Radeon RX 550 lieferbar: Der kleinste Polaris kostet 90 Euro
Die kleinste Polaris-basierte Radeon ist im PCGH-Preisvergleich aufgeschlagen. Die Radeon RX 550 ist ab knapp 90 Euro lieferbar und stellt den neuen Einstieg in die Welt der modernen Bildausgänge und Video-Codecs dar. Interessenten können alternativ allerdings auch nur zu einer RX 460 im Abverkauf greifen.
Vor einer Woche hat sie AMD offiziell angekündigt, am 20. April veröffentlicht: Die Radeon RX 550. Stellen die restlichen RX-500-Grafikkarten nur Refreshes der 400er-Serie dar, ist die RX 550 das einzige komplett neue Modell. Zum Einsatz kommt die bisher kleinste GPU aus der vierten GCN-Generation, Polaris 12 mit einer Chipfläche von 101 mm². Inzwischen lässt sich der Neuling auch im PCGH-Preisvergleich finden.
Acht Custom-Designs werden aktuell gelistet. Ein Referenzmodell von AMD gibt es nicht, die gelisteten Exemplare sind sich dank der niedrigen 50-Watt-TDP aber sehr ähnlich: In der Mitte sitzt ein Aluminiumprofil (ohne Kupferkern), auf dem ein kleiner Axiallüfter sitzt. Gegebenenfalls setzt der Boardpartner auf eine große Abdeckung, die allerdings nicht vom Kühler ausgefüllt wird. Gigabyte ist der einzige Hersteller, der auf einen größeren Strangkühlkörper mit zwei Axiallüftern setzt (ohne Heatpipes).
Rund 90 Euro werden für eine lieferbare Radeon RX 550 fällig. Spätestens wenn die RX 560 mit Polaris 21 Pro erscheint, sollten die Straßenpreise noch ein gutes Stück sinken. Die RX 460 gibt es bereits seit Monaten für unter 100 Euro und ist damit rein leistungsbezogen deutlich attraktiver. Im Gegensatz zur RX 480 und RX 470 ist sie auch noch gut lieferbar. Erste RX-560-Modelle werden bereits im PCGH-Preisvergleich gelistet, allerdings noch ohne Händlereinträge. Viel Platz ist zwischen der RX 550 und RX 570 nicht mehr, sodass Erstere weiter nach unten rutschen sollte.
Testmuster hat AMD noch nicht verschickt und wird es wahrscheinlich auch nicht mehr. Klar ist, dass es sich bei der Radeon RX 550 um eine reine OEM- und HTPC-Grafikkarte handelt, die nur für einfache Spiele in niedrigen Auflösungen ausreicht. Dafpr sind aktuelle Bildausgänge (Displayport 1.4, HDMI 2.0) sowie Video-Codecs (u.a. HEVC) mit an Bord.

Für Spieler sind beide uninteressant, sowohl IGP als auch RX 550, einzig für ältere Spiele und Mäusekino-Monitore mag ein flüssiges Spiel möglich sein. Der Einsatzzweck der Karte erschließt sich mir noch mit ganz, denn selbst die IGP in modernen Pentiums, wie dem G4600 kommen mit 422GFLOPS auf ausreichend Leistung für übliche Videokonvertierungen.
Wann gibt es denn einen Test zur Karte? Am bestem im Vergleich zur drei Jahre alten GTX 750Ti mit selber Rechenleistung, ähnlichem Verbrauch und ähnlichen Preis.
Die sind zwar CPU Technisch langsamer, allerdings ist die Grafikeinheit schneller.
Ich sprach ja auch ausschließlich von Wohnzimmer-PCs und da stimmst Du mir ja zu, was Kaby Lake angeht.
Die sind zwar CPU Technisch langsamer, allerdings ist die Grafikeinheit schneller.
Zur Karte: Momentan ist sie noch zu teuer, aber es gibt durchaus Nischen in denen sich die Karte lohnt. Ein flotter Render/Videoschnitt PC braucht z.B. meist keine besonders schnelle GPU, hauptsache irgendwas sorgt für die Bildausgabe. Die geeigneten CPUs (Ryzen 7 oder Broadwell-E) haben beide keine iGPU, irgenwas muss also im PCIe Slot stecken. Und da macht die RX 550 dann mit vergleichsweise geringer Stromaufnahme, geringem Preis und modernen Schnittstellen eine gute Figur.
Für Zocker ist die Karte aber uninteressant, und für einen HTPC sind die kleinen Kaby-Lakes inklusive iGPU in der Tat die deutlich bessere Wahl. Das würde sich übrigens auch dann nicht ändern, wenn man 4K-Streams von Netflix auf den Radeons wiedergeben könnte. Bei Intel bekommt man mit dem Pentium G4560 eine CPU und eine GPU für diese Aufgabe für deutlich weniger Geld.
Ich sprach ja auch ausschließlich von Wohnzimmer-PCs und da stimmst Du mir ja zu, was Kaby Lake angeht.