Von der Turingmaschine und dem schnellsten offiziellen Pentium 4 (PCGH-Retro, 12. November)
Von der Turingmaschine und dem schnellsten Pentium 4 - das geschah am 12. November. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
...1936: Der britische Mathematiker Alan Turing veröffentlicht am 12. November einen Artikel namens "On Computable Numbers, with an Application to the Entscheidungsproblem", in dem er seine Idee einer universellen Rechenmaschine beschreibt. Mit nur drei Operationen beherrscht diese theoretische Maschine alle Grundrechenarten; sie wird später als "Turingmaschine" bekannt und eine der wichtigsten Grundlagen der Informatik. Die erste "Turing-mächtige" Maschine wird vier Jahre nach dem Artikel fertiggestellt: die Z3 des Deutschen Konrad Zuse.
...1997: Es ist der vorläufige Höhepunkt in der kurzen Erfolgsgeschichte eines Speichermediums: Iomega verkündet am 12. November 1997 den Verkauf des zehnmillionsten Zip-Laufwerks. Eine Zip-Diskette speichert zunächst 100 MByte und damit deutlich mehr als klassische Floppy-Medien, weshalb in den Neunzigern viele Rechner mit solch einem Laufwerk ausgestattet werden. Doch trotz dieser Erfolgsmeldung: Ganz setzt sich das Format nicht durch, später wird es ebenso wie Konkurrenzmedien wie das Superdrive fast vollständig von CD-Brennern und USB-Sticks verdrängt - und sogar das Floppy-Laufwerk, das doch eigentlich von Iomegas Zip-Format abgelöst werden sollte, überlebt seinen vermeintlichen Nachfolger.
...2004: Intel bringt den Pentium 4 570J auf den Markt, das erste Intel-Modell mit No-Execute-Bit, einer Sicherheitsfunktion, die bei Intel XD-Bit heißt. In die Geschichte geht diese CPU jedoch aus anderem Grunde ein: Mit seiner Taktfrequenz von 3,8 GHz gilt der 570J noch Jahre später (gemeinsam mit den P4 670/672) als höchstgetakteter, offiziell kaufbarer x86-Desktop-Prozessor überhaupt - dabei sollte die Netburst-Architektur ursprünglich auf bis zu 10 GHz gebracht werden. Getoppt werden diese Frequenzbereiche erst 2012 von AMDs FX-Prozessoren mit Bulldozer-Innenleben, wenn auch zunächst nur vom Zwei-Modul/-Vierkernmodell FX-4170; die ebenfalls von AMD stammenden Phenom-II-CPUs konnten die 3,8 GHz in Form des Phenom II X4 980 BE in Serie nur erreichen, nicht übertreffen.

Ende der 90er hatten wir auch an unserem PC ein Zip-Laufwerk. Ein damaliger Freund meines Vaters meinte, das sei DIE Zukunft. Mein Vater hat all seine Datensicherung darauf erledigt. Irgendwann verstaubte es und wurde nicht mehr genutzt.
"Zeit ist relativ, eine Stunde mit einer schönen CPU ist relativ kurz, aber die Zeit bis zum abbezahlen eben dieser, kommt einem wie eine Ewigkeit vor! "
Ich glaube das waren in etwa seine Worte
Späte hatte ich mit dem CT-479 die Möglichkeit, einen Pentium M zu benutzen. Der Dothan Celeron lief mit 2,4 GHz und hat jeden A64 in Spielen besiegt.
Eine meiner Vintage-Maschinen hat deshalb ein P4P800 Deluxe mit 3,4 GHz Prescott verbaut. Dazu eine GeForce 5950 Ultra und zwei Raptoren im RAID 0. Das konnte ich mir damals als Schüler natürlich nicht leisten.