Returnal auf PC ausprobiert: Sind die Systemanforderungen realistisch? [Update: schwacher Start]
Jetzt aktualisiert: Heute steht der PC-Release des ehemaligen PS5-Exklusivspiels Returnal an. PCGH konnte das Spiel aus Zeitgründen zwar nicht durchbenchen, den Titel aber schon mal anspielen und einige technische Besonderheiten ausprobieren.
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Originalartikel vom 15.02.2023: Returnal war im Vorfeld der Veröffentlichung zusammen mit Forspoken und Hogwarts Legacy in eine Diskussion geraten, ob neue Spiele zu hohe Anforderungen vor allem an den Grafik- und Arbeitsspeicher haben. Allerdings wurden die Systemanforderungen für Returnal noch einmal reduziert.
Die Systemanforderungen von Returnal
Mit den zuletzt veröffentlichten Systemanforderungen rückte Sony überraschenderweise von 32 GiB als Empfehlung ab. 32 GiB werden also erst für die Grafikmodi Epic und Raytracing benötigt, darunter reichen auch 16 GiB. Technisch bietet Returnal mehr als auf der PS5. Durch die Zusammenarbeit mit Climax Studios wurden die vorhandenen Raytracing-Schatten um Raytracing-Reflexionen ergänzt. Sony verspricht sich dadurch mehr Kontrast zwischen einer dunklen Umgebung und beispielsweise neonfarbenen Kugeln. Unterstützt werden auch die Upscaler DLSS (Version unbekannt) und FSR 2; auch Nvidia NIS wird als Alternative hervorgehoben. 21:9 und 32:9 werden ebenfalls unterstützt. Im Bereich Audio werden Dolby Atmos und "benutzerdefiniertes" Raytracing-Audio erwähnt, dazu kommt (natürlich) eine Dualsense-Unterstützung.
Diese Hardware braucht man
Sony unterscheidet für Returnal zwischen insgesamt fünf Szenarien: Minimum, Medium, Empfohlen, Epic und Raytracing. Mit einer Geforce GTX 1060 6 GiB / RX 580, einem Core i5-6400 / Ryzen 5 1500X und 16 GiB RAM sollen 720p mit 30 Fps in Low-Grafik möglich sein. 1080p mit 60 Fps und Medium-Grafik bekommt man mit einer Geforce GTX 1070 / RX 5600 XT und einem Core i5-8400 / Ryzen 5 2600. Für 1080p mit 60 Fps und High-Grafik braucht es dann eine Geforce RTX 2070 Super / Radeon RX 6700 XT und einen Core i7-8700 / Ryzen 7 2700X.
| SPECS | MINIMUM | MEDIUM | RECOMMENDED | EPIC | RAY TRACING |
|---|---|---|---|---|---|
| Performance | 720P @ 60FPS | 1080P @ 60FPS | 1080P @ 60FPS | 4K @ 60FPS | 4K @ 60FPS |
| Grafikdetails | Low | Medium | High | Epic | Epic |
| GPU | Geforce GTX 1060 (6 GB) | Geforce GTX 1070 (8 GB) | Geforce RTX 2070 Super (8 GB) | Geforce RTX 3080 (10 GB) | Geforce RTX 3080 Ti (12 GB) |
| Radeon RX 580 (8 GB) | Radeon RX 5600 XT (6 GB) | Radeon RX 6700 XT (12 GB) | Radeon RX 6800 XT (16 GB) | Radeon RX 6950 XT (16 GB) | |
| CPU | Core i5-6400 | Core i5-8400 | Core i7-8700 | Core i7-9700K | Core i9-11900K |
| Ryzen 5 1500X | Ryzen 5 2600 | Ryzen 7 2700X | Ryzen 7 3700X | Ryzen 9 5900X | |
| RAM | 16 GiB DDR4 | 16 GiB DDR4 | 16 GiB DDR4 | 32 GiB DDR4 | 32 GiB DDR4 |
| Windows | Windows 10 64 Bit | Windows 10 64 Bit | Windows 10 64 Bit | Windows 10 64 Bit | Windows 10 64 Bit |
| Speicher | 60 GB HDD | 60 GB SSD | 60 GB SSD | 60 GB SSD | 60 GB SSD |
| (SSD Recommended) |
Mit Epic-Grafik unter Ultra HD bei 60 Fps braucht es dann 32 GiB RAM, eine Geforce RTX 3080 10 GiB / Radeon RX 6800 XT und einen Core i7-9700K / Ryzen 7 3700X. Wer in diesem Szenario zusätzlich Raytracing aktivieren möchte, benötigt dann eine Geforce RTX 3080 Ti / Radeon RX 6950 XT und einen Core i9-11900K / Ryzen 9 5900X. DLSS / FSR wird hier dann empfohlen.
Der technische Eindruck: Das sagt Phil
Returnal ist ein audiovisuelles Feuerwerk. Der finnische Entwickler Housemarque greift tief in die Werkzeugkiste der genutzten Unreal Engine 4 und kitzelt eine bemerkenswerte Grafik aus der alternden Grafik-Engine. Besonders beeindruckend ist die hohe Dynamik der Umgebungen, die teils dank feiner Rigid-Body-Physik in ihre Einzelteile zerlegt werden können. Der in das Spiel integrierte und von der Community nutzbare Benchmark zeigt all diese Effekte in gesonderten Szenen an und schlüsselt sehr anschaulich auf, welche Technologien auf welchen Komponenten besonders viel Last erzeugen. So ist etwa gut ersichtlich, dass der volumetrische Nebel sehr hohe Ansprüche an die GPU stellt.
Es ist ebenso erkenntlich, dass das Spawnen der mit Rigid-Body-Physik ausgestatteten Trümmer zerstörbarer Umgebungsdetails einen kleinen Spike bei der GPU-Last erzeugen und außerdem den Bedarf an Grafikspeicher erhöhen kann. Der logisch sehr gut nachvollziehbare Ingame-Bench bildet zwar nicht 1:1 das reale Spielen ab, hat dabei eher die Charakteristik wie ein Benchmark à la 3D Mark, lässt aber einwandfrei erkennen, wo welche Last entsteht - und bietet Ihnen somit gute Ansätze, um bei den Details anzusetzen, um eine hohe Performance zu erhalten. Denn diese ist in dem geschwinden Bullet-Hell-Shooter elementar.
Stimmen die Systemanforderungen? Das sagt Phil
Die sehr hohe Geschwindigkeit, mit der Sie sich durch die nach jedem Ableben erneut generierten Umgebungen bewegen können, ist ein wichtiger Kern des Spiels und überdies auch technisch sehr beeindruckend. Während des Spielens stoßen Sie (im Idealfall und ausreichend potente Hardware vorausgesetzt) auf praktisch keine Ladeunterbrechungen, Returnal streamt die nötigen Daten der durch Türen und Portal voneinander getrennten Areale zur Laufzeit herein. Dies ist durchaus beeindruckend, nicht umsonst ist Returnal eins der Vorzeige-Spiele der Playstation 5 und deren geschwinde Streaming-Technik. Diese auch auf dem PC zu realisieren, ist nicht günstig, ein Hardware-Killer ist Returnal allerdings nicht - beim Videospeicher gibt sich Returnal etwa relativ genügsam, das Spiel lässt sich obendrein auch auf schwächeren Systemen mit etwas Detailverzicht zu flüssigen Bildraten überreden. Die offiziell empfohlene Hardware können wir so also bestätigen.
Es stehen Ihnen obendrein eine ganze Reihe Upsampling-Verfahren zur Verfügung, darunter neben AMDs FSR und Nvidias DLSS auch Intels XeSS. Wir raten dennoch zu potenter Hardware, sowohl was Prozessor, (Festplatten-)Speicher als auch Grafikkarte betrifft, insbesondere wenn Sie Raytracing zuschalten wollen. Letzteres erhöht die Anforderungen recht drastisch - und war, zumindest während unserem Test mit der Vorabversion, außerdem für kleinere, aber das geschwinde Gameplay störende, Ruckler verantwortlich. Orientieren Sie sich an den offiziellen Hardware-Anforderungen, die Empfehlungen sind realistisch für geschwindes Zocken in mittleren Auflösungen (und Upsampling-Support) ohne Raytracing.
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Schwacher Start auf PC
Aktualisierung vom 17.02.2023: Returnal ist seit gestern unter anderem auf Steam verfügbar, ist aber für Sony-Verhältnisse ungewohnt schwach gestartet. So gibt es aktuell nicht einmal 400 User-Reviews, die mit 79 Prozent Zustimmung auch vergleichsweise schwach ausfallen ("größtenteils positiv"). Kritisiert wird unter anderem, dass auch mit der Steam-Version Online-Komponenten für Epic Games mitinstalliert werden, ohne dass man separat darauf hingewiesen wird. Diese Komponenten werden für Epic-Crossplay benötigt. Es werden auch technische Probleme kritisiert. Mit nur 5.700 gleichzeitigen Spielern am Launch-Tag liegt Returnal aktuell sogar noch hinter Uncharted, das seinerseits erheblich unter den Erfolgen vorheriger Playstation-Umsetzungen für PC blieb.

Hier der test zu HDR von Hardware unboxed ab min 17:48:
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Dazu hat es für ein Roguelike eine interessante Story.
Wenn man mit dem Genre generell nix anfangen kann, wird einen Returnal sicher auch nicht überzeugen.
Die echte Faszination ergibt sich allerdings erst, wenn man es "durchspielt". Und dann nochmal usw.
Ohne zu spoilern, die Durchgänge verändern sich dann auch.
Dadurch wird mehr und mehr der Hintergrundgeschichte offenbart.
Naja mein Monitor hat auch nur 2k gekostet, wie die GPU... was willste da erwarten...
Gruss.
Hier der test zu HDR von Hardware unboxed ab min 17:48:
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Naja mein Monitor hat auch nur 2k gekostet, wie die GPU... was willste da erwarten...
Gruss.