Doom: Shooter-Meilenstein läuft dank Raspberry Pi mit 50 Fps auf dem Brotkasten

4
News Sven Bauduin Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
RAD-Doom
Quelle: emulaThor via YouTube

Der legendäre Ego-Shooter Doom, der heute aufgrund seiner wegweisenden 3D-Grafik und seines kommerziellen Erfolgs als Meilenstein gilt, des nicht minder legendären Entwicklerstudios id Software läuft jetzt auch auf dem populärstem Heimcomputer der 1980er, dem Commodore 64. Hierfür wird ein spezielles Modul ("Cartridge") mit integriertem Raspberry Pi benötigt.

Der am 10. Dezember 1993 erschienene legendäre Ego-Shooter Doom, der heute insbesondere aufgrund seiner wegweisenden 3D-Grafik, die neue Maßstäbe setzen konnte, und seines kommerziellen Erfolgs als einer der großen Meilensteine in der bewegten Geschichte der Videospiele gilt, läuft jetzt auch auf dem populärsten Heimcomputer der 1980er, dem Commodore 64 ("C64"). Dafür benötigt der "Brotkasten" jedoch tatkräftige Unterstützung von einem Rasperry Pi.

Einplatinencomputer bringt Doom auf den Heimcomputer

Mit der Hilfe der ebenfalls selbstentwickelten RAD Expansion Unit, welche die unterschiedlichsten originalen Speichererweiterungen für den C64 emulieren und damit den internen Speicher des im Jahr 1982 erschienenen Heimcomputers auf bis zu 16 MiByte erweitern kann, hat der auf GitHub beheimatete Entwickler FRNTC das eigentlich zu leistungshungrige Computerspiel erfolgreich "portiert". Doch die Leistungsfähigkeit des C64 musste dabei deutlich angehoben werden.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Raspberry Pi liefert die nötige Rechenleistung

Wie der Entwickler in der Beschreibung seines Projektes RAD-Doom angibt, ist die RAD-Cartrige in der Lage, den Hauptprozessor des C64, den MOS Technology 6510 mit 0,985 MHz in der PAL-Version, zu emulieren und somit einen großen Teil Rechenlast des Heimcomputers auf den Einplatinencomputer umzulegen. Wahlweise ein aktueller Raspberry Pi 3 oder ein Raspberry Pi Zero 2 liefern die Rechenleitung und den Speicherplatz, während das Rendering der Grafik auf dem C64 erfolgt.

Doom mit 200 × 160 Pixeln und 50 Bildern pro Sekunde

Der mit einer RAD-Upgrade versehene Commodore 64 bringt Doom mit einer Auflösung von 200 × 160 Pixeln und mit 50 Bildern pro Sekunde auf den (Röhren-)Monitor und stellt Farben dabei entsprechend reduziert dar. Wie das Ganze funktioniert, erläutert der Entwickler in einer entsprechenden Anleitung.

Sound wahlweise per Heim- oder Einplatinencomputer

Außerdem weist dieser darauf hin, dass die Audioausgabe wahlweise über den Commodore 64 oder den jeweiligen Raspberry Pi erfolgen kann. Die Wiedergabe übernimmt dann der SID-Soundprozessor oder die Cartridge in Midi und Digimax.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Ihre Meinung ist gefragt!

Was halten Sie von Doom auf dem Commodore 64? Coole Sache, nette Spielerei, oder absoluter Blödsinn? Die Redaktion freut sich auf Ihre Meinung zu diesem Thema.

Zum Kommentieren müssen Sie auf PCGH.de oder über das Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, können Sie sich schnell und unkompliziert hier registrieren . Im Anschluss können Sie direkt im Extreme-Forum von PCGH mit anderen Lesern diskutieren und sich zu diversen Themen austauschen.

4
    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Waupee Software-Overclocker(in)


        Mit nen 1,4 Ghz Prozzi und 512 MB Ram in dem RAD Modul sollte das wohl laufen
      • Von Waupee Software-Overclocker(in)


        Mit nen 1,4 Ghz Prozzi und 512 MB Ram in dem RAD Modul sollte das wohl laufen
      • Von Maasl Freizeitschrauber(in)
        Zitat von nonamez78
        Da der C64 keine Pixel Ansprache kann, wäre interessant wie die 50fps bei besagter Auflösung funktionieren. Die Kosten um die passenden Kacheln zu erzeugen und dann mit allen Einschränkungen (Farben z.B.) auf den Schirm zu zaubern erscheint mir fast unmöglich bei 50 fps. Und hier kommt nicht einmal Gamecode zum tragen, nur die Umrechnung von Pixel Daten und das 50x Sekunde. Das 1 MHz ist nun mal schnell verbraucht.
        Sollte der rPI hier die ganze Arbeit leisten und der C64 dann nur die fertigen Anzeige Daten vom extern ansprechbaren RAM umkopieren, wäre der C64 nur noch eine reine Ausgabe, was mit dem Brotkasten nur noch am Rande zu tun hat.
        Genauere Details sind leider auch im YT Video nicht hinterlegt.
        Ich bin absolut kein Technikprofi, aber als ich die Nachricht von diesem ´´Erfolg´´ mitbekommen habe, habe ich mir auch gedacht, toll mit einem Pi. Also hat wohl der Pi die Arbeit übernommen und der C64 nur das Bild durchgeschleift. Wenn ich das richtig verstehe, könnte man so auch das aktuelle Doom auf dem C64 zum laufen kriegen...
      • Von acc Software-Overclocker(in)
        alles etwas seltsam, wie soll das
        Zitat
        einen großen Teil Rechenlast des Heimcomputers auf den Einplatinencomputer umzulegen
        funktionieren, wenn die cartridge selbst die cpu mit originalspeed emuliert? da ist maximal 50% entlastung mit drin. ich würde eher vermuten, dass die emulierte cpu mit wesentlich mehr hertz läuft.
      • Von nonamez78 Freizeitschrauber(in)
        Da der C64 keine Pixel Ansprache kann, wäre interessant wie die 50fps bei besagter Auflösung funktionieren. Die Kosten um die passenden Kacheln zu erzeugen und dann mit allen Einschränkungen (Farben z.B.) auf den Schirm zu zaubern erscheint mir fast unmöglich bei 50 fps. Und hier kommt nicht einmal Gamecode zum tragen, nur die Umrechnung von Pixel Daten und das 50x Sekunde. Das 1 MHz ist nun mal schnell verbraucht.
        Sollte der rPI hier die ganze Arbeit leisten und der C64 dann nur die fertigen Anzeige Daten vom extern ansprechbaren RAM umkopieren, wäre der C64 nur noch eine reine Ausgabe, was mit dem Brotkasten nur noch am Rande zu tun hat.
        Genauere Details sind leider auch im YT Video nicht hinterlegt.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk