AMD Radeon RX Vega, 500 & 400: Mining-Treiber behebt Bug, nicht mehr und nicht weniger
AMD hat nach der Veröffentlichung der Radeon-RX-Vega-Serie einen speziell für Miner gedachten Treiber zur Verfügung gestellt, der auf den Namen "Radeon Software Crimson Relive Edition Beta for Blockchain Compute" hört. Vielerorts werden deshalb Stimmen laut, dass sich AMD mit Vega aufs Mining konzentriere. Tatsächlich wird allerdings nur ein Fehler behoben, der schon seit Polaris besteht.
AMDs Radeon-RX-Vega-Serie und Mining sind ein heißes Thema, seitdem Gerüchte aufkamen, dass das aktuelle Topmodell, die RX Vega 64, Hash-Raten von 70 bis 100 MH/s in der beliebten Krypto-Währung Ethereum erreichen könnte. Mit der Veröffentlichung der Vega-10-Grafikkarten hat sich schlussendlich herausgestellt, dass das nicht zutrifft und sich die RX Vega 64 in etwa auf dem Niveau der Vega Frontier Edition befindet. Wie schon bei anderen Grafikkarten mit HBM- und GDDR5X-Speicher, darunter die R9 Fury (X), R9 Nano, Geforce GTX 1080 (Ti) und Titan X(p), schmeckt Ethereum der HBM2 nicht. Im rechenintensiven Zcash hingegen landet die RX Vega 64 nur auf dem Niveau der GTX 1080.
In vielen Foren ist nun die Rede von kommenden Treibern, mit denen AMD die Mining-Leistung von Vega-basierten Grafikkarten erhöhen könnte. Eine jüngst veröffentlichte Beta-Version mit dem Namen "Radeon Software Crimson Relive Edition Beta for Blockchain Compute" heizt die Diskussionen weiter an. Dabei sind die Erwartungshaltungen ziemlich verzerrt.
Tatsächlich besteht seit der vierten GCN-Generation Polaris ein Bug, der die Mining-Leistung mit höher werdenden Schwierigkeitsgraden in Ethereum sinken lässt. Bei der Krypto-Währung heißt ein höherer Schwierigkeitsgrad, dass die die DAG-Datei größer wird und dementsprechend mehr Grafikspeicher belegt. Während die RX 580, 570, 480 und 470 mit 8 GiByte RAM jedoch an Leistung verloren, blieben die R9 390X und R9 390 mit ebenfalls 8 GiByte stabil. Ein Hotfix-Treiber wurde schon vor Wochen geleakt, der das Problem mit Polaris-GPUs behoben hat. Beim "Radeon Software Crimson Relive Edition Beta for Blockchain Compute" handelt es sich jetzt bloß um die offizielle Veröffentlichung (die Versionsnummer ist noch Pre-Vega). Ein Test von legitreviews.com mit künstlich hochgestelltem Schwierigkeitsgrad in Ethereum zeigt, dass die Leistung konstant bleibt.
Das dürfte es auch schon mit den Optimierungen von Vega für Ethereum gewesen sein. Der häufig herangezogene Claymore-Miner unterstützt Vega bereits, sodass dort keine großen Verbesserungen mehr zu erwarten sind. AMD schreibt in den Release-Notizen das Treibers, dass diese Version nicht mehr aktualisiert wird: "Dieser Treiber wird als Beta-Level-Support zur Verfügung gestellt und sollte als 'Istzustand' betrachtet werden. Er wird nicht mit weiteren Updates, Upgrades oder Bug Fixes unterstützt". Spätere Treiberveröffentlichungen mit Optimierungen sind nicht auszuschließen, wir wüssten aber nicht wo diese her kommen sollten, da die Leistung mit allen anderen HBM- und GDDR5X-GPUs konsistent ist.
Die ebenfalls oft zitierte Instruktion über den Vektor V_XAD_U32 kann ausschließlich SHA256-basierte Algorithmen beschleunigen. Das prominenteste Beispiel wäre da die Krypto-Währung Bitcoin, für die es jedoch schon längst optimierte ASICs gibt. Ethereum nutzt den eigenen Ethash-Algorithmus, kann von der Instruktion also nicht profitieren.

Mining-Treiber steigert MH/s deutlich
MfG
Mhh komisch, dass liest sich bei golem aber komplett anders. ^^
Mining-Treiber steigert MH/s deutlich
MfG
Ein treiber, der gegen Minen ist, wäre mal nützlich. Dann könnten sich all die Gamer wieder Grafikkarten kaufen, ohne zu überteuerten Karten greifen zu müssen. Zudem sind diese dann nicht gezwungen, Karten von Nvidia zu nehmen.
Und da heisst es immer, AMD kann keine Treiber. Geht doch vorwärts!