Nach fast 60 Jahren: Der Retro-Computer DEC PDP-10 ist wieder da - als Nachbau

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Nach fast 60 Jahren: Der Retro-Computer DEC PDP-10 ist wieder da - als Nachbau
Quelle: Wikimedia (Nutzer: Gah4, Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Fast 60 Jahre nach seinem Release kehrt der Retro-Computer DEC PDP-10 als PiDP-10 zurück. Im Gegensatz zu damals muss man für die Unterbringung heute aber keinen ganzen Raum mehr opfern.

Erst nach der Entwicklung der ersten Mikroprozessoren gelang dem PC als Endkundengerät der große Durchbruch. Doch schon vorher war man bemüht, die damals noch oft raumgroßen Computer immer weiter zu verbessern. Das mündete unter anderem in Geräten wie dem 1966 von DEC veröffentlichten PDP-10: Einem 36-Bit-Rechner, dessen Rechenwerke noch nicht auf einem Chip gefertigt, sondern aus einzelnen Transistoren auf Leiterbahnen aufgebaut wurden.

PiDP-10 - Nachbau mit Emulator

Heutzutage hat der PDP-10 seine Relevanz natürlich längst verloren. Damals war der Computer aber durchaus wichtig. Ein solches Modell kam beispielsweise am MIT zum Einsatz und diente dort als digitaler Treffpunkt für die noch junge Hacker-Kultur. Nachdem er zuvor bereits Nachbauten des PDP-8 und des PDP-11 entwickelt hat, bietet der Niederländer Oscar Vermeulen deshalb nun auch einen Nachbau des PDP-10 an - den PiDP-10.

Der PiDP-10 ist deutlich kleiner als das Original - er besteht nur aus dem Eingabemodul. Quelle: Obsolence.dev Der PiDP-10 ist deutlich kleiner als das Original - er besteht nur aus dem Eingabemodul. Innen ist ein Raspberry Pi verbaut, der den Emulator ausführt. Quelle: Obsolence.dev Innen ist ein Raspberry Pi verbaut, der den Emulator ausführt. Wie es der Name bereits verrät, kommt dabei nicht die kostspielige Originalhardware zum Einsatz, sondern ein Raspberry Pi. Ergänzt wird dieser um das vom PDP-10 bekannte Eingabemodul. Gewissermaßen ist der PiDP-10 also nicht mehr als ein Gehäuse-Bausatz, denn die passende Software gibt es schon länger. Mit dem History Simulator (SIMH) kann das alte Rechenwerk simuliert und entsprechende Software ausgeführt werden. Alternativ dazu wird bereits an einer FPGA-Integration gearbeitet, um die alten Schaltungen tatsächlich nachbilden zu können.

Auch interessant: Mario Builder 64: Fans veröffentlichen Baukasten für den Retro-Titel

Bei Retro-Fans waren die bisherigen Nachbauten alter DEC-Computer offenbar beliebt - laut Vermeulen hat er inzwischen mehr als 12.000 Kits verkauft. Mit dem PiDP-10 gelingen dann möglicherweise die nächsten paar Tausend Verkäufe, auch wenn Kunden dafür recht tief in die Tasche greifen müssen. Als Kit kostet der Retro-Computer 370 US-Dollar. Wenn er bereits aufgebaut sein soll, werden hingegen 495 US-Dollar fällig.

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Quelle: Obsolescence Guaranteed via The Guardian

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    • Kommentare (9)

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      • Von xxxxx1 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Lexx
        Jaaa, die Seite ist klasse.
        Hab auf den Link geklickt und wußte nicht mehr was ich tat. War von dem " Agamemnon's computer system" noch schwerst aussem seelischen und geistigen Gleichgewicht gekommen.
      • Von xxxxx1 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Lexx
        Jaaa, die Seite ist klasse.
        Hab auf den Link geklickt und wußte nicht mehr was ich tat. War von dem " Agamemnon's computer system" noch schwerst aussem seelischen und geistigen Gleichgewicht gekommen.
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von xxxxx1
        und das 12-Zylinder-Notstromaggregat.
        Wieviele Millionen Raspberry Pis willst damit antreiben?
      • Von xxxxx1 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Lexx
        Danke für den Zaunpfahl
        und das 12-Zylinder-Notstromaggregat.
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        Jaaa, die Seite ist klasse.
        Danke für den Zaunpfahl, war dort schon ewig nimma.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Lexx
        Eher 2001 oder Dark Star
        Mini- und Kleincomputer wurden tatsächlich bis weit in die 80er rein regelmäßig als Filmrequisiten genutzt. Die breite Masse hatte keine Ahnung, wie die Technik genau aussah und konnte somit einem Kabinett dessen Alter nicht ansehen. Aber zumindest alles, was bunte Lämpchen mit dran hatte oder, gerade anfangs, sichtbare Laufwerkskomponenten, schrie ohne Zweifel "großer Computer" und konnte flexibel im Hintergrund aufgestellt wurden. Da die Technik damals enorm schnell voranschritt, müssen alte, echte Rechner für die Studios teils billiger gewesen sein als ein Imitat mit gesteuerter Beleuchtung selbst zu schreinern. So sieht man in einigen Filmen echte Hardware. PCP-10 kann ich spontan nicht finden, aber hier mal eine ergoogelte Liste mit Auftritten des PDP-11-Minicomputers. (Es gibt wirklich für alles irgendwen, der es zusammensammelt. )
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        Großanlagen waren aber natürlich eindrucksvoller und scheinbar entsprechend beliebter:
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