AMD Ryzen 7 3700U: Picasso-APU zeigt sich in Benchmark-Datenbanken
In den Benchmark-Datenbanken von Sisoftware Sandra und Userbenchmark ist AMDs mutmaßlicher Ryzen 7 3700U aufgetaucht. Der Codename Picasso, Raven Ridges Nachfolger, wird explizit genannt. Oberflächlich ändere sich an den Spezifikationen gegenüber dem Ryzen 7 2700U nichts, dank eines 12-nm-Refreshs könnte die APU aber effizienter arbeiten.
Offiziell hat sich AMD noch nicht zu einem Nachfolger der Raven-Ridge -APUs geäußert, geleakte Roadmaps nannten allerdings schon vor über einem Jahr Picasso als zweite Generation (damals noch von uns als zweifelhaft erachtet). Da der Chiphersteller den Server- und den High-End-Desktop-Markt im Falle der Zen-Prozessoren priorisiert und die APUs dementsprechend das Schlusslicht einer Generation darstellen, ist ein 12-nm-Refresh wie bei Pinnacle Ridge (und der Radeon RX 590) wahrscheinlich - für eine Zen-2-basierte APU wäre es jetzt viel zu früh.
Picasso-APU Ryzen 7 3700U als Refresh?
Diese Annahme untermauern neue Einträge in den Benchmark-Datenbanken von Sisoftware Sandra und Userbenchmark (via videocardz.com). Dort lässt sich ein Vorserienprozessor mit dem Code ZM370SC4T4MFG_38/22_Y finden. Das "Z" sollte weiterhin für den Status Qualification Sample stehen. Das "M" wie in Mobile und die "370" weisen auf den finalen Produktnamen Ryzen 7 3700U hin. Die beiden Zahlen am Ende signalisieren üblicherweise den maximalen Boost- und den Basistakt, was hier eine Frequenz von 2,2 bis 3,8 GHz ergäbe. Explizit genannt werden vier CPU -Kerne mit SMT (acht Threads), 512 KiByte L2-Cache pro Rechenherz und insgesamt 4 MiByte L3-Cache sowie eine Vega-10-Grafikeinheit - soweit also keine Unterschiede zum Ryzen 7 2700U. Zum Einsatz komme die von Raven Ridge bekannte Mandolin-Plattform. Der markanteste Unterschied: Die Vega-GPU liest Userbenchmark als "Picasso Graphics" aus.
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Raven Ridge stellt bereits eine Art Hybrid zwischen Zen (1) und Zen+ dar: Die Cache-Optimierungen mit niedrigeren Latenzen haben die APUs schon erfahren, allerdings werden sie noch im 14-nm-Prozess 14LPP von Globalfoundries gefertigt. Ein Refresh in 12LP brächte somit einzig die höheren Taktraten, wie man sie von der Ryzen-2000-Serie für den Desktop kennt. Zugunsten der Effizienz könnte sich AMD gegen eine Erhöhung des Basis- und maximalen Boost-Takts entscheiden, bei gleicher Leistungsaufnahme würden die Picasso-APUs aber eine höhere Frequenz in der Praxis erreichen. Der Ryzen 7 2700U durchläuft den Userbenchmark durchschnittlich mit 2,4 bis 3,1 GHz auf allen vier Kernen - die Streuung liegt an der eingestellten TDP von 12 bis 25 Watt. Beim mutmaßlichen Ryzen 7 3700U nennt die Datenbank einen Durchschnitts-Boost von 3,2 GHz.
Vorstellung auf der CES 2019 denkbar
Ein möglicher Vorstellungstermin für Picasso wäre die CES 2019 im kommenden Januar. Da sich jetzt schon Qualificiation Samples im Umlauf befinden, sollte eine offizielle Veröffentlichung nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Wie es bei der Markteinführung entsprechender Notebooks aussieht, steht jedoch auf einem anderen Blatt.

Zocken geht damit schon, das Problem: die GPU klaut der CPU den Strom, da sie priorisiert wird. Ich habe an dem Ding nicht mangelnde GPU-Leistung, sondern die CPU limitiert, weil sie nicht genug Strom bekommt. Die kann nicht mal ihren Turbo ausfahren