Radeon und Raspberry: RX 460 und Pi 5 bringen Portal und Minecraft zum Laufen
Der Youtuber Jeff Geerling hat eine Radeon RX 460 auf einem Raspberry Pi 5 zum Laufen gebracht - und kann damit sogar Spiele wie Portal und Minecraft spielen. Eine Hürde sind dabei aber die Grafiktreiber, die den Betrieb mit anderen Grafikkarten teils gänzlich verhindern. In Zukunft dürfte sich das aber ändern.
Das Raspberry Pi 5 hat für viele Verwaltungs- und Steuerungsoptionen mehr als genug Leistung, einige Anwendungen überfordern den Einplatinencomputer aber. Dazu zählen unter anderem auch grafiklastige Szenarien, wie etwa Spiele. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen gibt es dafür nun aber eine Lösung, denn der Pi 5 stellt dem Nutzer eine PCI-E-3.0-Lane zur Verfügung, wohingegen es bei den Vorgängern nur eine 2.0-Lane mit teils fehlerbehafteter Implementierung gab.
Grafikkarten mit dem Pi 5 nutzen
Durch die standardkonforme Kommunikationsleitung können am Pi 5 jetzt auch Grafikkarten angebunden werden. Ein entsprechendes Setup zeigt der Youtube-Kanal von Jeff Geerling: Dieser brachte damit eine Radeon RX 460 zum Laufen. Dafür muss aber einiger Aufwand betrieben werden - die Grafikkarte braucht ein eigenes Netzteil und einen Adapter, der die einzelne Lane des Pi 5 über einen üblichen X16-Slot anbietet.
Quelle: Jeff Geerling
Zum Betrieb werden eine PCI-E-Platine, ein externes Netzteil und natürlich die Grafikkarte benötigt.
Zudem gibt es teils Softwareprobleme mit den Treibern, weshalb beispielsweise eine getestete Radeon RX 6700 XT nicht richtig funktionieren wollte. Die erwähnte RX 460 scheint aber einigermaßen gut zu laufen - laut Geerling kann man mit ihr beispielsweise die Spiele Portal, Portal 2 und Minecraft problemfrei spielen. Wunder bei der Performance sollte man dabei aber natürlich nicht erwarten, schließlich hat das Pi 5 nur vergleichsweise wenig CPU-Leistung, und die GPU kann bei der Anbindung über eine einzelne Lane wohl nur einen Bruchteil ihres vollen Potenzials nutzen.
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Trotzdem sind derartige Konstruktionen natürlich spannend, und sie erweitern die Fähigkeiten des Pi 5 deutlich. In Zukunft dürfte die Situation dabei sogar noch besser werden, denn nun gibt es einen Anreiz, die Grafiktreiber entsprechend anzupassen. Vermutlich dürften die Kompatibilitätsprobleme zwischen dem Pi 5 und Grafikkarten damit in Zukunft immer weniger werden. Welche Modelle gut laufen, will Jeff Geerling dabei auf seiner Website auflisten.
Quelle: via Videocardz / Tom's Hardware

Mit dem Pi ist es nur Spielerei.