Vom Pentium-Rückruf, Apples Wiedergeburt und AMDs Herz für Übertakter (PCGH Retro 20. Dezember)

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Vom Pentium-Rückruf, Apples Wiedergeburt und AMDs Herz für Übertakter (PCGH Retro 20. Dezember)
Quelle: PC Games Hardware

Vom Pentium-Rückruf, Apples Wiedergeburt und AMDs Herz für Übertakter - das geschah am 20. Dezember. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.

...1994: Intel gibt nach: Der Hersteller ruft am 20. Dezember 1994 alle bislang ausgelieferten Pentium-Prozessoren - man spricht von 6 Millionen Stück - zurück und bietet den kostenlosen Austausch an. Wegen eines Fehlers in der Gleitkomma-Einheit, dem berüchtigten "Pentium-FDIV-Bug", kann es unter Umständen zu Rechenfehlern kommen, weshalb Intel viel Kritik auf sich zog und IBM zeitweise den Verkauf von Pentium-basierten PCs aussetzte. Mit dem teuren Rückruf aller bis dato produzierten Pentium-Prozessoren schafft Intel es, das ramponierte Image bald wieder aufzubessern - der gerade erst aufwendig eingeführte Markenname Pentium ist gerettet.

...1996: Es ist die Rettung für den angeschlagenen Computerpionier: Am 20. Dezember 1996 verkündet Apple den Kauf der Firma Next für etwa 425 Millionen US-Dollar. Das von Apple-Mitgründer Steve Jobs nach seinem Ausstieg ins Leben gerufene Unternehmen entwickelt - mit mäßigem Erfolg - technisch fortschrittliche Computer und das passende Next-Betriebssystem, das auf Unix basiert und eine moderne grafische Oberfläche bietet. Apple selbst braucht dringend ein neues Betriebssystem für die Macintosh-Computer und sieht sich nicht in der Lage, dieses selbst zu entwickeln. Viele Alternativen werden intern diskutiert: Sun Solaris, BeOS (für die meisten der Favorit), sogar Microsofts Windows NT - und eben Next. Mit der Übernahme dieser Firma ist die Frage geklärt, das kommende Mac OS X wird auf Next und damit auf Unix basieren. Zugleich gewinnt Apple Steve Jobs zurück, wenn auch zunächst nur als Berater - erst Jahre später wird er wieder zum CEO und macht aus dem einst von der Pleite bedrohten Unternehmen eines der profitabelsten der Welt.

Weitere Informationen
"Steve Jobs, mach Apple dicht!"

… 2004: EA kündigt an diesem Tage an, knapp 20 Prozent der Aktien von Konkurrent Ubisoft übernehmen zu wollen.

… 2005: Ati präsentiert an diesem 20. Dezember offiziell die Crossfire-Edition der technisch fortschrittlichen X1800 XT. Mithilfe externer Verkabelung kann die aufwendige Crossfire-Edition mit einer normalen X1800 XT gekoppelt werden, sodass beide Karten an der Bildberechnung für Spiele mitwirken. Da jedoch bereits wenige Wochen später der Nachfolger, die X1900-Reihe, vorgestellt wird, hält sich das Interesse an diesem dynamischen Duo verständlicherweise in Grenzen.

… 2011: AMDs "Future is Fusion" - so trommelte der texanische CPU-Macher seit der Übernahme des Grafikchip- und -kartenherstellers Ati im Jahre 2006. Gemeint war damit die Verschmelzung zwischen Haupt- und Grafikprozessor. In der Tat demonstrierte AMD damit öffentlich einigen Weitblick, den andere Firmen nicht mit so breiter Brust vor sich hertrugen. Und auch wenn man wegen Markeneintragungen Fusion in HSA umbenennen musste, kamen im Januar 2011 mit Ontario und Zacate auf Brazos-Basis die ersten Produkte dieser Ehe auf den Markt: APUs, Accelerated Processing Units mit Grafikeinheit im Chip (anstelle des Chipsatzes) waren zunächst jedoch auf den ultramobilen Bereich beschränkt. Mit Llano oder der A-Serie, brachte AMD dann auch leistungsfähige Vierkern-Prozessoren mit im integrierten Bereich bis dahin ungeschlagener Grafikperformance zunächst auf den mobilen Markt. Am heutigen 20. Dezember kommt das Llano-Update mit den schlicht höher taktenden APUs A8-3820, A6-3620 und A4-3420 sowie zwei Modellen mit offenem Multiplikator A8-3870K und A6-3670K, was speziell Übertaktern das Leben vereinfacht.

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DoctorChandra
        Wenn der FDIV Bug doch bloß der Einzige gewesen wäre ...

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      • Von olletsag
        AW: Vom Pentium-Rückruf und Apples Wiedergeburt (PCGH Retro 20. Dezember)

        Zitat von DAEF13
        Als Beispiel nehm' ich jetzt mal meinen 3 Jahre alten Nano 3G.
        Man will es kaum glauben, aber ich habe einen Nano Gen2 (2GB) der ist 12 Jahre alt und das Ding funktioniert noch wie am ersten Tag. Geschenkt hat ihn mir meine Frau (da ich eigentlich kein Apfelvergötterer bin). Beim Joggen ist das Ding mittlerweile nicht mehr wegzudenken oder ersetzbar. Klein, leicht, mit Display, einfache Bedienung. Ich wunder mich ehrlicherweise, wie lange die kleine Kiste noch durchhalten will. Ist noch Steve Jobs Verdienst. Der hat zwar auch gehypt, aber da muss man ehrlicherweise zugeben, dass es sein Geld noch wert war. Fehlerfreie Funktionweise und lange Haltbarkeit inbegriffen, wenn man damit respektvoll umgeht.

        Heute bewundern mich einige für die kleine Kiste und haben schon gehörig was geboten - Retroeffekt bei den Applejüngern!
      • Von Kondar Volt-Modder(in)
        AW: Vom Pentium-Rückruf und Apples Wiedergeburt (PCGH Retro 20. Dezember)

        Zitat von floppyexe
        Die Dinger werden weltweit gekauft. Alle Produkte der Firma Apple gehen weg wie warme Semmeln. Nur in Deutschland nicht. Denn hier ist je bekanntlich Geiz geil und billig gut. Das ist unsere Mentalität.
        ...die andere Hälfte (?) will Qualität/sich-nicht-bevormunden-lassen.
        Alles Gründe gegen Apple (ja hatte auch mal ein Mac mini)

        Zitat
        2004: EA kündigt an diesem Tage an, knapp 20 Prozent der Aktien von Konkurrent Ubisoft übernehmen zu wollen
        Ein Update dazu wäre toll. Hat das geklappt? wurden das ggf. sogar mehr %? Wie ist der akt (2017) Stand?
      • Von snuffkin Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Vom Pentium-Rückruf und Apples Wiedergeburt (PCGH Retro 20. Dezember)

        Das denke ich auch....
        In Deutschland sind die ( zumindest die meisten ) Menschen kritischer und wollen nicht Mondpreise für normale Hardware bezahlen. Zumal Apple ihre Kunden mit unverschämten Einschränkungen gängelt ( Bluetooth nur mit Apple-Geräten, Software nur über Apple-Shops usw. und so fort ).
        Zu mal für die meisten Anwendungen reicht durchschnittliche Hardware zu vernünftigen Preisen aus. Ich bin auch nicht bereit für ein Handy, was man noch nicht einmal erweitern kann ( Speicher ) exorbitante Preise zu zahlen.
        Leider gibt es auch viele technische Laien, die dieses Ding als Statussymbol verstehen und die technischen Funktionen in den meisten Fällen gar nicht verstehen. Selbst in meinen Bekanntenkreis sind solche "Musterexemplare" die das Ding gekauft haben , nur weil es andere auch haben.....
      • Von purzelpaule Software-Overclocker(in)
        AW: Vom Pentium-Rückruf und Apples Wiedergeburt (PCGH Retro 20. Dezember)

        Zitat von floppyexe
        Die Dinger werden weltweit gekauft. Alle Produkte der Firma Apple gehen weg wie warme Semmeln. Nur in Deutschland nicht. Denn hier ist je bekanntlich Geiz geil und billig gut. Das ist unsere Mentalität.
        Ich denke, die Menschen in Deutschland sind einfach skeptischer und wägen mehr ab. Die Zeiten in denen Apple-Produkte klar überlegen sind, sind vorbei. Es gibt diverse gleichwertige Alternativen zu günstigeren Preisen. Und mal ganz ehrlich, die Leistung der Oberklasse-Smartphones benötigt kaum ein Mensch. Da gehts doch eher um Prestige. Die meisten nutzen Whattsapp, Facebook und Kamera. Das kann man genauso gut mit günstigeren Geräten nutzen. Mmn gibt es viel zu viele Menschen, die dem Wahn "immer schneller immer besser" blind hinterher laufen. Es gibt wichtigere Dinge im Leben.
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