AMD Radeon RX 7900 (XT): Erste Grafikkarte mit PCI Express 5.0?

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AMD Radeon RX 7900 (XT): Erste Grafikkarte mit PCI Express 5.0? (1)
Quelle: AMD

Die AMD Radeon RX 7900 (XT) könnte die erste Grafikkarte mit PCI Express 5.0 werden. AMD soll Navi 31 nämlich als Erstes auf den Markt bringen und Nvidia dreht angeblich noch eine Runde im alten Standard.

Die AMD Radeon RX 7900 (XT) könnte die erste Grafikkarte werden, die auf PCI Express 5.0 setzt. Das nimmt zumindest die Gerüchteküche an. Grundsätzlich soll wohl RDNA 3 PCI Express 5.0 nutzen, Navi 31 - auf dem die Radeon RX 7900 (XT) basiert - wird, ebenfalls ein Gerücht, als erstes der neuen Modelle der Radeon RX 7000 auf den Markt kommen. Die Annahme um PCI Express 5.0 basiert auf den Bewegungen, die unter GFX11 bereits in Linux-Patches durchgeführt werden, um die neue Generation zu unterstützen.

AMD würde dann im Herbst die gesamte eigene Technik auf PCI Express 5.0 umstellen, da Ryzen 7000 - Codename Raphael - ebenfalls das Upgrade bekommt, zusammen mit DDR5 und einem neuen Sockel. Bei den Prozessoren ist Intel schon so weit, bei Nvidia steht aber derweil noch ein recht großes Fragezeichen über dem Thema.

Hopper, der Chipzweig für Rechenzentren, unterstützt PCI Express 5, was die Vermutung nahelegt, dass das auch für die Geforce RTX 4000 gilt. Allerdings nimmt die Gerüchteküche im Moment an, dass Nvidia die Option nicht zieht und bei PCI Express 4.0 bleibt. Die grundsätzliche Frage dahinter ist einst wie bei den ersten HBM-Karten für Endanwender, welcher Aufwand welchen Nutzten gegenübersteht. PCI Express 4.0 liefert brutto ~ 4 GB/s Transferleistung per Lane und Richtung, also ~ 64 GB/s insgesamt bei den üblichen 16 Lanes. Die braucht man auch aktuell nicht immer und PCI Express 5.0 wurde das noch einmal verdoppeln. Eines der Szenarios, das von mehr Bandbreite profitieren kann, ist Resizable BAR. Dank dieser Technik hat der Hauptprozessor uneingeschränkten Zugriff auf das, was im Speicher der Grafikkarte passiert.

Für Resizable BAR müssen Grafikkarte, Mainboard und Treiber zusammenspielen und dann muss auch noch das Spiel per Whitelist unterstützt werden. In der Praxis sind das bislang nicht Unmengen an Titeln. Diesem Fallbeispiel gegenüber steht die zunehmend aufwendigere Implementation der neuen PCI-Express-Standards, um die hohen Transferleistungen zu erreichen. Zwar wird die Entwicklung im Spielesektor immer Bandbreiten erforderlich machen, aber Nvidia könnte sich - so sagen es die Gerüchte - dazu entschieden haben, das Thema noch einmal auszusitzen. Ganz überraschend käme es nicht, wenn man sich die Speicherkonfiguration von Ampere anschaut und die von Ada/Lovelace, soweit durchgesickert.

Auch lesenswert: Grafikkarte kaufen: Preisrutsch bei RTX 3080 - GPU-Marktübersicht

AMD hatte bei der Radeon RX 6500XT die Lanes halbiert, was ein interessanter Gedanke ist, wenn man das in die kommende Generation weiterspinnt, denn logischerweise kann man unter PCI Express 5.0 mit nur 8 Lanes die gleiche Bandbreite erzielen wie zuvor mit 16 Lanes. Das ist auch einer der Gründe, warum der Sprung für SSDs spannend ist - da sind Lanes sowieso immer ein rares Gut und man öffnet sich mehr Möglichkeiten.

Quelle: Kepler_L2

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    • Kommentare (32)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DragonX1979 Software-Overclocker(in)
        Zitat von AyC
        AMD geht doch einen anderen Weg und baut einfach "mehrere" Grafikkarten (Chips) auf Eine Grafikkarte. Alleine deswegen sollte Crossfire doch Geschichte sein. Dann bietet AMD eben eine Grafikkarte mit 800 Watt an, die funktioniert, anstelle von 2x 400 Watt Grafikkarte, die schlecht skaliert und Probleme wie Mikroruckler erzeugt.
        Dass sowohl die Skalierung als auch Mikroruckler meist eine Frage der Software und nicht der Hardware sind ist aber schon klar ja? Mikroruckler entstehen "meist" bei AFR, das ist aber nicht der einzige "Standard" bei der Implementierung von M-GPU Techniken. Und die Skalierungsleitung ist noch viel mehr von der Optimierung der Treiber und insbesondere der Engine und des Spiels selbst geschuldet. Das ist ja der Knackpunkt. Heute benötigt man
        idr. überhaupt keine spezielle Hardware für M-GPU mehr. Daher liegt es meist schlicht an mangelhafter Optimierung.

        Zitat von AyC
        AMD geht doch einen anderen Weg und baut einfach "mehrere" Grafikkarten (Chips) auf Eine Grafikkarte. Alleine deswegen sollte Crossfire doch Geschichte sein. Dann bietet AMD eben eine Grafikkarte mit 800 Watt an, die funktioniert, anstelle von 2x 400 Watt Grafikkarte, die schlecht skaliert und Probleme wie Mikroruckler erzeugt.
        Die Nutzung von Chiplets, hat rein gar nichts mit SLI oder CF zu tun.
      • Von DragonX1979 Software-Overclocker(in)
        Zitat von AyC
        AMD geht doch einen anderen Weg und baut einfach "mehrere" Grafikkarten (Chips) auf Eine Grafikkarte. Alleine deswegen sollte Crossfire doch Geschichte sein. Dann bietet AMD eben eine Grafikkarte mit 800 Watt an, die funktioniert, anstelle von 2x 400 Watt Grafikkarte, die schlecht skaliert und Probleme wie Mikroruckler erzeugt.
        Dass sowohl die Skalierung als auch Mikroruckler meist eine Frage der Software und nicht der Hardware sind ist aber schon klar ja? Mikroruckler entstehen "meist" bei AFR, das ist aber nicht der einzige "Standard" bei der Implementierung von M-GPU Techniken. Und die Skalierungsleitung ist noch viel mehr von der Optimierung der Treiber und insbesondere der Engine und des Spiels selbst geschuldet. Das ist ja der Knackpunkt. Heute benötigt man
        idr. überhaupt keine spezielle Hardware für M-GPU mehr. Daher liegt es meist schlicht an mangelhafter Optimierung.

        Zitat von AyC
        AMD geht doch einen anderen Weg und baut einfach "mehrere" Grafikkarten (Chips) auf Eine Grafikkarte. Alleine deswegen sollte Crossfire doch Geschichte sein. Dann bietet AMD eben eine Grafikkarte mit 800 Watt an, die funktioniert, anstelle von 2x 400 Watt Grafikkarte, die schlecht skaliert und Probleme wie Mikroruckler erzeugt.
        Die Nutzung von Chiplets, hat rein gar nichts mit SLI oder CF zu tun.
      • Von Locuza Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von BxBender
        Eng wird es vermutlich dann nur wieder bei einer imaginären 7500XT/7400 mit x4 Anbindung, vor allem falls dann auch noch mal zu wenig RAM mit aufgesetzt wird.
        Aber vielleicht AMd ja aus diesem einen fehler, man muss ja auch sagen, das Ding war nur eine Notlösung, weil aus dem Mobilbereich und um dem Miningkaufrausch entgegen zu wirken.

        Ansonsten ist die derzeitige Anbindung über das Mainboard noch eher reine Zahlenspielerei udn Marketinggedöns.
        Man muss darauf warten, ob und wie Spiele vielleicht in naher Zukunft darüber (auch wegen Direct Storage?) profitieren können.
        Interessant erscheint ja auch die Sache mit mit extradicken Cache, den man mit RDNA eingeführt hat.
        Der kann ja für eine allgemeine Leistungssteigerugn sorgen, aber auch gewisse Leistungseinbußen kaschieren, die sonst evtl. durch eine Karte in einem älteren Mainboard passieren könnte.

        Einfach mal abwarten was Raff dazu sagt.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Laut Gerüchten wird es auf Basis von RDNA3 weniger dGPUs geben, als noch bei RDNA2 bzw. allgemein weniger RDNA3-Produkte.
        Aktuell listet der LLVM-Shader-Compiler nur 4 GFX IDs und dabei könnte es auch bleiben.
        Drei für Navi31, 32, 33 und eine für die kommende Phoenix APU.
        So etwas wie eine 7500 XT mit 4x Anbindung wird es wahrscheinlich nicht geben.
        Die übrig gebliebenen Marktsegmente werden wohl weiterhin mit RDNA2-Produkten versorgt.
        Erneut laut Gerüchten soll es mit RDNA4 wieder mehr Chips geben.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Zitat von AyC
        Grafikkarte, die schlecht skaliert und Probleme wie Mikroruckler erzeugt.
        Meine RTX 3060 läuft mit Undervolting nicht nur sparsamer und leiser, sondern auch gefühlt flüssiger, weil sie nicht mehr ins Powerlimit rennt.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von AyC
        AMD geht doch einen anderen Weg und baut einfach "mehrere" Grafikkarten (Chips) auf Eine Grafikkarte. Alleine deswegen sollte Crossfire doch Geschichte sein. Dann bietet AMD eben eine Grafikkarte mit 800 Watt an, die funktioniert, anstelle von 2x 400 Watt Grafikkarte, die schlecht skaliert und Probleme wie Mikroruckler erzeugt.
        CF ist doch mit den modernen APIs eh Geschichte
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Zitat von Locuza
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Zeitlich sollte die AM5-Plattform mit PCIe5 und Zen4 CPUs nicht weit entfernt von RDNA3 launchen.
        Sowie es aussieht wird Navi31/32 über 16x PCIe5 lanes verfügen, während Navi33 auf 8x PCIe5 lanes setzt.

        Am meisten bzw. merklich könnte N33 von PCIe5 profitieren, da die Karten vermutlich nur mit 8 GB ausgestattet werden.
        Bei dem Rest dürfte es hauptsächlich irrelevant ausfallen.
        Eng wird es vermutlich dann nur wieder bei einer imaginären 7500XT/7400 mit x4 Anbindung, vor allem falls dann auch noch mal zu wenig RAM mit aufgesetzt wird.
        Aber vielleicht AMd ja aus diesem einen fehler, man muss ja auch sagen, das Ding war nur eine Notlösung, weil aus dem Mobilbereich und um dem Miningkaufrausch entgegen zu wirken.

        Ansonsten ist die derzeitige Anbindung über das Mainboard noch eher reine Zahlenspielerei udn Marketinggedöns.
        Man muss darauf warten, ob und wie Spiele vielleicht in naher Zukunft darüber (auch wegen Direct Storage?) profitieren können.
        Interessant erscheint ja auch die Sache mit mit extradicken Cache, den man mit RDNA eingeführt hat.
        Der kann ja für eine allgemeine Leistungssteigerugn sorgen, aber auch gewisse Leistungseinbußen kaschieren, die sonst evtl. durch eine Karte in einem älteren Mainboard passieren könnte.

        Einfach mal abwarten was Raff dazu sagt.
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