AMD Radeon RX 6500 XT: Wird das PCI-E-Interface zum massiven Flaschenhals?

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AMD Radeon RX 6500 XT: Wird das PCI-E-Interface zum massiven Flaschenhals? (1)
Quelle: AMD

AMDs Radeon RX 6500 XT bedient in Kürze das Einsteiger-Segment mit RDNA2, könnte aufgrund des beschnittenen PCI-Express-Interface jedoch einige Probleme mit sich bringen. Das vermutet man zumindest bei HardwareUnboxed und zeigt, dass Nutzer, die vorerst noch auf PCI-E 3.0 beschränkt sind, womöglich nur wenig Freude an der Budget-Option im AMD-Aufgebot haben könnten.

AMDs Radeon RX 6500 XT steht unmittelbar vor dem Start in den Handel. Abgesehen von der angespannten Situation am Grafikkartenmarkt und damit die fragliche Preisgestaltung und Verfügbarkeit, könnte die Einsteiger-Grafikkarten zusätzlich vor ganz anderen Problemen stehen, wie ein aktuelles Video von HardwareUnboxed nahelegt.

Dort theoretisiert man, dass das beschnittene PCI-Express-4.0-Interface am Ende zum massiven Flaschenhals für die Radeon RX 6500 XT in Kombination mit dem 4 GiByte großen Grafikspeicher für die meisten Nutzer werden könnte. Bekanntermaßen kappt AMD das Interface auf nur 4 Lanes. Auf dem Papier gibt es somit zwar die Bandbreite von 8 PCI-E-3.0 Lanes, allerdings nur dann, wenn die Grafikkarte auch tatsächlich in einem PCI-E-4.0-Steckplatz verbaut ist und die CPU den Standard unterstützt.

Vor dem Hintergrund, dass PCI-E-4.0 eher noch rar unter vor allem preisbewussten Gamern ist, die am Ende die Hauptzielgruppe der Radeon RX 6500 XT darstellen, hat man bei HardwareUnboxed der Annahme auf den Zahn gefühlt. Zwar dürfen Benchmarks zur Radeon RX 6500 XT noch nicht veröffentlicht werden, die Unterschiede zwischen den Schnittstellen mit limitierten Lanes und 4 GiByte VRAM und die damit verbundenen Implikationen für die neue RDNA2-GPU wurden jedoch anhand der Radeon RX 5500 XT herausgearbeitet. Zum Vergleich wurden zudem 4 und 8 GiByte-Modelle der Grafikkarte getestet.

Am Ende zeigen sich in den meisten getesteten Spielen deutliche Einbußen für die Verwendung einer auf 4 Lanes limitierten RX 5500 XT bei Nutzung von PCI-Express 3.0 gegenüber PCI-Express 4.0 in Full-HD-Auflösung. Besonders drastisch ist der Fps-Einbruch beispielsweise in Doom Eternal. Im Ultra-Preset ist das Spiel bei Verwendung von PCI-E-4.0 auch mit 4 Lanes und 4 GiByte-Grafikspeicher im Mittel deutlich über den 60 Bildern pro Sekunde, während die 1-%-Lows bei 63 Fps liegen. Mit PCI-E-3.0 geht es derweil auf 35 Fps im Durchschnitt herab.

Stellt man am Ende die 4 GiByte Versionen der Radeon RX 5500 XT mit PCI-Express 4.0 x8 und PCI-Express 3.0 x4 gegenüber, wird mit erstgenannter Anbindung im Durchschnitt 49 Prozent mehr Performance erzielt.

Auch lesenswert: Powercolor: Radeon RX 6500 XT ITX vorgestellt

Vorerst bleibt fraglich, wie stark die Problematik bei der Radeon RX 6500 XT ausgeprägt sein könnte. Die RDNA2-Architektur in Verbindung mit 16 MiByte an Infinity Cache könnte die Performance-Einbußen womöglich etwas eindämmen, aber nicht ausräumen. Bei HardwareUnboxed verspricht man immerhin entsprechende Benchmarks mit PCI-E 3.0 und 4.0 und hält auch andere Tester dazu an, um nicht ein eventuell falsches Bild gerade für Nutzer eines System mit PCI-E 3.0 entstehen zu lassen.

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    • Kommentare (52)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DaHell63 Volt-Modder(in)
        Zitat von sandworm
        So wie PCGH testet garantiert.
        Jaja....schei.. Lügenpresse....

        Mit dem richtigen Lied zum Frühstück
        AMD
        NVIDIA
        und richtig angezogen, prallen doch solche Kleinigkeiten von einem ab.....
      • Von DaHell63 Volt-Modder(in)
        Zitat von sandworm
        So wie PCGH testet garantiert.
        Jaja....schei.. Lügenpresse....

        Mit dem richtigen Lied zum Frühstück
        AMD
        NVIDIA
        und richtig angezogen, prallen doch solche Kleinigkeiten von einem ab.....
      • Von TriadFish Software-Overclocker(in)
        Zitat von Olstyle
        Es gibt viel was man an der Karte berechtigt kritisieren kann, aber die Interfacebreite alleine macht da als Argument wenig Sinn.
        Meine 2900XT hatte damals ein 512Bit Interface, meine GTX280 ebenfalls. Eine RTX 3090 hat nun nur noch 384Bit, eine 6900XT sogar nur 256Bit.
        Sind die erstgenannten Karten deswegen besser? Ich denke nicht.
        Was glaubst Du denn wie eine 2900XT oder eine GTX 280 mit 64 Bit Speicherinterface performt hätte in der damaligen Zeit?

        AMD verbaut nicht ohne Grund 128 MB Infinity Cache bei der RX6900XT. Man ist sich hier offenbar bewusst, dass das 256Bit Speicherinterface bei der Karte schon auf die Bremse treten kann. Bei der RX6500 ist dieses aber nochmal um den Faktor 4 kleiner und das bei einem um den Faktor 8 kleineren Infinity Cache. Natürlich sind das vollkommen unterschiedliche Preisklassen, aber nur weil man in der Einstiegsklasse unterwegs ist, heißt das nicht, dass hier auf einmal ein so viel niedrigerer Datendurchsatz ok ist und keine Probleme verursacht.

        Da ist die RTX 3050 einfach ein sehr viel runderes Produkt, bei dem die Spezifikationen als Einstiegsmodell für Gamer deutlich mehr Sinn machen und, dass v.A. keine eklatanten Flaschenhälse beinhaltet.
      • Von sandworm Software-Overclocker(in)
        So wie PCGH testet garantiert.
      • Von xxxxx1 Freizeitschrauber(in)
        Mir ist meine Kohle einfach zu schade für dieses ganze Chaoten-Gemurkse. Ich bin doch kein Versuchstier für Grakas. Die sind doch echt peinlich. Mit denen geh ich noch nicht mal in die Kneipe. Egal ob AMD oder der anderen Gurkentruppe. Dann kauf ich mir ne fette Soundkarte und besauf mich bei Rammstein etc. Mir fällt schon ne Ersatzbefriedigung zum Zocken ein.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von TriadFish
        64 Bit Speicherinterface waren schon 2014 ein Witz. Das gab es damals schon nur bei absoluten Low-End GPUs für 50 Euro, die als Ersatz einer nicht vorhandenen iGPU gedacht waren. GT 710, später GT 1030 usw... Selbst vor 10 Jahren hatten GPUs der unteren Mittelklase schon minimum 128 Bit Speicherinterface.
        Es gibt viel was man an der Karte berechtigt kritisieren kann, aber die Interfacebreite alleine macht da als Argument wenig Sinn.
        Meine 2900XT hatte damals ein 512Bit Interface, meine GTX280 ebenfalls. Eine RTX 3090 hat nun nur noch 384Bit, eine 6900XT sogar nur 256Bit.
        Sind die erstgenannten Karten deswegen besser? Ich denke nicht.
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