Der erste richtige Ego-Shooter und der erste digitale Spielecomputer (PCGH-Retro, 05. Mai)

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Der erste richtige Ego-Shooter und der erste digitale Spielecomputer (PCGH-Retro, 05. Mai)
Quelle: Activision

Id Software bringt den ersten 'richtigen' Ego-Shooter und in Großbritannien kommt der erste Spielecomputer - das geschah am 5. Mai. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.

...1951: Nimrod - wer nun den Jäger aus der nordischen Sagenwelt vermutet, liegt in diesem Falle nicht ganz richtig. Denn Nimrod war ein Computer, welcher im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen keine ballistischen Flugbahnen für Artilleriegranaten und ähnliches ausrechnen sollte. Nein, laut Internet-Weisheit soll es der erste digitale Computer gewesen sein, welcher nur zum Spielen gebaut worden ist - und, da er sowohl auf der Technikausstellung im Rahmen des Britain Festival als auch später in West-Berlin gezeigt wurde, wohl auch, um die dahinter stehende Technik einem breiteren Publikum vorzustellen. Das Spiel, welches Nimrod "konnte", war Nim.

...1992: Das Spiel, das an diesem 5. Mai für den PC erscheint, ist nicht der erste Ego-Shooter. Doch es ist das Spiel, das dieses Spielprinzip perfektioniert und als Genre etabliert - und damit einen wichtigen Trend setzt, der die Spielelandschaft für immer verändert.

Der erste erfolgreiche 3D-Shooter von id Software spielt in einer Hochburg der Nazis im Zweiten Weltkrieg, durch die sich der Protagonist mit diversen Schusswaffen kämpfen muss - ein simples, aber unglaublich fesselndes Prinzip mit zu dieser Zeit revolutionärer Pseudo-3D-Grafik. Wegen der unvermeidlichen NS-Symbolik wird das Spiel zwar in Deutschland beschlagnahmt, doch das ändert nichts daran, dass vor allem die eingeschränkte, aber dafür kostenlose Shareware-Version auch hierzulande ihren Weg auf viele PCs findet. Denn neben dem Ego-Shooter macht id Software an diesem Tag noch etwas salonfähig: die Verbreitung von kostenlosen Spiel-Demos über BBS-Server, eine frühe Form des Online-Vertriebs.

...2006: Optik und Akustik hatten PC-Spiele weitgehend gemeistert und konnten eine für spielbelange überzeugende Stimulation dieser beiden Sinne erreichen. Doch eines war in vielen Spielen noch problematisch: Das Echtheitsgefühl, was physikalische Vorgänge und Interaktionen anging. Ein kleines Startup wollte mit einem programmierbaren VLIW-Prozessor samt einiger zugehöriger Physikbibliotheken etwas ändern. Ageia hieß die Firma und Physx nannten sie ihre Technik. An diesem 5. Mai bringt die Firma die nach CPU, GPU und SPU die nächste Prozessoreinheit auf den (Retail)Markt: die PPU, wie Physx Processing Unit abgekürzt wird. Doch deren Leben währt nicht lange - obwohl oder gerade weil das Einstandsspiel (eher eine Demo) namens Cellfactor durchaus effektvoll mit der Physik umzugehen wusste. Angepasste Level für UT3 sowie die Mod Warmonger folgten, bis Nvidia sich die Technologie durch Aufkauf der kompletten Firma sicherte und die Bibliotheken zur Ausführung auf ihren Geforce-Karten der 8er-Reihe und neuer anpasste.

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    • Kommentare (98)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von shaboo BIOS-Overclocker(in)
        Das finde ich auch, aber die hat meiner Meinung nach andere Gründe. Kinder und Jugendliche haben auch früher schon "Cowboy und Indianer" oder Ego-Shooter am Computer gespielt, ohne dass sie deshalb gleich verroht wären, aber seitdem hat sich vieles geändert: Ob nun die "Sozialen" Netzwerke mit ihren teils fatalen Einflüssen, Eltern, denen ständig eingetrichtert wird, Bruttosozialproduktvermehrung und "Wohlstand" (wie ungleich auch immer er verteilt sein mag) seien wichtiger als Zeit mit den eigenen Kindern zu verbringen, oder eine Politik - gerade unserer ach so "christlichen" Parteien - die Gesellschaft zunehmend mehr spaltet und Gruppen gegeneinander ausspielt, anstatt Brücken zu bauen und zu einen. Schau dir einfach mal das Menschenbild unseres Kanzlers an: "Leistungsträger" sind reiche Erben und die mit einem sechsstelligen Jahresgehalt; alle anderen sind Pöbel und Schmarotzer, die gefälligst geknechtet gehören. Wer so was propagiert, der bringt in allen Menschen nur das Schlechteste hervor.
      • Von shaboo BIOS-Overclocker(in)
        Das finde ich auch, aber die hat meiner Meinung nach andere Gründe. Kinder und Jugendliche haben auch früher schon "Cowboy und Indianer" oder Ego-Shooter am Computer gespielt, ohne dass sie deshalb gleich verroht wären, aber seitdem hat sich vieles geändert: Ob nun die "Sozialen" Netzwerke mit ihren teils fatalen Einflüssen, Eltern, denen ständig eingetrichtert wird, Bruttosozialproduktvermehrung und "Wohlstand" (wie ungleich auch immer er verteilt sein mag) seien wichtiger als Zeit mit den eigenen Kindern zu verbringen, oder eine Politik - gerade unserer ach so "christlichen" Parteien - die Gesellschaft zunehmend mehr spaltet und Gruppen gegeneinander ausspielt, anstatt Brücken zu bauen und zu einen. Schau dir einfach mal das Menschenbild unseres Kanzlers an: "Leistungsträger" sind reiche Erben und die mit einem sechsstelligen Jahresgehalt; alle anderen sind Pöbel und Schmarotzer, die gefälligst geknechtet gehören. Wer so was propagiert, der bringt in allen Menschen nur das Schlechteste hervor.
      • Von ParrotHH Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von shaboo
        Die Schwelle bei Gewalt liegt deutlich höher als früher Im Großen und Ganzen ist das eine sehr positive Entwicklung
        Weiß nich...

        Ich finde die Verrohung der Gesellschaft, die sich in allen möglichen Aspekten manifestiert, sogar ein erhebliches Problem!
      • Von shaboo BIOS-Overclocker(in)
        Früher habe ich auch regelmäßig Indiziertes aus UK oder US importiert, aber heutzutage gibt's dafür eigentlich keinen Grund mehr. Die Schwelle bei Gewalt liegt deutlich höher als früher und selbst die Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole ist mittlerweile kein Problem mehr, sofern dies in einem akzeptablen Kontext geschieht. Im Großen und Ganzen ist das eine sehr positive Entwicklung, schließlich lässt man sich als erwachsener Spieler ungerne unnötig bevormunden.
      • Von JanJake BIOS-Overclocker(in)
        Zum Glück hat sich in den letzten Jahren einiges geändert und das Originale Wolfenstein 3D ist vom Index.

        Am ende sind es nur games, egal um was es geht. Daher importiere ich mir auch was mir gefällt, BPJM ist eben in der heutigen Zeit auch völlig sinnbefreit.
      • Von Scandro1d Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Farmerbob
        Ist das eigentlich immer noch ein Name den man nicht sagen darf?
        Oder gelten Spiele mittlerweile auch als Kunst, so wie jeder drittklassige Film.
        Computerspiele sind Kulturgut und eine eigenständige Kunstform. Vor mehr als zehn Jahren – mit dem Aufkommen von inhaltlich anspruchsvollen Independent-Spielen, die auch politische und soziale Themen in den Blick nahmen – bekamen sie den offiziellen Ritterschlag. Dennoch: So richtig auf Augenhöhe mit Film oder Literatur haben sie es trotzdem nicht geschafft, oft gelten sie immer noch als schmuddeliges, aus der Art gefallenes Geschwisterkind anderer Kunstgattungen.

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