AMD Radeon VII: 3DCenter fasst 18 Testberichte zusammen

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AMD Radeon VII: 3DCenter fasst 18 Testberichte zusammen (2)
Quelle: PC Games Hardware

Das 3DCenter hat sich die Mühe gemacht, die Daten aus 18 Tests der Radeon VII zusammenzufassen, um ein besseres Bild von der Leistung abgeben zu können. Die Presse ist sich einig, dass auch unter Ultra HD ("4K") die Leistung der Geforce RTX 2080 nicht ganz erreicht wird, sich diese aber annähert. Die Radeon VII befindet sich ziemlich genau auf einem Niveau mit der Geforce GTX 1080 Ti.

AMD hat für die Veröffentlichung der Radeon VII einen großen Kreis von Testern gewählt, welche die Grafikkarte vorab erhalten haben, um pünktlich zum Release-Termin ihre Benchmarks anbieten zu können. Das 3DCenter hat seine Launch-Analyse aus insgesamt 18 europäischen und nordamerikanischen Tests aggregiert, womit sich ein guter Blick auf die Spieleleistung der Radeon VII werfen lässt. Wichtig: Außergewöhnlichere Benchmarks, wie zum Beispiel in höheren Auflösungen als Ultra HD alias "4K" oder Compute-lastiger Anwendungen fehlen hier - vor allem im produktiven Bereich kann die Vega-20-GPU oft überzeugen.

Radeon VII: Etwas langsamer als die Geforce RTX 2080

In allen 18 Testberichten schneidet die Radeon VII durchschnittlich langsamer ab als Nvidias Geforce RTX 2080. Modelle, welche die leicht übertakteten GPU-Frequenzen der Founders Edition anlegen, sind in Ultra HD im Mittel 6,9 Prozent schneller als das AMD-Topmodell. Je nach den getesteten Spielen und Benchmark-Szenen - in beiden Fällen gibt es Fälle, die der Radeon VII besser oder schlechter schmecken - ist die Geforce RTX 2080 mal zehn Prozent, mal nur unwesentlich schneller - aber in keinem Benchmark-Parcours kann AMD die Konkurrenz hinter sich lassen.

Lesenswert: AMD Radeon VII im Test: Spezialbenchmarks mit 5K-Leistung, Compute, Tessellation und Undervolting

Als Alternative liegt der Vergleich zur Geforce GTX 1080 Ti nahe. Hier gibt es stärkere Schwankungen von minus vier bis plus neun Prozent Leistung gegenüber der Radeon VII in Ultra HD. Lässt man die zwei starken Positivausreißer weg, befinden sich beide Grafikkarten auf einem sehr ähnlichen Performance-Niveau - die drei, vier Prozent Unterschied wird man in der Praxis nicht merken. In niedrigeren Auflösungen steht die Geforce GTX 1080 Ti besser da, weil die Vega-20-GPU ihre Leistung in 4K eher auf die Straße bekommt. Dort helfen zudem die 16 GiByte HBM2-RAM mit hoher Bandbreite. Signifikant wird der Unterschied in Full HD, allerdings wird kaum jemand eine ~700-Euro-Grafikkarte für diese Auflösung kaufen. Bemerkenswert ist zu guter Letzt die Verbesserung gegenüber der Radeon RX Vega 64, die sich auf knapp 26 bis 35 Prozent beläuft - gemittelt sind es 30,4 Prozent. Der zusätzliche Takt und der schnellere Speicher schlagen hier gut durch.

Vor allem für Bastler interessant

Am Fazit, für wen die Radeon VII eine attraktive Option darstellt, ändert das Ganze nichts. Spieler bekommen mit dem AMD-Topmodell die einzige Grafikkarte, die im Bereich von unter 1.000 Euro mehr als 8 GiByte RAM aufweist, was ihr eine hohe Zukunftssicherheit beschert. Gegenüber der ähnlich teuren Geforce RTX 2080 büßen Käufer etwas Leistung ein, zudem muss man auf Raytracing verzichten - was momentan allerdings ohnehin eine Randerscheinung darstellt. Zudem mutet die Radeon als Bastelobjekt an. Ab Werk ist die Grafikkarte unter Last laut und nicht gerade effizient. Wer sich die Mühe macht, die Spannungsgrenze für Undervolting auszuloten, kann die Leistungsaufnahme erheblich senken und damit auch die Lautstärke - darauf muss man jedoch Lust haben, ansonsten kann schnell Frust aufkommen. Konkurrenzlos ist die Radeon VII in Anwendungen, die gut auf AMD optimiert sind.

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    • Kommentare (72)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Arkintosz
        Zitat von JanJake
        Dabei seigt doch der CB Test, dass die Karte mit UV etwas weniger als eine 2080 ziehen kann. Wieso schafft es nicht ab Werk solche Werte zu erzielen?
        Ich halte den Lösungsansatz, die Karte ab Werk mit niedriger Spannung zu betreiben, nicht für sinnvoll. AMD ist zwei andere Lösungsansätze bereits angegangen: Auto-Undervolting und Radeon Chill. Das große Problem beim Undervolting ist, dass Du die Wahrscheinlichkeit erhöhst, dass es Karten gibt, die im Auslieferungszustand nicht stabil laufen. Was ist, wenn der Kunde denkt, dass AMDs Treiber schlecht wären oder dass AMD schlechte Grafikkarten produzieren würde, wenn er Grafikfehler oder einen Reset seines Grafiktreibers im Spiel bekommt? Das ist ein schlimmer Imageschaden, erst recht, wenn der Besitzer einer defekten Karte solche Dinge auch noch öffentlich schreibt.

        Deshalb: Wenn Undervolting, dann ist das nur für jeden einzelnen Chip speziell sinnvoll und nicht allgemein, denn das erhöht die Menge defekter Karten im Auslieferungszustand. Und deshalb finde ich AMDs Verhalten aktuell auch absolut korrekt und gegenüber NV besser.
        Edit: Und Radeon Chill spart sogar noch am meisten Energie, und verbessert gleichzeitig häufig das Reaktionsverhalten der CPU auf Benutzereingaben und somit das gesamte Spielerlebnis. (WENN man einen Freesync-Bildschirm hat)

        Edit2: Übrigens finde ich es extrem schade, dass nicht immer auch ein Vergleich mit Radeon Chill im Bezug auf den Stromverbrauch gemacht wird. Denn ich halte es für völlig sinnvoll, immer nur so viele FPS zu berechnen, wie für eine völlig flüssige Wiedergabe nötig sind. Man hat eine Karte mit viel Power, die sie ausfahren kann, wenn es nötig wird, aber wer zwingt einen, diese Leistung konstant zu fahren, auch wenn es unnötig ist?
        Die CPU hat ja auch einen Scheduler, der einzelne Kerne bei Bedarf hochfährt oder hoch taktet und dann wieder schlafen legt. Dass man für Grafikkartenvergleiche immer wieder die AVG FPS zu Rate zieht, ist einfach völlig veraltet, hängt aber damit zusammen, dass die Fachmedien nicht von diesem Modell abweichen und die Kunden auch darauf erzogen sind, sich nur FPS anzusehen. Man fährt ja mit seinem Maserati auch nicht immer im ersten Gang mit 50 km/h und sagt sich: "Oh geil ich fahre 50 mit 500 PS..."
      • Von Arkintosz
        Zitat von JanJake
        Dabei seigt doch der CB Test, dass die Karte mit UV etwas weniger als eine 2080 ziehen kann. Wieso schafft es nicht ab Werk solche Werte zu erzielen?
        Ich halte den Lösungsansatz, die Karte ab Werk mit niedriger Spannung zu betreiben, nicht für sinnvoll. AMD ist zwei andere Lösungsansätze bereits angegangen: Auto-Undervolting und Radeon Chill. Das große Problem beim Undervolting ist, dass Du die Wahrscheinlichkeit erhöhst, dass es Karten gibt, die im Auslieferungszustand nicht stabil laufen. Was ist, wenn der Kunde denkt, dass AMDs Treiber schlecht wären oder dass AMD schlechte Grafikkarten produzieren würde, wenn er Grafikfehler oder einen Reset seines Grafiktreibers im Spiel bekommt? Das ist ein schlimmer Imageschaden, erst recht, wenn der Besitzer einer defekten Karte solche Dinge auch noch öffentlich schreibt.

        Deshalb: Wenn Undervolting, dann ist das nur für jeden einzelnen Chip speziell sinnvoll und nicht allgemein, denn das erhöht die Menge defekter Karten im Auslieferungszustand. Und deshalb finde ich AMDs Verhalten aktuell auch absolut korrekt und gegenüber NV besser.
        Edit: Und Radeon Chill spart sogar noch am meisten Energie, und verbessert gleichzeitig häufig das Reaktionsverhalten der CPU auf Benutzereingaben und somit das gesamte Spielerlebnis. (WENN man einen Freesync-Bildschirm hat)

        Edit2: Übrigens finde ich es extrem schade, dass nicht immer auch ein Vergleich mit Radeon Chill im Bezug auf den Stromverbrauch gemacht wird. Denn ich halte es für völlig sinnvoll, immer nur so viele FPS zu berechnen, wie für eine völlig flüssige Wiedergabe nötig sind. Man hat eine Karte mit viel Power, die sie ausfahren kann, wenn es nötig wird, aber wer zwingt einen, diese Leistung konstant zu fahren, auch wenn es unnötig ist?
        Die CPU hat ja auch einen Scheduler, der einzelne Kerne bei Bedarf hochfährt oder hoch taktet und dann wieder schlafen legt. Dass man für Grafikkartenvergleiche immer wieder die AVG FPS zu Rate zieht, ist einfach völlig veraltet, hängt aber damit zusammen, dass die Fachmedien nicht von diesem Modell abweichen und die Kunden auch darauf erzogen sind, sich nur FPS anzusehen. Man fährt ja mit seinem Maserati auch nicht immer im ersten Gang mit 50 km/h und sagt sich: "Oh geil ich fahre 50 mit 500 PS..."
      • Von Chicien Software-Overclocker(in)
        Zitat von JanJake
        Größte Problem der Karte:

        1. Zu teuer! Problem welches sich mit der Zeit von selbst löst. Jede Hardware ist bei Release teurer als kurze Zeit später

        2. Zu Hungrig. AMDs Problem seit der R9 Reihe. Dabei seigt doch der CB Test, dass die Karte mit UV etwas weniger als eine 2080 ziehen kann. Wieso schafft es nicht ab Werk solche Werte zu erzielen?
        Zu 1: Nicht jede Hardware ist teuer. Wenn ich an Ryzen denke oder vor Pascal die GPU´s waren das faire und angemessene Preise aber seit den RTX-Karten und der R7 gerät das außer Kontrolle und gerade wir als Kunden und Gamer müssen da Gegensteuern. Als der Mining-Boom zugange war haben sich Nvidia und AMD die Hände gerieben und die Gamer die eine GPU wollten konnten in die Röhre schauen und beide Hersteller sagten das die Gamer wichtig sind aber wie wichtig die Gamer sind sieht man aktuell nämlich um sie über den Tisch zu ziehen.

        Zu 2: Das wundert mich auch und gerade das sehe ich als die Arbeit der Hersteller an und den Custom-Herstellern. Gerade MSI und Asus verlangen teuer Geld für ihre Modelle und dann müssen die Leute noch selber daran rumbasteln? Nee, für mich kein guter Job der Hersteller und dieses hätte schon von der Presse bestraft werden müssen denn ich kaufe mir keine Hardware und bastel dann noch daran rum.
      • Von Arkintosz
        Schade, dass nur AVG-FPS betrachtet wurden. Was bringt es, wenn eine RTX 2080 in 4K Einbrüche hat, und dafür im Schnitt 1 FPS schneller als die Radeon VII ist?
        Die durchschnittlichen FPS sind beim Gaming eben nutzlos. Insofern ist der Artikel auch teilweise falsch. Auch wenn die RTX 2080 im Schnitt mehr FPS hat, ist für Gaming ab WQHD die Radeon VII trotzdem besser geeignet, weil sie genug VRAM hat, wodurch keine Ruckler passieren.
      • Von Fossi777 Software-Overclocker(in)
        Zitat von DarkWing13
        Das Hauptproblem der VII ist, dass sie ziemlich genau ein Jahr zu spät kommt...
        Als direkter Konkurrent zur 1080Ti wäre sie zum gleichen Preis sehr interessant gewesen, auch für mich!

        Auch schätze ich, das AMD den Rückstand zur 2080 über "Treiberreifung" weiter verkürzen kann.
        Sollte die Karte dann noch im Preis fallen und auch verfügbar(!) sein, wäre sie gerade für "nicht nur Spieler", mehr als eine Alternative...

        mfg
        Kommt nicht zu spät sondern genau richtig, für alle die keine GTX 1080TI 11GB mehr bekommen haben, und keine KrüppelX 2080 mit nur 8GB haben wollen
      • Von -Shorty- Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von JanJake
        1. Zu teuer! Problem welches sich mit der Zeit von selbst löst. Jede Hardware ist bei Release teurer als kurze Zeit später
        Genau, außer die Nachfrage steigt weiter bis ins Unendliche oder Teile der Produktionslinie liegen brach. So geschehen zum Mining-Boom und den RAM-Preisen.
        So kann "kurze Zeit später" eben auch 1,5 Jahre bedeuten...

        Zitat von Acgira
        die VII ist eigentlich keine Graka die für Spieler gemacht wurde ... Man kann sie zwar fürs Gaming verwenden - aber so richtig sinnvoll will mir das nicht erscheinen.
        So steht es auch jedem Hersteller frei sein Produkt zu bewerben. Ich geh ja auch jede Woche bei Dacia vorbei und seh mir die neuen Supersportwagen an.
      Direkt zum Diskussionsende
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