Radeon RX 590 im Test: Leistungsaufnahme, Overclocking, Fazit
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Radeon RX 590 im Test: Leistungsaufnahme, Overclocking, Fazit

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Auf dieser Seite des Tests der Radeon RX 590 bekommen Sie weitere Testergebnisse serviert. Neben der Leistungsaufnahme erfahren Sie auch alles über Overclocking und Sie bekommen unser Fazit.

Radeon RX 590 im Test: Leistungsaufnahme

Bei der Radeon RX 590 handelt es um ein reines Partnerprodukt, es gibt kein Referenzdesign. Aus diesem Grund vergleichen wird diesmal Custom-Designs untereinander. Neben der Powercolor RX 590 Red Devil haben wir die RX 580 Red Devil aus demselben Hause zum Vergleich herangezogen.

Im Duell zeigt sich ein klarer Fortschritt: Die RX 590 RD benötigt unter Last stets weniger Energie als die RX 580 RD GS, obwohl ihr Boost wesentlich höher ausfällt. Im Leerlauf tut sich indessen nichts. So positiv diese Entwicklung bei der Radeon RX 590 ist, ändert sie doch nichts an der Grundaussage, wonach Nvidias Geforce GTX 1060 wesentlich effizienter arbeitet. Die meisten Partnerdesigns begnügen sich mit dem Referenz-Powerlimit von 120 Watt - 60 Watt weniger, als allein GPU und RAM der RX 590 verbrauchen. Die stärksten Varianten der Nvidia-Grafikkarte operieren unterhalb der 150-Watt-Marke.

Weitere Messwerte der Powercolor Radeon RX 590 Red Devil, Sapphire Radeon RX 590 Nitro+ Limited Edition und XFX Radeon RX 590 Fatboy OC+ 1600M werden Sie in der kommenden PCGH-Ausgabe 01/2019 vorfinden. Dort gehen wir auch im Detail auf die Lautheit, Overclocking-Skalierung und mehr ein.

  AMD Radeon RX Vega 56 Powercolor RX 590 Red Devil Powercolor RX 580 Red Devil GS MSI RX 580 Armor 8G OC MSI GTX 1070 Gaming X Asus GTX 1060 Strix O6G Asus GTX 1060 Strix O6G-9Gbps
Leistungsaufnahme            
Leerlauf (Desktop) 15 Watt 13 Watt 13 Watt 16 Watt 11 Watt 8 Watt 9 Watt
2 LCDs (UHD + FHD) 15,5 Watt 39 Watt 38 Watt 44 Watt 13 Watt 11 Watt 10 Watt
UHD-Youtube 26 Watt 27 Watt 25 Watt 29 Watt 14 Watt 13 Watt 12 Watt
Crysis 3 (FHD) 216 Watt 201 Watt 211 Watt 188 Watt 168 Watt 124 Watt 126 Watt
Anno 2070 (UHD) 216 Watt 216 Watt 240 Watt 189 Watt 208 Watt 145 Watt 132 Watt
Wolfenstein 2 (60-Fps-Lock) 106 Watt 132 Watt - 134 Watt - - -

Radeon RX 590 im Test: Overclocking

Wie eingangs erwähnt, beeinflusst ein großer Teil der Fertigungsoptimierung das Taktpotenzial. Die Radeon RX 590 taktet ab Werk bereits höher, als eine RX 580 das je erreichen könnte. Wir haben anhand der uns vorliegenden Samples geprüft, wie nah AMD und seine Partner ans Limit gegangen sind - und fanden ein recht beachtliches Potenzial vor. Jede der anwesenden RX-590-Karten stemmt locker 1,6 GHz, was angesichts der werkseitigen Frequenzen knapp darunter nicht verwundert. Zwischen 1.650 und 1.675 MHz ist dann endgültig Schluss, wobei bereits die maximale Spannung im Wattman, 1,21 Volt, gesetzt werden muss.
Radeon RX 590 @ 1.675/4.500 MHz: Wattman Settings Quelle: PC Games Hardware Radeon RX 590 @ 1.675/4.500 MHz: Wattman Settings Positiv ist, dass auch der installierte GDDR5-Grafikspeicher Luft nach oben hat, alle drei Muster vertragen 4.500 MHz, was einer Datenrate von 9 Gigatransfers pro Sekunde entspricht. Der Speicherdurchsatz steigt infolgedessen von 256 auf 288 GByte/s. Eine noch höhere Frequenz lässt sich weder im Wattman, noch im MSI Afterburner oder Asus GPU Tweak II einstellen. Unser Versuch, diese Sperre mithilfe von Sapphires Trixx-Tool zu umgehen (dieses erlaubt deutlich höhere Werte), scheitert bedauerlicherweise - setzen wir beispielsweise 2.300 (4.600 MHz), wird der Speichertakt auf 1.000 MHz festgesetzt.

Mit 1.675/4.500 MHz steigt die Leistung der Radeon RX 590 gegenüber 1.545/4.000 MHz um etwa zehn Prozent. Unter dem Strich erhalten Übertakter somit die Leistung einer Radeon R9 Fury X, ohne sich mit deren knapp bemessenen Speicher herumzuschlagen.

Radeon RX 590 im Test: Fazit

Obwohl Hardware-Begeisterte aufgrund der aufgewärmten 2016er-Technik ein Gähnen unterdrücken müssen, macht AMD mit der Radeon RX 590 vieles richtig. Sie ist eindeutig die schnellste Grafikkarte im Bereich zwischen 250 und 300 Euro, dank 8 GiByte Speicher auch kommenden Spielen gewachsen und startet außerdem mit einem attraktiven Spielebündel, das den Preis relativiert: Käufer einer Radeon RX 590, RX Vega 56 und RX Vega 64 erhalten ab dem 15. November Codes für die kommenden PC-Titel The Division 2, Resident Evil 2 (2019er-Remake) und Devil May Cry 5. Wichtig ist, dass Sie bei einem teilnehmenden Shop bestellen - erkundigen Sie sich vor dem Kauf beim Händler Ihres Vertrauens.

Nvidias Geforce GTX 1060 6GB ist im Mittel über 30 PCGH-Benchmarkspiele chancenlos gegen die Radeon RX 590, auch als speicherbeschleunigte Variante - wobei hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist, bis die GTX 1060 GDDR5X erscheint. Nvidia punktet im Duell einzig mit der deutlich geringeren Leistungsaufnahme und somit höheren Energieeffizienz. Alle weiteren Punkte, darunter die Speicherkapazität, die Compute-Leistung und die Fülle an günstigen Freesync-Displays, sprechen für die Radeon RX 590.

Was den Straßenpreis der RX 590 angeht, herrscht leichte Verwirrung, welche wir jedoch gerne aufklären. Laut AMD gibt es keine deutsche UVP, lediglich den internationalen Richtwert von 279 US-Dollar. Das ergäbe rechnerisch und eingedenk deutscher Mehrwertsteuer einen Preis um 295 Euro. Tatsächlich haben sich die Boardpartner hierzulande für freundlichere Preisschilder entschieden: Demnach soll die XFX Fatboy OC+ ab 259 Euro erhältlich sein, die Sapphire Nitro+ Special Edition ab 279 Euro und die Powercolor Red Devil ab 289 Euro.

Somit macht sich AMD vor allem selbst Konkurrenz. Die Radeon RX 580 mag den unterlegenen, älteren Polaris-20-Chip besitzen, sie wurde in den vergangenen Wochen jedoch verführerisch günstig. Derzeit wechseln Modelle mit geringer werkseitiger Übertaktung ab 200 Euro den Besitzer, womit das Preis-Leistungs-Verhältnis zunächst etwas besser aussieht als bei der RX 590. Hierbei gilt es ein Detail zu beachten: Zwar können sich auch RX-580-Käufer auf das "Raise the Game Fully Loaded"-Spiele-Bundle freuen, sie müssen sich jedoch für zwei von drei Titeln entscheiden. Unter dem Strich ist das Preis-Leistungs-Verhältnis somit vergleichbar gut.

Weitere Messwerte der Powercolor Radeon RX 590 Red Devil, Sapphire Radeon RX 590 Nitro+ Limited Edition und XFX Radeon RX 590 Fatboy OC+ 1600M werden Sie in der kommenden PCGH-Ausgabe 01/2019 vorfinden. Dort gehen wir auch im Detail auf die Lautheit, Overclocking-Skalierung und mehr ein.

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    • Kommentare (259)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1659561002
      • Von Mahoy Volt-Modder(in)
        Zitat von Kilrog
        Da muss man ja schon fast warnen, dass man evtl ein neues Netzteil braucht, wenn man die Graka das Team wechselt!
        Die süffeln schon ganz ordentlich, wenn man sie lässt, allerdings haben die meisten Gamer ohnehin ein Marken-Netzteil um die 500 Watt im Rechner. Da ist keine Neuanschaffung notwendig, das Netzteil wird nur etwas mehr ausgelastet und hat immer noch reichlich Luft nach oben.

        Selbst mit einem Markennetzteil ab 400 Watt ist man noch locker im sicheren Bereich.
      • Von RtZk Lötkolbengott/-göttin
        Naja, die gibt es bei Nvidia schon lange, finde ich nicht gerade beeindruckend.
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Kilrog
        Da muss man ja schon fast warnen, dass man evtl ein neues Netzteil braucht, wenn man die Graka das Team wechselt!

        Die RX Reihe wird immer größer, dicker und hungriger.
        Übertakten wird bei dem base Stromverbrauch nicht ohne einen Blick auf's Netzteil gehen.
        Viel interessanter scheint das undervolting zu sein.
        Ich habe schon Berichte gesehen bei denen die RX590 bei 1,5Ghz bei 20-30% weniger Strom immernoch stabil liefen.
        Hier wahrscheinlich
        Effizenzvergleich zwischen AMD Radeon RX 590 und RX 580 mit interessanten Erkenntnissen beim Untervolting | igorsLAB – Tom's Hardware Deutschland

        Die Leistung bei 160Watt ist schon ne Ansage wie ich finde.
      • Von Kilrog Kabelverknoter(in)
        Da muss man ja schon fast warnen, dass man evtl ein neues Netzteil braucht, wenn man die Graka das Team wechselt!

        Die RX Reihe wird immer größer, dicker und hungriger.
        Übertakten wird bei dem base Stromverbrauch nicht ohne einen Blick auf's Netzteil gehen.
        Viel interessanter scheint das undervolting zu sein.
        Ich habe schon Berichte gesehen bei denen die RX590 bei 1,5Ghz bei 20-30% weniger Strom immernoch stabil liefen.
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