Asus Prime Radeon RX 9060 XT 16GB: Durchdachte Grafikkarte im lautheitsnormierten Test
Günstig und gut? Die Prime repräsentiert das Einsteiger-Modell von Asus in AMDs RX-9060-XT-16GB-Klasse. Mit drei Lüftern und Dual-BIOS versprüht das Modell jedoch schon auf dem Papier einen hochwertigen Eindruck. Kann auch die Kühlleistung mithalten?
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Mit der Prime findet sich die unterste Stufe der Radeon RX 9060 XT im Asus-Sortiment bei uns im Test ein. Die Karte misst 304 × 112 × 50 mm und bringt 860 g auf die Waage. Drei 90-mm-Lüfter versorgen den Kühlkörper mit frischer Luft, das Flow-Through-Design lässt letztere teilweise durch die Metall-Backplate nach oben entweichen. Eine RGB-Beleuchtung, wie sie teils bei anderen Modellen der RX 9060 XT zu finden ist, wurde der Prime nicht spendiert. Das Modell ist auf das Wesentliche reduziert und für Liebhaber eines schlichten, unbeleuchteten Systems definitiv eine spannende Alternative. Denn auch sonst wurde die Kunststoff-Kühlerabdeckung in einfachem Schwarz gehalten. Wie auch die RX-9060-XT-Modelle der Konkurrenz verfügt die Asus-Karte über nur drei Video-Anschlüsse. Für die Bildausgabe stehen zwei Displayport 2.1a sowie ein HDMI 2.1b zur Verfügung.
Dual-BIOS und Powerlimit
Auch wenn die Prime das Budget-Segment ansprechen soll, hat Asus der Karte eine zweite Firmware spendiert - eher eine Ausnahme im RX-9060-XT-Segment. So kann der Nutzer mittels eines kleinen Schalters zwischen Quiet- und Performance-Modus umschalten. Vor allem die Lüfterkurven wurden dem Einsatzgebiet hier entsprechend angepasst und sollen die GPU entweder so gut wie möglich oder so leise wie möglich kühlen. Im Test wird sich zeigen, wie gut das Feature umgesetzt wurde. Denn wir messen die Karte jeweils mit der Q- und der P-Firmware.
In beiden Fällen wurde der Prime eine Total Board Power von 175 Watt gegönnt, was eine 9-prozentige Erhöhung zum Referenz-Powerlimit von 160 Watt darstellt. Wer die Karte per Software weiter optimieren möchte, kann mit einem Klick weitere 10 Prozent und somit rund 193 Watt freischalten.
Ergebnisse
Im Leistungstest tritt die Prime doppelt gegen die Konkurrenz an, einmal im Silent- und einmal im Performance-BIOS. Während in der Vergangenheit nicht selten GPUs mit zwei Firmwares ausgestattet wurden, die in ihrer Lüftereinstellung so nah aneinander lagen, dass eine Wahl nahezu sinnlos wurde, beweist die Asus Prime in diesem Test das Gegenteil. Beide Lüfterkurven repräsentieren exakt ihr Einsatzgebiet. Der Performance-Modus kühlt den Chip extrem gut auf sagenhafte 47 Grad Celsius, einen rekordverdächtigen Wert. Und auch die Speicher- und Hotspot-Temperatur profitiert von der hohen Lüfterdrehzahl. Letztere lässt jedoch die Lärmbelastung auf klar hörbare 1,0 Sone steigen. Der Silent-Modus verhält sich genau gegensätzlich. Die Temperatur steigt auf 61 Grad Celsius und auch Hotspot, Spannungswandler und Speicher werden sichtlich wärmer. Letzterer erreicht mit 92 Grad Celsius einen Höchstwert und könnte besser gekühlt sein. Dafür drehen die Lüfter mit 740 U/min extrem langsam. Der dabei entstehende Lärm ist mit 0,2 Sone entsprechend niedrig und in einem geschlossenen Rechner kaum zu hören. Anders sieht das beim Spulenfiepen aus. Im Extremszenario steigt dieses beim Asus-Modell auf bis zu 0,4 Sone und ist damit etwas deutlicher zu hören.
Wer kein Interesse an voreingestellten Lüfterkurven hat und stattdessen lieber selbst Hand anlegt, dem können die beiden BIOS-Voreinstellungen weitgehend egal sein. Hier sind die Ergebnisse aus dem lautheitsnormierten Test relevant. Die Prime bietet bei 1,0 Sone eine angemessene Kühlleistung. Der Chip ist mit 45 Grad Celsius gut gekühlt und der VRAM mit 78 Grad Celsius immer noch im grünen Bereich.
Asus Prime versus Konkurrenz
Im Performance-Modus liefert die Prime die mit Abstand besten Temperaturen und kann sich hier zwar den ersten Platz sichern, erzeugt dabei jedoch eine übermäßige Geräuschkulisse. Im Silent-Modus verhält sich das Modell hingegen wärmer als die direkte Konkurrenz in Form der Steel Legend und ist nur minimal besser als die Sapphire-Pulse. Beim abgegebenen Lärm zieht die Prime bei 0,2 Sone mit der Konkurrenz gleich und reiht sich in der Kühlungsbewertung in der Mitte des Feldes ein.
| Produktname | Prime Radeon RX 9060 XT 16GB |
|---|---|
| Hersteller/Webseite | Asus (asus.com) |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | € 380,-/gut |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/3498098 |
| Grafikeinheit/GPU (Fertigung) | RX 9060 XT/Navi 44 XT |
| FP32-ALUs/Textureinheiten/ROPs | 2.048/128/64 |
| 3D-Boosttakt GPU/RAM | 2.795/2.505 MHz |
| Ausstattung (20 %) | 1,80 |
| Speichermenge (Anbindung) | 16.384 MiByte (128 Bit) |
| Speicher (Herstellerbezeichnung) | GDDR6 |
| Monitoranschlüsse | 2× DP 2.1a, 1× HDMI 2.1b |
| Kühlung | Flow-Through-Design, 3× 90-mm-Axiallüfter (Push) |
| Garantie | 3 Jahre |
| Kabel/Adapter | – |
| Sonstiges | Boardpower (TBP): 175 | 175 W, Gewicht: 860 g |
| Eigenschaften (20 %) | 2,09 |
| Temperatur GPU unter Volllast (P- | S-BIOS) | 47 °C | 61 °C |
| Temperatur VRAM unter Volllast (P- | S-BIOS) | 79 °C | 92 °C |
| Lautheit Volllast/Idle (P- | S-BIOS) | 1,0 Sone | 0,2 Sone |
| Spulenfiepen unter Last | 0,4 Sone |
| Drehzahl Lüfter Volllast/Idle (P- | S-BIOS) | 1.340 U/min | 740 U/min |
| Leistungsaufnahme Volllast (P- | S-BIOS) | 175 | 175 W |
| Herstellerseitige Übertaktung (%/MHz) (P- | S-BIOS) | 2 % | 1 %/2.795 MHz | 2.750 MHz |
| Temperatur GPU/VRAM, lautheitsnormiert bei 1,0 Sone, 170 W | 45/78 °C |
| Voltage-/Power-Optionen in Tools? | Ja (GPU, Powerlimit bis 193 Watt = 110 %) |
| Abmessungen (L × B × H), Stromanschluss | 304 × 112 × 50 mm, 1× 8-Pol |
| Leistung im PCGH-Index (60 %) | 2,50 |
Fazit
Die Prime aus dem Hause Asus ist eine durchdachte Karte. Wer nicht selbst Hand anlegt, findet mit den beiden BIOS-Voreinstellungen die perfekte Wahlmöglichkeit zwischen guter Kühlung und leisem Betrieb. Auch kann das Modell durch seine Schlichtheit überzeugen und bei RGB-Gegnern punkten. Dass die Asus-Karte bei gleicher Lärmabgabe etwas wärmer wird als manch anderes Konkurrenz-Modell, ist für Tuner eher relevant. Die Prime ist somit vielleicht nicht die beste Karte für Übertaktungsmarathons, überzeugt aber als Gesamtkonzept für Nutzer, die eine GPU suchen, die eine gute Leistung ohne großen Aufwand liefert.

Und meine aktuelle Asus RTX 4080S TUF erzeugt mit diesem Netzteil fast gar kein Spulenfiepen (ich habe es noch nicht mit dem alten Netzteil probiert, daher kann ich nicht sagen ob die damit auch lauter wäre). Dafür ist die TUF - trotz viel größerem Kühldesign - bei den Lüftergeräuschen viel unangenehmer als die ROG Strix vorher. Keine Ahnung was Asus da vermurkst hat, aber da ich die Karte in der Regel mit stark heruntergeregeltem Powerlimit betreibe, ist das in der Praxis zum Glück für mich halb so schlimm. Und dann ist das auch noch extrem subjektiv: mich stören laute Lüftergeräusche sehr, anderen Leuten ist das wiederum ziemlich egal.
Wenn ich die Foren querlese, sticht am deutlichichsten die Nitro+ heraus. Ich selber kenn das Fiepen bisalng nur von der 6900 XT, wo ich nen Wasserkühler hab, wenn ich CP77 mut RT und Volldampf laufen lasse.
Dann lese ich aber von anderen manchmal, dass sie das "Spulenfiepen des Todes" erleben. Da ist die Quantifizierung natürlich echt schwer - agreed.
Aber dennoch lässt mich sowas bei sovielen Datenquellen da draußen unzufrieden zurück.
Neben Ventilator und anderen Lüftern nebenan, drehen die Lüfter der Grafikkarte auch noch höher. Man könnte nun wissenschaftlich untersuchen um wieviel höher das ist, und wie sich das dann im Verhältnis mit dem ganzen Matsch darunter verhält.
Ich bin auch kein Silent-Extremist, neige eher zu "Form follows function", ich geb also der Temperatur die höhere Gewichtung. Ist aber auch jedem selbst überlassen.
Mein Urteil, dass man die Lüfter bis 50% kaum wahrnehmen kann, bleibt. Ein anderes Urteil könnte ich ja nicht abgeben. Da ist auch kein Straßenlärm oder sowas dabei, nur ein wenig mehr gleichförmiger Hintergrund, der die Wahrnehmung etwas verschiebt. Ich würde mal mutmaßen, das die 50% als hörbare Grenze auch im Akustik-Raum bestehen bleibt. Wie laut das dann wahrgenommen wird, liegt auch noch beim Menschen selbst. Aber ich wäre auch nicht überrascht, wenn es (mindestens) bis dahin als ebenso unauffällig und als absolut nicht die Nerven belastentes Geräusch wahrgenommen würde.
Also verzeiht meine rein subjektive Beurteilung, als nichts anderes war diese gekennzeichnet. Und immer noch informativ, möchte ich meinen. Aber es ging hier auch nie um die XFX, schon klar, und die Asus habe ich nie gehört.
Wollte ich trotzdem gesagt haben, hatte da wohl auch ein Mitteilungsbedürfnis weil ich von meiner 9060 XT 16GiB sehr begeistert bin. Best Radeon i ever owned, und ja, ich hab ne 9070 dafür rausgeschmissen. Langweilt sich bei mir nur, und ein heruntergebremster Navi 48 ist für mich weniger sexy als ein Navi 44 mit genug Luft zum atmen. Als Student konnte ich mir eh nur die Midrange Karten leisten, meist hab ich im die 200€ eingekauft. Damals kam aber im nächsten Jahr auch wieder die nächste Gen, und da gabs meist mehr als nur ein paar Prozentpunkte oben drauf. Aber langfristig, also wenn die Karten eh nicht mehr die Leistung bringen, will ich keinen stromfressenden Koffer drin haben. Klar, kaufst die nächste, wie auch immer. Aber kleine GPUs haben was, kann ich mal wieder etwas die Luftkühlung tunen und mich über ein insgesamt gelungenes Produkt freuen. Macht einfach nur Spaß, neben all der Gigantonomie, aus der ich mich eigentlich auch schon verabschiedet habe, meinen Gaming-Tower rüste ich aber immer noch konsequent auf. Und ab und an bin ich auch recht froh darüber. Aber ehrlich gesprochen, ein MacBook wäre fast sinnvoller, und beim nächsten Mal dann die große Radeon GPU, Geforce kauf ich nur zum Zocken. Oder wieder nicht, brauchen und wollen halt. Ich kann auch mit der 9060 XT zocken, werde da auch genug Spaß haben. Ich will da auch keine LLM drauf laufen lassen, höchstens noch etwas OpenGL. Und da langt mir eigentlich auch noch meine alte RX 6600, ist auch kein Viech, schön effizient und sparsam.
Wie auch immer, ich hoffe das passt hier irgendwie mit rein, Midrange-Karten und Lautstärke war dabei. Wenn nicht, verzeiht den Spam. Ist viel zu heiß um mehr als die Finger zu bewegen, und mein Hirn ist derzeit auf Urlaub.
Mal im ernst, meistens sind die Umgebungsgeräusche lauter, als Spulen oder Lüfter - und wenn Spiele gespielt werden übertönt der Sound sowieso alles.
erstmal googeln.^^