Amiga: Der legendäre Heimcomputer feiert seinen 40. Geburtstag
Heute vor genau 40 Jahren, am 23. Juli 1985, brach mit dem legendären und dennoch oft unterschätzten Amiga 1000 das Zeitalter der 16-Bit-Heimcomputer an. Der A1000 und der deutlich erfolgreichere A500 galten als die ersten "Gaming-Rechner".
40 Jahre Amiga-Heimcomputer
Heute vor genau 40 Jahren, am 23. Juli 1985, brach mit dem legendären und dennoch oftmals schwer unterschätzten Commodore Amiga 1000 das bis in die heutige Zeit wegweisende Zeitalter der 16-Bit-Heimcomputer an. Der A1000 und der deutlich erfolgreichere A500 galten als die ersten "Gaming-Rechner" für jedermann.
In den Anfängen lieferte Amiga hauptsächlich Spielmodule und Controller für das Atari Video Computer System ("Atari VCS"), eine Spielekonsole, welche ab 1982 unter dem Namen Atari 2600 bekannt werden sollte. Kurz darauf plante das Unternehmen eine eigene Spielkonsole, aus der in den Köpfen der Entwickler rund um Jay Miner, dem geistigen Vater des Amiga, letztlich ein Heimcomputer entstehen sollte.
Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)
Der damalige Besitzer, Warner Communications, welcher auch die Marke Atari kontrollierte, wollte den ersten Amiga Heimcomputer ("Lorraine") als Nachfolger der mittlerweile veralteten XL-Computer-Serie von Atari auf den Markt bringen. Im Juli des Jahres 1984 kam es dann zur Übernahme von Amiga durch Commodore. Ein Deal, an dem sich Commodore, das US-Unternehmen zahlte 4,25 US-Dollar pro Aktie, selbst beinahe überhob und zeitweise in ernste finanzielle Schwierigkeiten geriet.
Amiga 1000 (1985)
Das erste Modell des Amiga-Heimcomputers, der Amiga, welcher später offiziell Amiga 1000 oder auch A1000 genannt werden sollte, wurde heute vor 40 Jahren, am 23. Juli 1985, in New York vorgestellt. Im Rahmen der Produktpräsentation färbte der weltbekannte US-Künstler Andy Warhol vor den Augen der geladenen Gäste eine Zeichnung mit dem Amiga 1000 neu ein, die er kurz zuvor mit der Hilfe des Heimcomputers erstellt hatte und sorgte damit für erstaunte Blicke.
Quelle: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)
Während der Präsentation demonstrierten die Entwickler auch die besonderen Eigenschaften, welche den Amiga 1000 von seinen zeitgenössischen Konkurrenten IBM-PC, Macintosh und Atari ST abhoben:
- Vierkanal-Sample-Sound
- farbige grafische Benutzeroberflächen
- Hardwareunterstützung für Grafik-Animation
- Multitasking auf einem Betriebssystem mit 32-Bit
Der Amiga 1000, welcher neben einer 16-Bit-Architektur mit einem sehr fortschrittlichen 32-Bit-Betriebssystem und zahlreichen Spielen aufwarten konnte, basierte auf der nachfolgenden Hardware.
Quelle: Commodore Computer Online Museum
Als besonderes Highlight hat das Commodore Computer Online Museum den originalen Testbericht der Kollegen von der c't zum Amiga 1000 aus dem Jahre 1986 archiviert, deren Urteil damals wie folgt ausfiel:
Überzeugende Farbgrafik und hohe Rechenleistung sind die starken Pluspunkte des Amigas. Die 68000-CPU mit 7,14 MHz ohne Wartezyklen, wie das Test-Team mit Hilfe des Oszilloskop feststellen konnte.
- c't Ausgabe 01/1986 -
Zu seiner Markteinführung in den USA entsprach der Neupreis des Amiga 1000 umgerechnet in etwa 5.700 DM, zum Start in Deutschland waren es 5.900 DM vor Steuern. Inflationsbereinigt würde der legendäre A1000 heute in etwa 6.500 Euro kosten, was im Vergleich zum Commodore 64 ("C64") zu einer eher langsamen Verbreitung des leistungsstarken Heimcomputers beitragen sollte.
Amiga 500 und 2000 (1987)
Nachdem der Amiga 1000 aufgrund seines unklaren Anwendungsgebietes und der hohen Anschaffungskosten sowohl bei den Heimanwendern als auch bei den Firmen einen schweren Stand hatte, wollte Commodore mit dem Amiga 500 und dem Amiga 2000 zweigleisig fahren und aus den Fehlern des Vorgängers gelernt haben. Das kleinere der beiden Computersysteme wurde damals wie folgt beworben.
Der Amiga 500 sollte als eine Art Nachfolger des legendären Commodore 64 in dessen Fußstapfen treten und der Heimcomputer für jedermann werden, der Amiga 2000 glich den professionellen IBM-PCs seiner Zeit und sollte zu einem Preis von 3.995 DM mit ebendiesen konkurrieren.
Vor allem bei Spielern war der Amiga 500 auf Grund seiner dem PC weit überlegenen Grafik- und Soundqualität und dem vergleichsweise günstigen Anschaffungspreis von rund 1.100 DM sehr beliebt. - Sven Bauduin, PCGH -
Mit dem Amiga 500 Plus (1991) und dem Amiga 600 (1992) erhielt der Amiga 500 darüber hinaus noch zwei kommerziell erfolglose Nachfolger, die nicht an den Erfolg des A500 anknüpfen konnten, auch weil dieser zum gleichen Zeitpunkt auch weiterhin vergünstigt angeboten wurde. Mit dem Amiga 3000 (1990), dem Amiga 1200 (1992) und dem Amiga 4000 (1992) folgten bis zu der Insolvenz von Commodore weitere Heimcomputer, von denen lediglich der A1200 gewisse Erfolge feiern konnte.
Die Weltpremiere des Amiga 1000, welche in New York stattfand, wurde vom YouTube-Kanal Generation X Video Archive entsprechend archiviert.
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Man wollte es damals einfach nicht glauben, dass Atari den Bach runter geht und hat sich noch an den letzten Strohhalm geklammert.
Auf den Jaguar (Konsole habe ich noch) hatte ich mich damals sehr gefreut, leider war dann im Endeffekt die Hardware und Software doch sehr entäuschend, bis auf ein paar Ausnahmen.
Im April 1996 dann die PS1 gekauft und was soll ich sagen, das war für mich bis heute das beste Erlebnis mit einer neuen Konsole. Gerade weil auch viele neue Genres und Games in 3D rauskamen die es so noch nicht gab, (Tomb Raider, GTA, Destruction Derby, Wipeout, Tekken, Driver, Syphon Filter, Metal Gear, Resident Evil, FF7-9, GT, Metal of Honor, Legacy of Kain nebst die Soul Reaver Reihe usw. usw.) und das teilweise mit deutschem Audio. Das waren Hammer Zeiten damals mit der PS1
Heute zocke ich seit 2014 immer noch mit der PS4 und habe viel Freude damit, aber leider werden für mich die Games immer langweiliger. Habe bis jetzt noch nicht einmal Bock mir eine PS5 zu holen, das soll schon was heißen :-/.
ATARI Forever........AMIGA kenne ich nur als Schallplatten Label aus der DDR, LOL.
PS: Ich hatte sogar das ATARI Jaguar CD-ROM LW..........leider 2011 für unter Wert (nach heutiger Sicht) verkauft.
Man wollte es damals einfach nicht glauben, dass Atari den Bach runter geht und hat sich noch an den letzten Strohhalm geklammert.
PS: Ich hatte sogar das ATARI Jaguar CD-ROM LW..........leider 2011 für unter Wert (nach heutiger Sicht) verkauft.
Ein guter Entschluss. ^^
ATARI Forever........AMIGA kenne ich nur als Schallplatten Label aus der DDR, LOL.
PS: Ich hatte sogar das ATARI Jaguar CD-ROM LW..........leider 2011 für unter Wert (nach heutiger Sicht) verkauft.
Bin ja schon seit Atari 2600 Zeiten Atari-Fan. Hatte von '89 bis ca. '93 aber auch einen Amiga 500 (1MB), aber nur als reine Daddel/Demo-Kiste. Die Bedienung der Workbench (und bis man durch booten erstmal dahin kommt) fand ich schon immer etwas "sperrig" und unübersichtlich.
Selbst bis heutige Amiga-OS Versionen wie 3.2.3 (hab aktuell wieder einen Amiga 1200) ist es absolut grausam, sich zu mehrfach verschachtelten Unterordnern vorzukämpfen, da für jeden F*rz ein neues Fenster aufgeht anstatt alles übersichtlich innerhalb eines einzigen Fensters aufzumachen, wie Atari-TOS, Windows, Mac(?) usw.!
So, möge das Atari/Amiga Gebashe losgehen!
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