IBM-Forscher setzen bei der Chipentwicklung auf Lichtwellenleiter statt Kupfer
Quelle: (Bild: IBM)
Die Rechenpower heutiger Supercomputer könnte bald in einem Notebook stecken, falls IBM seine am Diebstag vorgestellten Forschungsergebnisse zur Marktreife bringen kann. Statt Elektrizität sollen Lichtimpulse die Datenübertragung zwischen einzelnen Rechenkernen übernehmen und diese um ein hundertfaches beschleunigen. In jedem Kern soll dabei ein Modulator sitzen, der das Licht in Impulse wandelt, die dann über die optischen Fasern zu den anderen Kernen übertragen werden.
"Die Silicon Nanophotonics getaufte Technologie ersetzt dabei einige der Leitungen eines Chips durch winzige Glasfaserleitungen, auf denen dann die Daten per Lichtimpuls wesentlich schneller und außerdem stromsparender zwischen den einzelnen Rechenkernen übertragen werden," sagte IBM-Wissenschaftler Will Green. "Die Technologie, die eine Reichweite von einigen Zentimetern hat, kann Daten etwa hundert mal schneller als elektrischer Strom übertragen und benötigt dabei lediglich ein Zehntel der Leistung," fügte Green noch hinzu.
Dennoch wird es sicherlich noch etwa zehn bis zwölf Jahre dauern bis die Silicon-Nanophotonics-Technologie wirklich in Chips eingesetzt werden kann. Und auch wenn die Glasfasern was die Datenübertragung angeht einige große Vorteile gegenüber Kupferleitungen haben, werden diese für die Verbindung der einzelnen Transistoren, aus denen die Rechenkerne bestehen, weiterhin unerlässlich sein. "Wir ergänzen lediglich die Eigenschaften von Kupfer mit unserer optischen Technologie," meinte Green.