Risen 3: Piranha Bytes' neuestes Werk im Benchmark-Test mit 16 Grafikkarten [Update: So aktivieren Sie "echtes" Anti-Aliasing]

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Risen 3 maxed und downsampled 9

Für Risen 3 verspricht Entwickler Piranha Bytes eine Rückkehr zu den Wurzeln der famosen Gothic-Serie. Dass diese Besinnung auf alte Tugenden nicht für die Technik gilt, sollte klar sein. Doch welche Hardware genügt der aufgebohrten Risen-2-Grafik? PC Games Hardware bittet 16 Grafikkarten zum Benchmark-Test.

Risen 3 Benchmarkszene Polly on fire Quelle: PC Games Hardware Risen 3 Benchmarkszene Polly on fire Update vom 16. August: Ein findiger Nutzer hat AA-Bits für Risen 3 herausgefunden, welche Geforce-Grafikkarten zu echter Kantenglättung befähigen - eine Lösung, um selbiges auf Radeon-GPUs zu ermöglichen, ist noch nicht bekannt. Geforce-Besitzer benötigen für den Eingriff das Tool Nvidia-Inspector. Fügen Sie unter "Antialiasing Compatbility" die Bits 0x000012C1 und forcieren anschließend einen (SS)AA-Modus - siehe das untenstehende Bild -, wird er in Risen 3 verwendet. Wir empfehlen, anschließend das Ingame-AA auszuschalten, um zumindest einen Rest Bildschärfe beizubehalten. Die Bits ermöglichen auch extreme Qualität, beispielsweise durch den Modus 32xS plus 8x SGSSAA, womit 32x Supersampling aktiviert wird.

Risen 3 Nvidia Inspector: AA-Bits Quelle: PC Games Hardware Risen 3 Nvidia Inspector: AA-Bits

AA-Vergleich groß – bitte Full-HD-Slider anklicken!

1x AA (kein FXAA) 4x SGSSAA
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Ursprünglich sollte das Action-Rollenspiel Risen 3 am 15. August erscheinen, wegen des Feiertages Maria Himmelfahrt haben sich Publisher Deep Silver und Entwickler Piranha Bytes jedoch zu einer Vorverlegung des Release-Termins entschlossen. Risen 3 erscheint folglich schon am 14. August. Damit Sie wissen, ob neben dem Spiel auch eine neue Grafikkarte in den Warenkorb sollte, zitiert PC Games Hardware 16 Grafikkarten zum Test. Ob das Spiel an sich den hohen Erwartungen gerecht wird, welche spätestens seit dem Entwicklervideo "Rückkehr zu den Wurzeln" geschürt wurden, erfahren Sie bei unseren Kollegen von der PC Games. PCGH meint indes: Risen 3 gelingt der Spagat aus Gothic und Risen außerordentlich gut, sodass auch Gothic-Veteranen Spaß haben. In der Bildergalerie finden Sie rund 50 Screenshots aus Risen 3 in maximaler Qualität.

Risen 3: Systemanforderungen und Technik

Risen 3 basiert auf einer weiterentwickelten Risen-2-Engine und stellt etwas höhere Ansprüche an Ihren Computer als der Vorgänger. Die empfohlene Rechnerausstattung fällt jedoch gemäßigt aus: So werden ein 64-Bit-Betriebssystem nebst 4 GiByte Arbeitsspeicher sowie ein Core i5 respektive Phenom II X4 empfohlen, während ein Zweikern-Prozessor die Minimalanforderung darstellt. Als Grafikkarten werden eine Geforce GTX 470 oder Radeon HD 5850 empfohlen, Modelle, die bereits Risen 2 flüssig darstellen konnten.

Im Interview mit PC Games Hardware betonen die Entwickler die Verbesserungen bei der Multicore-Unterstützung: Vorhandene CPU-Kerne sollen besser ausgenutzt werden, was vor allem älteren bzw. Pro-MHz-schwachen Prozessoren zugutekommt. In Sachen Polygonzahl sind bei Risen 3 im Vergleich mit Risen 2 keine großen Änderungen zu verzeichnen, die verschiedenen Inseln punkten jedoch mit einem detaillierten, individuellen Aussehen - ob bonbonfarben oder düster, in Risen 3 bieten die Schauplätze viel Abwechslung. Die stimmungsvolle Beleuchtung düsterer Gebiete und die ansehnlichen Partikeleffekte verdienen sich eine gesonderte Erwähnung und hängen direkt mit dem überarbeiteten Renderer zusammen: Risen 3 nutzt neuerdings einen Full Deferred Renderer, welcher auch Soft Shadows und Volumetric Fog Shadows beherrscht. Trotz aller Verbesserungen handelt es sich bei Risen 3 nach wie vor um ein DirectX-9-Spiel, die erweiterten Möglichkeiten von DirectX 11 (u. a. Tessellierung) werden nicht unterstützt. Auch ausgeklügelte Anti-Aliasing-Modi sind Mangelware, Risen 3 bietet lediglich den ressourcenschonenden Postfilter FXAA - ohne die Option, diesen wie in Battlefield 4, Tomb Raider, Serious Sam 3 und weiteren Titeln mit Supersampling zu kombinieren.

Bildergalerie

Risen 3: Die außergewöhnliche PCGH-Benchmarkszene

Dank der optimierten Mehrkernunterstützung und neuer Pixel-Schmankerl ist die Grafikkarte der wichtigste Leistungsträger in Risen 3. Diese Tatsache belegen unsere Benchmarks eindeutig, dennoch ist eine gewisse Ambivalenz nicht von der Hand zu weisen: Während in freier Wildbahn und vor allem in Anwesenheit von Partikeleffekten die Bildrate mit der Grafikkarte steht und fällt, bekommt in den (relativ kleinen) Städten auch der Prozessor etwas zu tun, ohne das Grafiklimit je wirklich aufzuweichen. Kurz: Wer einen Vierkerner mit 3 GHz sein Eigen nennt, ist auf der sicheren Seite - die Leistung der Grafikkarte ist deutlich wichtiger.

Welche Grafikkarten Risen 3 in maximaler Qualität genügen, prüfen wir anhand von 16 Modellen. Wie bei PC Games Hardware üblich, fließen die beim Anspielen zuvor gewonnenen Erkenntnisse in die Benchmarkfindung ein. Nach einigen Stunden des Island-Hoppings entschlossen wir uns, im Benchmark mehrere mit Risen 3 eingeführte Neuerungen auszunutzen: Das Spiel bietet sehr ansehnliche Lava- und Hitzeeffekte (-> Grafiklast) und außerdem die Möglichkeit, den Spielcharakter in einen Papagei zu verwandeln, um Hindernisse fliegend zu überwinden. Die etwas andere PCGH-Testszene kombiniert beide Errungenschaften: Wir fliegen 20 Sekunden lang über einen Lavastrom auf der Insel Calador. Die Szene punktet dank bildfüllender Shader- und Partikeleffekte nicht nur mit der höchsten von uns erspähten Grafiklast in Risen 3, sondern sieht auch noch großartig aus - doch sehen Sie selbst:

Wir werden nicht müde, es zu betonen: Bei der Benchmarkszene handelt es sich um einen Worstcase, in den meisten Situationen läuft Risen 3 deutlich flüssiger; in Kämpfen mit Zaubereffekten kommt die Last aber nah an unsere Testszene heran. In der Folge qualifizierte sich Risen 3 als einer von 13 Spiele-Benchmarks des neuen PCGH-Testparcours für Grafikkarten. Richtig gelesen, PC Games Hardware arbeitet derzeit an Hochdruck an einer Benchmark-Revision - die ganze Abhandlung lesen Sie auf satten 11 Seiten in der PCGH 10/2014, welche ab dem 3. September erhältlich ist. Die nachfolgenden Risen-3-Benchmarks basieren bereits auf dem neuen Testsystem.

Risen 3: Ergebnisse und Empfehlungen

Auf vielfachen Leserwunsch beschränken wir uns nicht mehr nur auf Referenzgrafikkarten nebst -taktung, sondern integrieren Herstellerdesigns mit typischer Übertaktung ins Testfeld. Für Risen 3 entschieden wir uns, die Auswahl einzelner Modelle etwas auszudünnen und stattdessen herauszuarbeiten, welche Leistungsvorteile OC-Versionen der verbliebenen Modelle gegenüber den AMD- und Nvidia-Referenzkarten haben. Das Aggregat der Benchorgie:

Grafikkartenmodell Taktraten im Benchmark Referenzwerte (inkl. Boost) Prozentuales OC
Gainward GTX 780 Ti Phantom ~1.084/3.500 MHz 928/3.500 MHz +17/+0 %
Palit GTX 780 Jetstream ~1.019/3.004 MHz 902/3.004 MHz +13/+0 %
Gigabyte GTX 770 Windforce 3x OC ~1.241/3.506 MHz 1.084/3.506 MHz +14/+0 %
Asus R9 270X DC2 TOP ~1.120/2.800 MHz 1.050/2.800 MHz +7/+0 %
Sapphire Radeon R9 290 Tri-X OC ~1.000/2.600 MHz 947/2.500 MHz +6/+4 %
MSI Radeon R9 290X Gaming ~1.030/2.500 MHz 1.000/2.500 MHz +3/+0 %
Powercolor R9 280 Turbo Duo ~960/2.500 MHz 933/2.500 MHz +3/+0 %
MSI Radeon R9 280X Gaming ~1.020/3.000 MHz 1.000/3.000 MHz +2/+0 %

Die Benchmarks zeigen unmissverständlich, dass Risen 3 und hier speziell unsere Worstcase-Testszene nach Grafikleistung giert. Das bedeutet nicht, dass verbreitete Modelle überfordert werden: In Full HD hat keines der getesteten Modelle ernsthafte Probleme mit spielbaren Bildraten, Besitzer einer Geforce GTX 460 oder vergleichbar angestaubten Grafikkarte sollten jedoch an der Taktschraube drehen oder besser aufrüsten. Passende Inspiration liefert unsere Marktübersicht von 13 Grafikkarten zwischen 150 und 200 Euro in der PCGH 09/2014. Wer etwas genauer hinsieht, wird feststellen, dass Risen 3 auf Radeon-GPUs etwas besser läuft als auf vergleichbaren Geforce-Chips, speziell die Min-Fps fallen bei AMD höher aus.

Wer in der aufstrebenden Auflösung 2.560 × 1.440 mindestens 30 Fps erblicken möchte, benötigt eine Radeon R9 280 OC oder eine Geforce GTX 770. Wer gar schon in Ultra HD unterwegs ist, kommt nicht um eine übertaktete High-End-Grafikkarte vom Schlage Radeon R9 290X OC oder Geforce GTX 780 Ti OC herum. Unsere Testszene zwingt selbst solche Boliden in den 20-Fps-Bereich, außerhalb von Lavaströmen und Zauber-Orgien sind jedoch 30+ Fps die Regel.

Quelle: Risen 3 - Offizielle Webseite

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    • Kommentare (211)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von 45thFuchs
        Die werte müssten noch mal geupdated werden.
        Komme mit einer 660ti in 2880x1620 auf 40-50Fps und in UHD (nvidia treiber) auf 20-25Fps.
        Wird wohl an Treibern und Patches liegen.
        An unserer Testszene oder "irgendwo"? Letzteres ist fast immer weniger fordernd. Aktuelle Werte liefern wir übrigens monatlich im Heft, das Spiel ist im aktuellen Grafikkarten-Leistungsindex enthalten.

        MfG,
        Raff
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von 45thFuchs
        Die werte müssten noch mal geupdated werden.
        Komme mit einer 660ti in 2880x1620 auf 40-50Fps und in UHD (nvidia treiber) auf 20-25Fps.
        Wird wohl an Treibern und Patches liegen.
        An unserer Testszene oder "irgendwo"? Letzteres ist fast immer weniger fordernd. Aktuelle Werte liefern wir übrigens monatlich im Heft, das Spiel ist im aktuellen Grafikkarten-Leistungsindex enthalten.

        MfG,
        Raff
      • Von 45thFuchs BIOS-Overclocker(in)
        Die werte müssten noch mal geupdated werden.
        Komme mit einer 660ti in 2880x1620 auf 40-50Fps und in UHD (nvidia treiber) auf 20-25Fps.
        Wird wohl an Treibern und Patches liegen.
      • Von flozn Freizeitschrauber(in)
        Zitat von d3rd3vil
        Kann man mit ner AMD Karte irgendwie MSAA nutzen? Oder halt SSAA....bei allen Versuchen hatte ich extreme Grafikfehler, da ging nix.

        Vielleicht klappts mit dem SMAA Injector. Wenigstens SMAA...

        SMAA-Injector funktioniert wunderbar. (kostet ca. 20% Leistung)

        mrhaandi's crypto corner: injectSMAA
      • Von Nightslaver Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Phil
        Bei aller BQ-Liebe, unter 40 Fps fühlt sich das Spiel an wie durch Sirup gezogen...

        Gruß,
        Phil


        Welches Spiel fühlt sich bei unter 40FPS nicht so an?
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von derstef_computec_account
        GeDoSaTo funktioniert 1A
        Crossfire leider noch nicht
        3840x2400 mit einer R9 290 @ 1100 bringt im Schnitt 34 Frames
        Hoffentlich bringt AMD bald ein Crossfire Profil

        2.880 x 1.800 (mit Bicubic-Filter) sieht übrigens auch ganz anständig aus und läuft deutlich flüssiger. Bei aller BQ-Liebe, unter 40 Fps fühlt sich das Spiel an wie durch Sirup gezogen...

        Gruß,
        Phil
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