Der erste Computer der Welt, Geforce FX II und Xbox 360 (PCGH-Retro, 12. Mai)

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Der erste Computer der Welt, Geforce FX II und Xbox 360 (PCGH-Retro, 12. Mai)
Quelle: PC Games Hardware

Der erste Computer der Welt wird vorgeführt - das geschah am 12. Mai. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.

...1936: QWERTZ beziehungsweise QWERTY war und ist nicht der alleinige Standard für Tastaturen. Besonders das sogenannte Simplified American Keyboard galt lange Zeit als ernstzunehmende Alternative, sollte es doch die nötige Fingerbewegung reduzieren, umständliche Buchstabenfolgen einfacher tippbar machen und somit auch dem RSI-Syndrom vorbeugen. An diesem 12. Mai reichen der amerikanische Professor August Dvorak und sein Schwager William Dealey das Patent auf dieses Tastaturlayout, auch bekannt als DSK - Dvorak Simplified Keyboard - ein.

...1941: Analoge Rechenmaschinen gibt es seit Jahrhunderten. Doch wann entstand der erste 'richtige' Computer? Ein Kandidat für diesen Titel ist die Z3 des Berliner Computerpioniers Konrad Zuse, die an diesem 12. Mai des Jahres 1941 fertiggestellt und erstmals einer kleinen Gruppe von Wissenschaftlern vorgeführt wird: Die Zuse Z3 besteht aus 2.000 Relais und arbeitet mit einer Frequenz von rund 5 bis 10 Hertz, damit schafft sie etwa drei bis vier Additionen pro Sekunde; programmieren lässt sich die Maschine über Lochstreifen. Die Z3 ist der erste Digitalrechner, der binär statt dezimal rechnet, Turing-mächtig sowie programmierbar ist - damit besitzt er die wichtigsten Eigenschaften, um als erster Computer gelten zu dürfen; nur elektronisch ist er nicht.

Dabei geht es Zuse weniger darum, Pionierarbeit zu leisten, auch soll seine Erfindung nicht wie andere Rechenmaschinen militärisch eingesetzt werden - der Bauingenieur Zuse baut sie 'der eigenen Faulheit wegen': Statische Berechnungen selbst durchzuführen ist ihm zu lästig. Doch auch wenn die Z3 ihrer Zeit weit voraus ist, bleibt ihr Einfluss gering, denn schon im Dezember 1943 wird sie durch einen Bombentreffer zerstört.

... 2003: DirectX 9 ist inzwischen verfügbar und die Radeon 9700 fährt Kreise um Nvidias feature-reiches, aber shaderschwaches Flaggschiff, die Geforce FX 5800 Ultra, liebevoll auch "der Fön" (übrigens eine Wortmarke von AEG, also bleiben Sie lieber bei "Haartrockner") genannt. An diesem 12. Mai wirft Nvidia seine in aller Eile fertiggestellte zweite Cine-FX-Generation namens Geforce FX 5900 auf Basis des NV35-Chips ins Rennen in der Hoffnung, Ati somit Paroli bieten zu können. Die Pressemitteilung klingt naturgemäß überschwänglich positiv, die Realität sieht jedoch bereits jetzt anders aus. Zwar kann die Geforce FX 5900 dank ihres auf 256 Bit verbreiterten Speicherinterfaces in DX8-Spielen mit Kantenglättung nun etwas besser mithalten, sobald DX9-Shader genutzt werden - insbesondere solche, die nicht zuvor von Nvidia handoptimiert wurden - bricht die Leistung nach wie vor drastisch ein. Die Kollegen vom 3DCenter haben einen sehr informativen Artikel unseres ehemaligen freien Mitarbeiters Ralf Kornmann zum technischen Hintergrund online. Falls Ihnen dieser zu trocken ist, können Sie sich in unserer Galerie die größten Grafikkarten-Flops nicht nur von Nvidia ansehen.

... 2005: In einer Sondersendung des Musikfernsehens MTV präsentiert Microsoft erstmals die Spielkonsole Xbox 360 der Weltöffentlichkeit. Die Konsole mit PowerPC-Hardware von IBM, einer Radeon-GPU mit Unified-Shader-Architektur und einem DVD-Laufwerk (12x, Dual-Layer) sowie einer Festplatte wird zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht allzu detailliert beschrieben, das hebt sich Microsoft für die E3-Messe einige Wochen später auf, auf die Details der Systems geht man öffentlich erst in einer Präsentation auf der Hot-Chips-Konferenz im August ein.

Wenn Sie mögen, schauen Sie doch derweil in unseren Artikel Wii, Xbox 360 und PS3 im PCGH-Technik-Check hinein.

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    • Kommentare (31)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von iceman650
        @ push@max: Dann fahr mal nach Paderborn ins HNF Heinz Nixdorf Museum.
        Das größte Computermuseum der Welt!
        Da war ich auch schon mal. Das war sehr interessant!
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von iceman650
        @ push@max: Dann fahr mal nach Paderborn ins HNF Heinz Nixdorf Museum.
        Das größte Computermuseum der Welt!
        Da war ich auch schon mal. Das war sehr interessant!
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Der älteste (bekannte) mechanische "Computer" dürfte wohl der Mechanismus von Antikythera sein (ca. 100 v. Chr.).
        Archäologen zufolge soll es sich dabei um eine verstellbare, Schuhkarton-große Vorrichtung handeln, die je nach Eingabe Informationen über astronomische Phänomene anzeigte. Die äußeren Ziffernblätter waren dabei mit den inneren Zahnrädern verbunden, was den Nutzern erlaubte, Sonnenfinsternisse und die astronomische Position von Planeten für jeden beliebigen Tag mit unglaublicher Präzision vorherzusagen.
        Zitat von EinarN
        War wohl Magnetband o.ä. wen kein Lochband.
        Ich kenne noch die Hollerith Maschine mit den Perforierten Karteikarten.
        Man machen die dinge ein hölischen lerm.
        Da werden die Daten in so eine art Kartons per löcher Eingestanzt und dann in der Entsprechenden Reienvolge zu lesen.
        Diese Kartons sind etwa 25 cm lang u. 10 cm hoch mit eine Schräge Kantehaben zeilen mit zifern von 0 bis 9 in der form:

        0000000000000000000
        1111111111111111111
        2222222222222222222
        3333333333333333333

        usw. bis 9

        Die Perforationen kommen gezielt auf den zifern in grösse 2 mm x 5 mm in etwa.

        In Rumänien in den 70ern - 80ern bei den Hüttenwerke in Reschitza wurde damit in zusammenarbeit mit ein Riesen Pachard Rechner die Buchhaltung gemacht für 10.000 Mitarbeiter.

        Meine Mutter arbeitete an so eine Maschine.
        Ich erinere mich, Ich war etwa 14 - 16 wie sie mir zeigte wie man das Teil Bedint und Ich spielte gerne damit herum aber nach 2 - 3 stunden, pfeiften mir die ohren von den Lerm.
        (nicht umsonst ist meine mutter mit 74 fast taub von den lerm was sie mit solche geräte fast ein leben lang ertragen müste)
        Ich kenne noch CNC-Fräsmaschinen die mit Lochstreifen programmiert und die in der Maschine erstellten Fräsprogramme auch mit einem solchen "rausgetackert" wurden.
      • Von Desarreglado Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Der Zuse ist angeblich zur Entwicklung von Flugzeugen eingesetzt worden, hat also Flüge simuliert und so bei der Findung der optimalen Form geholfen.

        Zitat von TheRealBecks
        Mir ist neu, dass damals der Enigma-Code geknackt wurde! Vielmehr hat man eine Enigma eines Deutschen U-Boots ergattern können, um damit die Botschaften zu entschlüsseln.
        Es ist durchaus richtig, daß die Briten Computer nutzten, um die Enigma zu knacken. Und das gelang auch. Die Enigma hatte eine Schwachstelle, nämlich wurde nie ein Zeichen durch das gleiche Zeichen ersetzt. Auf dieser Basis ist es mit Mathematik möglich, die regelmäßig wechselnden Codes zu knacken. Jedoch dauerten die Berechnungen derart lange, daß die entschlüsselten Funksprüche der U-Boote, die übrigens äußert selten waren, da im Allgemeinen Funkstille einzuhalten war, wertlos waren. Auch waren die U-Boot Enigmas noch sicherer als die Enigmas der anderen deutschen Truppenteile. Mit der Erbeutung einer U-Boot Enigma vereinfachte sich das für die Briten.
      • Von Bananen8r0t Kabelverknoter(in)
        Hach ja, der Fön. Instant Flashbacks zu den guten alten "PCGH Retro" Videos mit Henner und seiner geliebten Dawn
      • Von TheMF6265
        @GameServer: Ich komme aus Paderborn, wir fahren morgen von der Schule aus wieder hin
        Das HNF bietet immer wieder interessante Sonderaktionen zu den verschiedensten Themen der Computerwelt. Ausserdem kann man viele Exponate aus der Zeit seit Kriegsende bestaunen, manchmal werfen sie ein paar alte Kisten auch wieder an
        Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall für jeden Computer interessierten, ist für jeden was dabei
        BTT: Echt erstaunlich, was Herr Zuse da mal aus "Langeweile" gebaut hat! das war bestimmt ne richtige Fummelarbeit das Ding zusammenzusetzen
      Direkt zum Diskussionsende
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