Nach fast 60 Jahren: Der Retro-Computer DEC PDP-10 ist wieder da - als Nachbau
Fast 60 Jahre nach seinem Release kehrt der Retro-Computer DEC PDP-10 als PiDP-10 zurück. Im Gegensatz zu damals muss man für die Unterbringung heute aber keinen ganzen Raum mehr opfern.
Erst nach der Entwicklung der ersten Mikroprozessoren gelang dem PC als Endkundengerät der große Durchbruch. Doch schon vorher war man bemüht, die damals noch oft raumgroßen Computer immer weiter zu verbessern. Das mündete unter anderem in Geräten wie dem 1966 von DEC veröffentlichten PDP-10: Einem 36-Bit-Rechner, dessen Rechenwerke noch nicht auf einem Chip gefertigt, sondern aus einzelnen Transistoren auf Leiterbahnen aufgebaut wurden.
PiDP-10 - Nachbau mit Emulator
Heutzutage hat der PDP-10 seine Relevanz natürlich längst verloren. Damals war der Computer aber durchaus wichtig. Ein solches Modell kam beispielsweise am MIT zum Einsatz und diente dort als digitaler Treffpunkt für die noch junge Hacker-Kultur. Nachdem er zuvor bereits Nachbauten des PDP-8 und des PDP-11 entwickelt hat, bietet der Niederländer Oscar Vermeulen deshalb nun auch einen Nachbau des PDP-10 an - den PiDP-10.
Quelle: Obsolence.dev
Der PiDP-10 ist deutlich kleiner als das Original - er besteht nur aus dem Eingabemodul.
Quelle: Obsolence.dev
Innen ist ein Raspberry Pi verbaut, der den Emulator ausführt.
Wie es der Name bereits verrät, kommt dabei nicht die kostspielige Originalhardware zum Einsatz, sondern ein Raspberry Pi. Ergänzt wird dieser um das vom PDP-10 bekannte Eingabemodul. Gewissermaßen ist der PiDP-10 also nicht mehr als ein Gehäuse-Bausatz, denn die passende Software gibt es schon länger. Mit dem History Simulator (SIMH) kann das alte Rechenwerk simuliert und entsprechende Software ausgeführt werden. Alternativ dazu wird bereits an einer FPGA-Integration gearbeitet, um die alten Schaltungen tatsächlich nachbilden zu können.
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Bei Retro-Fans waren die bisherigen Nachbauten alter DEC-Computer offenbar beliebt - laut Vermeulen hat er inzwischen mehr als 12.000 Kits verkauft. Mit dem PiDP-10 gelingen dann möglicherweise die nächsten paar Tausend Verkäufe, auch wenn Kunden dafür recht tief in die Tasche greifen müssen. Als Kit kostet der Retro-Computer 370 US-Dollar. Wenn er bereits aufgebaut sein soll, werden hingegen 495 US-Dollar fällig.
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Quelle: Obsolescence Guaranteed via The Guardian
Danke für den Zaunpfahl, war dort schon ewig nimma.
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Großanlagen waren aber natürlich eindrucksvoller und scheinbar entsprechend beliebter:
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