Da kann sich was tun, oder auch net, je nach Spiel und dessen Preset".
        Den Test verlinke ich hier mal.
        In Rainbow Six Siege lese ich da 58 zu 58 P99-FPS in 1440p. In FHD sind es zwar 96 zu 89, allerdings schafft ein i9-9900K sogar 98, trotz PCI-E 3.0. Wer durchgängig High-Fps spielen will, braucht also dringender eine schnelle CPU denn eine schnelle Anbindung zur GPU. Wohlgemerkt: "Schnellere CPU als einen Ryzen 9 3950X". Für eine 5500XT.

        Ähnliches gilt für Battlefield V. Ja: Mit 4.0 statt 3.0 kommt man von 65 P99-FPS auf 75 P99-FPS, was eine deutlich spürbare Verbesserung sein dürfte. Aber welche 150-Euro-CPU schafft bitteschön durchgängig über 70 FPS im Battlefield-V-Multiplayer? Milchmädchenrechnung: Wenn wir GPU und Zahl der PCI-E-Lanes um Faktor 2 skalieren, also eine 5700XT in ein System mit 400-500 Euro Prozessor einbauen, ergäbe sich umgekehrt ein Vorteil ab 140 P99-FPS aufwärts beziehungsweise man könnte 190 statt 160 avg. FPS dank PCI-Express 4.0 erreichen. Aber selbst ein 3970X schafft in unseren Benchmarks nur 179 avg., ein 3950X nur 170. In der Praxis dürften die Zielgruppe eher die Auflösung hochschrauben und in 1440p ist man schon 51 zu 57 P99-FPS und 61 zu 62 avg. FPS. Ersteres ist nett, aber kein Muss beziehungsweise 100 Euro Einsparung beim Mainboard (X570 vs. Vorgänger) wären in einer stärkeren GPU wirkungsvoller aufgehoben und letzteres ist am Rande der Messgenauigkeit.

        Wobei die Battlefield-V-Zahlen von HU bezüglich letzterer sowieso Fragen aufwerfen. Für obige Analyse habe ich sie mal für bare Münze genommen, aber es ist sehr merkwürdig, dass die 4- und 8-GB-Versionen der Karten in FHD exakt gleich abschneiden. Insbesondere wenn der VRAM überläuft. Und das es allemein keinen Unterschied zwischen i9-9900K und 3950X gibt, würde mich auch zu einer intensiven Suche nach möglichen Limits aus ganz anderer Quelle veranlassen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Dem kann ich nichts mehr hinzufügen, außer ein praktisches Abzählbeispiel:

        - Ein CCD mit einem Fehler kann in jeder beliebigen Konfiguration genutzt werden, da ist alles egal.
        - Ein CCD mit zwei defekten Kernen in einem CCX kann AMD sowohl als 2+2 als auch als 4+0 verkaufen, es spricht also auch hier nichts für 4+0, aber eins mit zwei defekten Kernen in zwei CCX geht nur als 2+2. Die höheren Qualitätsanforderungen von 4+0 bedeuten also, dass weniger CCDs dafür geeignet sind, die Ausbeute sinkt.
        - Ein CCD mit drei defekten Kernen in einem CCX wäre nur als 4+0 verkaufbar, eins mit drei defekten Kernen nur als 2+2. Unentschieden, solange man nicht die Häufigkeit der beiden Fällen betrachtet.
        - Ähnliches gilt für vier Fehler.

        Jetzt kommt aber die Stochastik ins Spiel:
        - Die Wahrscheinlichkeit, dass der zweite defekte Kern im gleichen CCX liegt, beträgt 3/7, dass er im anderen CCX sitzt 4/7. Das heißt 7 von 7 CCDs mit zwei Fehlern sind 2+2-tauglich, aber nur 3 von 7 können 4+0. (Da erstere auch für 3+3 genutzt werden können, wäre das noch vertretbar.)
        - Bei drei Fehlern liegt die Quote für "alle in einem" schon bei 3/7*2/6. Es sind also nur 15 Prozent der CCD mit drei defekten Kernen 4+0-tauglich, aber 85 Prozent können 2+2. Entsprechend hat AMD die Wahl zwischen 85 Prozent Ausschuss oder nur 15 Prozent CCDs, die gar nicht verwendet werden können.
        - Bei vier Fehlern läuft es sogar auf 3 Prozent für 4+0 und 63 Prozent für 2+2 hinaus. (die restlichen 29 Prozent hätten drei Fehler in einem CCX und einen im anderen, währen also gar nicht Ryzen-3-tauglich)

        Fazit: Eine 2+2-Konfiguration kann einen viel größeren Teil der Produktion nutzen und man muss weniger Chips wegschmeißen, erhält bei gleichen Produktionskosten also mehr verkaufbare CPUs und macht mehr Gewinn. 2+2 ist somit wesentlich wahrscheinlicher/sinnvoller. Nur wenn AMDs Yield-Raten sehr gut sind, sodass man die wenigen Chips mit symmetrischer Verteilung problemlos in CPUs mit insgesamt mehr Kernen verkauft bekommt (Epycs gibt es sogar als 1+1), dann würden ein oder maximal zwei "4+0"-Konfigurationen als Salvage-Prozessor für die wenigen CCDs, bei denen eine CCX komplett hinüber ist, Sinn ergeben. Das gilt jenseits obiger Rechnung natürlich auch für Fehler im Uncore-Bereich. Die sind entsprechend des kleineren Anteils an der Chipfläche unwahrscheinlich, aber werden sicherlich für ein paar Promill Ausschuss-CCD sorgen, die nur in einer "+0"-Konfiguration genutzt werden können. Umgekehrt kann man natürlich auch diese in einem Multi-CCD-Design verbraten, der zugehörige Salvage-Prozessor muss nicht zwingend ein Ryzen 3 sein. Am Ende kommt es darauf an, welche Stückzahlen sich AMD von diesen CPUs erwartet (es wird ja hoffentlich irgendwann auch APUs im gleichen Segment geben) und wie viele CCDs welcher Qualität vom Band laufen.

        Zitat von Jobsti84
        @PCGH_Torsten


        Kommt aber wohl auch auf's Spiel an, als auch das getestete Preset. (Z.B. kann sich bei 1080p was tun, bei 1440p wiederum nicht)
        HUB hat die 8GB und 4GB 5500XT dahingehend getestet.
        Da geht auch die 8GB manchmal runter, teils aber auch nur in den Min FPS, wie bei RB6 Siege.
        Teilweise aber auch die avg, sogar wenn dies bei der 4GB nicht passiert, kann aber auch anders herum sein.
        Recht heftig dann bei BF V, bei beiden GPU-Versionen. Ich meine -15% Min und -6% AVG sind nicht ohne.

        Kurzum:
        Pauschal kann man da eigentlich nix sagen, außer "Da kann sich was tun, oder auch net, je nach Spiel und dessen Preset".
        Den Test verlinke ich hier mal.
        In Rainbow Six Siege lese ich da 58 zu 58 P99-FPS in 1440p. In FHD sind es zwar 96 zu 89, allerdings schafft ein i9-9900K sogar 98, trotz PCI-E 3.0. Wer durchgängig High-Fps spielen will, braucht also dringender eine schnelle CPU denn eine schnelle Anbindung zur GPU. Wohlgemerkt: "Schnellere CPU als einen Ryzen 9 3950X". Für eine 5500XT.

        Ähnliches gilt für Battlefield V. Ja: Mit 4.0 statt 3.0 kommt man von 65 P99-FPS auf 75 P99-FPS, was eine deutlich spürbare Verbesserung sein dürfte. Aber welche 150-Euro-CPU schafft bitteschön durchgängig über 70 FPS im Battlefield-V-Multiplayer? Milchmädchenrechnung: Wenn wir GPU und Zahl der PCI-E-Lanes um Faktor 2 skalieren, also eine 5700XT in ein System mit 400-500 Euro Prozessor einbauen, ergäbe sich umgekehrt ein Vorteil ab 140 P99-FPS aufwärts beziehungsweise man könnte 190 statt 160 avg. FPS dank PCI-Express 4.0 erreichen. Aber selbst ein 3970X schafft in unseren Benchmarks nur 179 avg., ein 3950X nur 170. In der Praxis dürften die Zielgruppe eher die Auflösung hochschrauben und in 1440p ist man schon 51 zu 57 P99-FPS und 61 zu 62 avg. FPS. Ersteres ist nett, aber kein Muss beziehungsweise 100 Euro Einsparung beim Mainboard (X570 vs. Vorgänger) wären in einer stärkeren GPU wirkungsvoller aufgehoben und letzteres ist am Rande der Messgenauigkeit.

        Wobei die Battlefield-V-Zahlen von HU bezüglich letzterer sowieso Fragen aufwerfen. Für obige Analyse habe ich sie mal für bare Münze genommen, aber es ist sehr merkwürdig, dass die 4- und 8-GB-Versionen der Karten in FHD exakt gleich abschneiden. Insbesondere wenn der VRAM überläuft. Und das es allemein keinen Unterschied zwischen i9-9900K und 3950X gibt, würde mich auch zu einer intensiven Suche nach möglichen Limits aus ganz anderer Quelle veranlassen.
      • Von Gerry1984 Software-Overclocker(in)
        Zitat von BigBoymann
        Fraglich ist für mich eigentlich nur, warum man aktuell die 7nm Produktion in diese Bereiche ausweitet, bzw. diese Bereiche opfert. Anhand des Caches würde ich ja darauf tippen, dass es sich um ein CCX handelt, soweit mir bekannt hat ein CCX 16MB L3 und 4 Kerne. Daher @PCGH-Thorsten die Frage, woher kommt deine Vermutung, dass es zwei CCX sind? In 2+2 würde es unter Umständen aus produktionstechnischer Sicht Sinn ergeben die CPUs einzuführen, bei einem CCX eigentlich nicht. Bleibt für mich erstmal das einzige Fragezeichen hinter den CPUs, gerade da man auch den 1600 in 12nm nochmal neu aufgelegt hat, streiten sich die CPUs ja in einer sehr eng gesteckten preislichen Range und werden sich alle gegenseitig ein wenig die Berechtigung nehmen. 6 Kerne Zen+, 4 Kerne ZEN2 alle wildern im gleichen Revier.
        Ich bin zwar nicht Torsten, erlaube mir aber mal ganz frech darauf einzugehen

        Weil AMD bei den bisherigen Zen/Zen+ Vierkernern (ausser den Raven Ridge/Picasso APUs) auch schon zwei CCX mit jeweils zwei deaktivierten Kernen verwendet hat anstatt die wohl schnellere Variante mit einem vollaktivierten CCX. Das sind Salvage CPUs, wo es darum geht den Ausschuss der sich angesammelt hat auch noch gewinnbringend oder wenigtens kostendeckend auf den Markt zu bringen und es wird wohl mehr Chiplets geben wo man zwei teildefekte CCX schafft als eines wo es sich lohnt ein CCX vollaktiviert und das andere komplett aus.

        Der halbe L3 Cache ist kein Argument für den Single CCX Ansatz, schließlich hat AMD schon mit dem 3500 auch eine Zen2 CPU mit zwei aktivierten CCX aber halbierten Cache auf den Markt gebracht. Es spricht also nichts dagegen hier auch noch pro CCX den halben L3 Cache zu deaktivieren, wird hier icher auch Defekte geben.

        Die beiden CPUs sind nette Lückenfüller nach unten hin wo man was schnelles gegen Intels neue i3 stellen kann (die im Prinzip ein Skylake/Kaby Lake i7 und damit die Speerspitze des Mainstream Desktops von vor drei Jahren entspricht) und ein Weg zu vermeiden teures Silizium wegzuschmeissen und noch etwas damit zu verdienen.

        Es wird weder große Stückzahlen dieser beiden Vierkerner geben, noch große Relevanz auf dem Markt erreicht werden, ist ja noch nicht mal klar ob die überhaupt offiziell in den Retail Handel kommen so wie die 3500(X).

        Für einen kleines HTPC oder Officerechner nehm ich lieber was mit iGPU, abgesehen davon sind die Matisse CPUs neben der fehlenden iGPU auch durch den I/O-Die im Idle/Teillast eigentlich gar nicht so sparsam wie man denkt. Zen2 hat dank der effizienten Zen-Kernen in 7nm sehr tolle Effizienz bei Last, der I/O-Die in 12nm hat aber offenbar keinerlei Möglichkeiten der Drosselung und zieht sich immer rund 15 Watt, auch wenn im Leerlauf alle Kerne schlafen verbrät hier die CPU unnötig Leistung. Deshalb hat AMD ja für mobil auch die monolithische APU gebaut und keine Chiplet APU.

        Die Teile taugen vllt ganz gut für Budet Gaming Kisten mit GTX 1650 die nur für Sachen Fortnite, Minecraft @ 60fps 1080p herhalten müssen.
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Ich will auch nochmal schnell b2t kommen.

        Hab gestern Abend noch ein wenig drüber nachgedacht, auch über den Tenor, dass die CPUs überflüssig sind. Für mich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die CPUs durchaus ihre Berechtigung haben. Wir müssen hier bedenken, dass es sich um die ersten LowEnd Zen2 CPUs handelt. Diese werden ihren Vorgängern in so vielerlei Hinsicht überlegen sein, man hat eine deutlich höhere und stärkere IPC, der Stromverbauch usw. Daher denke ich, dass diese CPUs durchaus ihren Sinn haben und eben die 7nm Fertigung recht zügig in den LowEnd Bereich bringen. In der Vergangenheit war das oft nicht der Fall, bzw. ist oft nicht der Fall. Alle APUs, die ich leistungsmäßig auch im LowEnd sehen würde, sind noch auf 14/12nm Basis und dementsprechend einer "veralteten Architketur und Fertigungsprozess". Daher finde ich es eigentlich gut und ich gehe soweit, dass die beiden ihren Vorgängern in allen Belangen massiv überlegen sein werden. Rein von den Werten her wird bereits der 3100 einen 2500X deutlich schlagen, gleicher Takt und nur 100Mhz Unterschied im Boost reichen aus. Der 3300 wird sich wahrscheinlich auf Augenhöhe zum Sechskerner 2600 schlagen, 2 Kerne weniger, dafür deutlich Boost.

        Insgesamt finde ich die beiden runden das 7nm Portfolio gut ab und 4 Kerne und 8 Threads als Einstieg sind absolut genial und zeitgemäß.

        Fraglich ist für mich eigentlich nur, warum man aktuell die 7nm Produktion in diese Bereiche ausweitet, bzw. diese Bereiche opfert. Anhand des Caches würde ich ja darauf tippen, dass es sich um ein CCX handelt, soweit mir bekannt hat ein CCX 16MB L3 und 4 Kerne. Daher @PCGH-Thorsten die Frage, woher kommt deine Vermutung, dass es zwei CCX sind? In 2+2 würde es unter Umständen aus produktionstechnischer Sicht Sinn ergeben die CPUs einzuführen, bei einem CCX eigentlich nicht. Bleibt für mich erstmal das einzige Fragezeichen hinter den CPUs, gerade da man auch den 1600 in 12nm nochmal neu aufgelegt hat, streiten sich die CPUs ja in einer sehr eng gesteckten preislichen Range und werden sich alle gegenseitig ein wenig die Berechtigung nehmen. 6 Kerne Zen+, 4 Kerne ZEN2 alle wildern im gleichen Revier.
      • Von Daddioandre Kabelverknoter(in)
        Ob es nun den 3100 und 3300x unbedingt gebraucht hätte? Ich weiß nicht so recht, für mich das irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Klar klingt im ersten Moment recht nice, 4c/8t, aber für Gamer relativ uninteressant, viele werden da wohl eher zum 1600AF greifen und für den Office mit gelegentlichen Gaming Bereich, tut es auch der 3200G. Ich finde beide CPUs unnötig wie die RX5500 mit 4G. Das dürfte nur interessant sein für Händler, die weiter ihre A320 Boards an den Mann/die Frau bringen wollen und hoffen, das die wenig Ahnung von der Materie haben.
        Wie toll klingt das doch - Ein Ryzen 3 3100 mit ner RX 5500 4G GPU und es dann den Gaming Preisbrecher nennen. Oh je!
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Wenn jetzt ein B550 kommt, was denke Ich viel zu spät ist und hier natürlich keiner AMDs Intention dahinter kennt, glaube ich nicht an einen B650. Außer Ryzen 5000 lässt noch lange auf sich warten.

        Was das X670 Crosshair wohl kosten wird....Ich wollte ja auch ein neues Board Nur der Lüfter das king gar nicht weder bei Asus noch MSI o. Gigabyte
        Bei dem Hero 6 kommt es bei RAM OC bis IF-1800Mhz ohne weitere Optimierungen mit dem 3900X des häufigrem mal zu Boot-Fehlern wie u.a. 8d(IF/RAM)- Und dann nur Hard-Off. Das nervt

        Wenn die Preise Stimmig sind wirds was.

        Edit:
        Zitat von 4thVariety
        16GB RAM sind zu viel. (1) Bleibt dann nicht das Budget für eine 8GB Graka in Kombination mit einer CPU und nur deswegen hätte man ja 16GB. (2) RAM ist am billigsten nachzurüsten über Zeit. Nachdem kaum ein Spiel 16GB erfordert, sind 16GB also witzlos streng genommen. .....
        Naja Ich kenne einige Titel die (bei mir 32GB) deutlich über 16GB Kommen.... egal was der Endwickler sagt. Und ich rede nicht von Auslagerungs Datein auf der Festplatte
        Bei einem Gaming PC für Aktuelle oder Spiele aus der Jüngeren Vergangenheit, Heute 8 GB zu empfehlen sehe ich sehr Kritisch. 16 Solltens bitte schon sein.. Vorallem bei den derzeitigen Preisen für guten Speicher
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