Rootbound: Action-Adventure ehemaliger Gothic-Entwickler bekommt mehr Geld und Zeit
Rootbound verpasst den geplanten Release 2026. Der Grund dürfte Fans jedoch freuen: Dank neuer Fördergelder wächst das Projekt der ehemaligen Gothic-Entwickler deutlich über die ursprünglichen Pläne hinaus.
Als Brainlag Games, ein Team von Ex-Piranha-Bytes-Entwicklern, ihr neues Game Rootbound ankündigten, wirkte das Projekt noch wie ein kleines, aber ambitioniertes Indie-Abenteuer. Jetzt hat das Team eine Förderung für die weitere Entwicklung erhalten und damit zusätzliche finanzielle Möglichkeiten gewonnen.
Doch die Förderung hat auch eine konkrete Schattenseite: Der geplante Release von Rootbound im Jahr 2026 ist nicht mehr zu halten. Stattdessen wollen die Entwickler die gewonnene Zeit nutzen, um weitere Ideen umzusetzen und das Spiel auszubauen. Einen neuen Termin gibt es aber bewusst noch nicht.
Ein Indie-Dilemma
Auf den ersten Blick klingt eine Verschiebung wie eine schlechte Nachricht. Tatsächlich steckt dahinter jedoch ein Problem, das viele unabhängige Entwickler gerne hätten. Zusätzliche Finanzierung bedeutet nämlich nicht nur mehr Sicherheit, sondern öffnet auch neue kreative Möglichkeiten. Genau das beschreibt Brainlag Games in seinem aktuellen Entwickler-Update.
Statt Inhalte zu streichen oder Kompromisse einzugehen, kann das Team nun größere Ziele verfolgen. Die Entwickler sprechen offen davon, dass Rootbound größer, schöner und besser werden soll. Gleichzeitig ermöglicht die Förderung dem Studio erstmals, sich einen Teil seiner Arbeit auszuzahlen. Das ist ein wichtiger Schritt für ein unabhängiges Team.
Welt wächst schneller als geplant
Wie stark sich das Projekt Rootbound entwickelt hat, zeigt ein Blick auf die Spielwelt. Laut den Entwicklern ist inzwischen ein Gebiet entstanden, das deutlich größer ausgefallen ist als ursprünglich vorgesehen. Die ersten internen Tests seien entsprechend positiv verlaufen. Besonders erfreulich für das Team: Der zentrale Gameplay-Loop funktioniere offenbar auch in einem größeren Kontext. Das bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich.
Anfangs sollte Rootbound möglichst ohne klassische Karte funktionieren. Die Welt sollte so gestaltet sein, dass Spieler allein durch Orientierungspunkte ihren Weg finden. Die Entwickler bemerkten aber, dass sich bestimmte Landschaftsabschnitte zu ähnlich anfühlen und Spieler so interessante Orte leicht übersehen konnten. Deshalb arbeitet das Team inzwischen an einer Karte mit Fog-of-War-System. Die Umrisse der Welt bleiben sichtbar, während sich neue Bereiche erst durch Erkundung aufdecken. Rootbound wächst also von einem überschaubaren Indie-Projekt zu einer deutlich größeren Open World heran.
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Quelle: Brainlag Games auf Steam
