Udoo Bolt: Einplatinen-PC mit Raven-Ridge-APU geht bei Kickstarter durch die Decke

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Udoo Bolt: Einplatinen-PC mit Raven-Ridge-APU geht bei Kickstarter durch die Decke
Quelle: Udoo

Udoo hat den Einplatinen-Computer Bolt vorgestellt, der die ultimative Maker-Erfahrung bieten soll. Das Herzstück bilden AMDs Raven-Ridge-APUs in Form eines Ryzen Embedded V1605B oder V1202B samt Zen-CPU-Kernen und Vega-GPUs. Ein zusätzlicher Mikro-Controller gewährleistet eine Arduino-Kompatibilität. Auf Kickstarter wurde das Finanzierungsziel von 100.000 US-Dollar bereits überflügelt.

Einplatinen-Computer fallen normalerweise recht leistungsschwach aus. Modelle wie die Raspberry-Pi-Platinen sollen vor allem die Anschlüsse bereitstellen und mit einfachen Programmen umgehen können. Udoo, eine Kooperation der beiden Unternehmen Seco und Aidilab, möchte mit dem Bolt eine High-End-Variante anbieten, die auf AMDs Raven-Ridge-APU setzt. Diese bietet sich an, weil sie als System on a Chip (SoC) einen Prozessor, eine Grafikeinheit und I/O-Anschlüsse miteinander vereint.

Udoo nutzt AMDs fest verlötete Embedded-APUs im BGA-Package. Die teurere v8-Variante kommt mit einem Ryzen Embedded V1605B daher, der dem mobilen Ryzen 5 2500U mit vier Zen-Kernen plus SMT (8 Threads), einem CPU-Takt von 2,0 bis 3,6 GHz sowie einer Vega-8-iGPU (512 Shader) entspricht. Der Ryzen Embed V1202B in der kleineren Konfiguration ist schon deutlich stärker beschnitten mit zwei Zen-Kernen plus SMT (4 Threads), 2,3 bis 3,2 GHz CPU-Takt und einer Vega-3-iGPU (192 Shader) - er entspricht damit einem Ryzen 3 2200U. Gekühlt werden die APUs aktiv mit einem kleinen Aluminiumstrangkühlkörper und Axiallüfter. Für Arbeitsspeicher stehen zwei SO-DIMM-Bänke zur Verfügung, die nach AMDs Vorgaben bis DDR4-2400 inklusive ECC-Unterstützung spezifiziert sind.

Als I/O-Anschlüsse stellt Udoo eine ganze Armada bereit, die direkt mit der APU verbunden wird: 2 × HDMI 2.0, je 2 × USB 3.1 Typ C (inklusive Displayport-Alternate-Mode) und USB 3.0 Typ A, 1 × SATA 6 Gbit/s, je 1 × M.2 M-Key (PCI-E 3.0 x4), M.2 B-Key (PCI-E 3.0 x2) und M.2 E-Key (vmtl. PCI-E 3.0 x2) sowie 1 × Gigabit-Ethernet. Ab Werk verlötet Udoo ein 32 Gigabyte großes eMMC-Flash-Modul als Massenspeicher, Nutzer können aber auch M.2-NVMe-SSDs einsetzen. Ein Zusatz-Controller des Typs Atmega 32U4 von Microchip wird per USB angebunden und soll die Ryzen-APUs auf Wunsch schlafen legen beziehungsweise aufwecken können. Er stellt das zu Arduino kompatible Pin-Out sowie drei Grove-Anschlüsse zur Verfügung. Die Platine misst insgesamt 120 × 120 mm.

Den Bolt v3 mit einem Ryzen Embedded V1202B gibt es im Early Bird für 229 US-Dollar, ansonsten für 249 USD. Der stärkere Bolt v8 kostet 309 USD. Udoo bietet darüber hinaus verschiedene Kits an, denen RAM, ein ac-WLAN-Modul, Netzteil und/oder ein Stahlgehäuse beiliegen. Ein vollausgestatteter Bolt v8 mit 32 GiByte DDR4-RAM kostet 729 USD. Umgerechnet gut 86.000 Euro wollte das Unternehmen zur Finanzierung über Kickstarter einnehmen - zurzeit steht die Kampagne bei fast 400.000 Euro. Da Udoo über Seco neben einer US-Niederlassung auch eine in Italien hat, sollten die Einplatinen-Computer theoretisch ohne Importkosten verschickt werden können.

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    • Kommentare (24)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MG42 Software-Overclocker(in)
        Der große Flaschenhals dieses Systems ist der VRAM; DDR4... shared memory hatten nicht alte AM3/2 Boards damals nicht schon (780G) noch einen dedizierten 128/256 MiB VRAM

        Hätten die wenigstens noch einen dedizierten GDDR 4/5 mitverbaut; wenigstens 512 MiB /1 oder 2 GiB.
      • Von MG42 Software-Overclocker(in)
        Der große Flaschenhals dieses Systems ist der VRAM; DDR4... shared memory hatten nicht alte AM3/2 Boards damals nicht schon (780G) noch einen dedizierten 128/256 MiB VRAM

        Hätten die wenigstens noch einen dedizierten GDDR 4/5 mitverbaut; wenigstens 512 MiB /1 oder 2 GiB.
      • Von XXTREME Lötkolbengott/-göttin
        Grafiktechnisch etwa GTX 750 Leistung ergo unterhalb der aktuellen Konsolen .
      • Von Schaffe89
        Zitat von Arkintosz
        Die Chips von Xbox One und PS4 haben ca. 1,3 bis 1,8 TFLOPS. Die Raven Ridge-IGPs sind definitiv etwa auf dem gleichen Niveau,
        Wie gesagt fehlt da Leistungstechnisch ein großes Stück, man erreicht nicht die Leistung einer GT1030 und die ist schon deutlich hinter einer 7870.
      • Von Muxxer Freizeitschrauber(in)
        Endlich ne AMD NUC, schade das andere hersteller das APU-Geschäft mit AMD Hardware so verpennen, ne NUC mit 2200g wär ja was, glaub das ich sxhon gefühlt 200 anfragen
        nach sowas hatte. Kodi + EMU + Controller und man hat schon ein recht solides Spasssystem mit Multimediaunterstützung
      • Von Arkintosz
        Zitat von Schaffe89
        Die integrierte Grafik von Raven Ridge ist meiner Ansicht nach niemals so schnell wie der Grafikchip in der PS4.
        Der liegt zwischen Radeon 7850 und Radeon 7870, also etwa gut 50% schneller als die APU.
        Die Chips von Xbox One und PS4 haben ca. 1,3 bis 1,8 TFLOPS. Die Raven Ridge-IGPs sind definitiv etwa auf dem gleichen Niveau, wenn etwas in der Praxis bremst, kann das nur der langsamere Speicher sein. Ich habe selbst einen 2400G im HTPC und kann damit jedes Spiel, was ich bisher getestet habe, in 1080p mit ca. 30 FPS zocken. Man muss zwar manche Regler runterschrauben, andere wie Texturen gehen wegen des immerhin ca. 4GiB großen VRAMs dafür aber auch höher als bei Konsolen (die in der Regel auch höchstens mittlere Einstellungen im Vergleich mit dem PC haben).
        Natürlich muss man jetzt bedenken, dass der Prozessor hier die abgespeckte embedded - Version mit ca. 25% weniger Shadern ist. Aber rein technisch ist zumindest der IGP selbst immernoch am unteren Ende des Leistungsbereichs der genannten Konsolen.
      Direkt zum Diskussionsende
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