Das Ende der Web-Portale und der Anfang von Transmeta (PCGH-Retro, 19. Januar)
Das Ende der Web-Portale und der Anfang von Transmeta mit dem Crusoe - das geschah am 19. Januar. Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
...1999: Der Internetprovider @Home gibt am 19. Januar 1999 die Übernahme des Web-Portals Excite.com bekannt, der neue Name der Seite lautet Excite@Home. Der Kaufpreis beträgt sagenhafte 6,7 Milliarden US-Dollar, das ist weit mehr als der aktuelle Börsenwert - und das für ein Unternehmen, das im letzten Quartal ganze 44 Millionen Dollar Umsatz und nicht einmal Gewinne erwirtschaftete. Es ist eines der größten Geschäfte im jungen Internetzeitalter und zeigt deutlich die Ausmaße der "Dot-Com-Blase", die im folgenden Jahr platzt - auch mit Folgen für das Portal: Excite@Home ist Ende 2001 Bankrott, die Seite Excite.com wird an Infospace weiterverkauft: für ganze 10 Millionen Dollar. Die große Zeit der Web-Portale, die alle möglichen Arten von Nachrichten und Diensten auf einmal bereitstellen und sich vom Nutzer personalisieren lassen, ist damit vorbei - so richtig begonnen hatte sie aber eigentlich nie.
...2000: Auch wenn am heutigen Tage im Jahr 2000 ein Mittwoch und kein Freitag ist, gab die Firma Transmeta ihrer Firmenwebseite grünes Licht und aus einer kryptischen, im HTML-Code verborgenen Ankündigung wurde Gewißheit: Ein weiterer x86-Prozessor sollte das Licht der Welt erblicken. Sein Name: Crusoe und genau genommen war er gar kein richtiger x86er, sondern eine VLIW-Maschine mit einer Befehlswortbreite von 128 Bit. Erst die ebenfalls von Transmeta entwickelte Codemorphing-Software stellte x86-Kompatibilität her. Ziel des Aufwands: Strom sparen, denn Crusoe war für mobile Geräte wie Notebooks gedacht, aber auch für sparsame Thin Clients und kam später sogar in einigen Blade-Servern zum Einsatz. Allerdings lief durchaus nicht jedes x86-Programm auf der CPU, einige der Problemefälle konnten durch Software-Updates kuriert werden.
Doch obwohl Crusoe sehr stromsparend arbeitete, war dem Produkt kaum Erfolg beschieden. Transmeta hielt sich daher unter anderem mit Lizenzabkommen für ihre Stromspartechniken wie LongRun über Wasser bis nach der Übernahme durch die Firma Novafora im Januar 2009 mit deren Aus im Spätsommer desselben Jahres auch das Ende von Transmeta gekommen war. Viele ehemalige Transmeta-Ingenieure gehen übrigens zu Nvidia, die zu dieser Zeit gerade massiv in die SoCs der Tegra-Reihe investieren.
Weitere Informationen
• Der Beginn der Dot-Com-Ära
• Nachrichten-Seiten wuchsen 2009 kräftig
Gute Idee, schlecht umgesetzt.
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Wer solches Unwissen hervorbringt, hat sicher nie eine
Auch der Transmeta war ein guter Ansatz, viele Ideen sind da sicher nach AMD/ Intel übergegangen.
Aber gegen ein eingeschliffenes Prozessorkonzept wie X86 ist es sehr schwer anzukommen.
Auch Nvidia hat sich an LongRun eingekauft.
Wer weiß, woher die Sprünge in der Leistungsreduzierung der aktuellen GTX kommen?
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3dfx waren diejenigen die Grafikbeschleuniger/3D Karten zur Massenware gemacht haben. Wir wären heute noch bei weitem nicht so weit ohne 3dfx.
Transmeta war niemals Marktführer noch haben sie mit ihren Innovationen eine ganze Hardware und Spielelandschaft verändert.
Obwohl ich zugeben muss, dass der Transmeta Ansatz bis heute interessant ist und sogar erstaunlich konkurrenzfähig war, gerade in der 2. Version.
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