Radeon RX 7600: Hat das Referenzdesign Probleme mit 6+2-Pin-Kabeln?
Der Release der Radeon RX 7600 ist gerade erst erfolgt, da tauchen schon die ersten Berichte über Probleme mit dem Referenzdesign auf. Einige 6+2-Pin-Kabel sollen Schwierigkeiten damit haben, sich ordnungsgemäß einstecken zu lassen.
Am 24. Mai war es so weit: AMD veröffentlichte die Radeon RX 7600, die den Einstieg in die RDNA-3-Architektur darstellen soll. Keine zwei Tage nach dem Release treten jedoch bereits die ersten Probleme auf, die sich auf das AMD-Referenzmodell beziehen. Aufgrund des Designs der Grafikkarte sollen einzelne 6+2-Pin-Kabel zur Stromversorgung nicht in den vorgesehenen Anschluss passen, wie die Portale TechPowerUp und Igor's Lab berichten.
Als konkrete Ursache wird die Backplate der Radeon RX 7600 ausgemacht, welches ein Stück über den Anschluss herausrage und den 6+2-Pins so vereinzelt physisch im Weg steht. Die Problematik bezieht sich allerdings nicht auf native 8-Pin-Kabel, wie die Portale übereinstimmend berichten. Grundsätzlich seien etwa 20 Prozent aller getesteten Kabel von den Schwierigkeiten betroffen, wie TechPowerUp erklärt. Auch einige modifizierte Sleeve-Kabel sowie mit Nvidas PCAT ausgestattete Versionen sollen mit den korrekten Anschlüssen zu kämpfen haben, bei Igor's Lab werden zudem exemplarisch Seasonic-Netzteile genannt, bei denen es vermehrt zu Problemen mit der Radeon RX 7600 kommen soll - "wenn es eine zusätzliche Führung für den 2-Pin Anschluss gibt".
Immerhin scheinen sich die Probleme ausschließlich auf das Referenzmodell zu beziehen, wie das Portal Videocardz erklärt: Zumindest bislang sind Berichte über ähnliche Schwierigkeiten bei Custom-Designs noch nicht aufgetaucht. Bis sich der Privatnutzer von der fehlerhaften Anschlussmöglichkeit überzeugen kann, vergeht ohnehin noch etwas Zeit - schließlich ist das AMD Radeon RX 7600 Referenzdesign noch nicht auf der offiziellen Webseite erhältlich.

Jetzt zur Sache: ich arbeite bei einer PC Firma bei der RMA und glaub mir, es kommen viel mehr AMD Systemen zur Reparatur als Intel (auch AMD Grafikkarten oft betroffen, obwohl im Vergleich zu Nvidia viel weniger verkauft werden). Und wenn bei Intel was kaputt sein soll (auch nicht auszuschließen - ich habe ja nie gesagt dass Intel immer tadellos läuft), dann ist es fast immer Fehler, die schnell festgestellt werden konnten. Und bei AMD treten oft solche sporadische Fehler auf, die schwer reproduzierbar sind. Und man sollte viel länger testen um zu klären ob der Fehler an BIOS, Treiber oder AMD CPU liegt.