Im Test vor 15 Jahren: Sapphire Radeon HD 5850 Xtreme für heute unvorstellbare 110 Euro
Heute vor genau 15 Jahren, am 29.04.2011, testete Raffael Vötter die Sapphire Radeon HD 5850 Xtreme. Er fragte damals: "Nur 110 Euro für eine Radeon HD 5850 - wo ist der Haken?".
In unserer Retro-Serie der Tests vor 5, 10, 15 oder 20 Jahren fällt ein Test auf, den PCGH-Grafikkarten-Guru Raff vor 15 Jahren erstellt hat. Es ging damals um die Radeon HD 5850 Xtreme von Sapphire, eine Neuauflage der damals zweitschnellsten HD-5000-GPU. Das Besondere ist wohl der Preis.
110 Euro für eine konkurrenzfähige Grafikkarte
Wie Raff im Test der Sapphire Radeon HD 5850 Xtreme erläutert, gehört die im Herbst 2009 vorgestellte Radeon HD 5850 von AMD auch 2011 noch zur "gehobenen Mittelklasse". Vor 15 Jahren legte Sapphire die Chips mit neuer Kühlung auf, verpackte sie handlich und verlangte nur 110 Euro für die Xtreme - ein heute kaum vorstellbarer Preis für eine konkurrenzfähige Grafikkarte. Wobei "Xtreme" wohl auch missverstanden werden kann, denn eine werkseitige Übertaktung, Spezialfunktionen oder eine besonders ausladende Kühlung waren nicht an Bord.
Die Sapphire-Karte war lediglich 21,1 Zentimeter lang und setzte auf 2×6-Pol für die Stromversorgung. Die GPU der Radeon HD 5850 nutzte 1.440 Shader-Rechenwerke, 72 TMUs und 32 ROPs. Beim Speicher setzte man auf damals eher untypische GDDR5-RAM-Chips mit 1.024 MiByte des Herstellers Elpida. Der eingesetzte GPU-Spannungscontroller von ChiL ließ sich mit den üblichen Tools nicht zu einer Spannungsänderung animieren. Undervolting war damit nicht unmöglich.
Im damaligen OC-Test waren rund 16 Prozent mehr Fps möglich, und das auch noch stabil. Damit zog die HD 5850 an der HD 6870 vorbei und "heftete sich an die Fersen der großen Schwester HD 5870". Gerade Crysis (Warhead), siehe Benchmarks, lag den damaligen Radeon-Grafikkarten besonders gut. Weniger gut war das AF-Banding der Evergreen-Chips. Die Schwächen beim Verarbeiten von Polygonen traten zumindest damals eher in synthetischen Tests wie Unigine Heaven, Stone Giant oder dem HAWX-2-Benchmark auf.
Quelle: PC Games Hardware
Sapphire HD 5850 Xtreme Benchmarks
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- Mein Rechner mit Mittelklasse-HW auf Mittelklasse-Niveau von 2020 kann noch immer alles spielen
- PC-Showcases wie CANITRUNCRYISIS und Doom³ sind so tot wie der Wing Commander -- Konsolen regeln, was gemacht wird
- Für ne acht (!) Jahre alte Grafikkarte kriegte ich neulich noch immer gut 30% ihres Kaufpreis zurück -- und aktuell für ne 3060 gibts genauso noch immer bis zu über 200 Euro. Damals war jede Hardware schon nach 12-18 Monaten nur mehr die Hälfte wert.. (die Kehrseite des Fortschritts)
Nvidia und AMD sind natürlich froh, dass es heute andere Monitore gibt -- und (zumindest am PC) immer neue FPS-Rekorde anvisiert werden. Denn die Spielehersteller spielen hier bislang nur so mittel mit. Wann immer sie die Wahl haben, ob sie Rekord-FPS oder schickere Bilder/Trailer und neueste Engines priorisieren sollen, nehmen sie Letzteres. Denn das ist das, was seit Jahrzehnten Spiele (und HW) verkauft hat. Deshalb ist auch auf einer PS5 Pro (mittlerweile 900 Euro UVP) die stabile 60 meist noch immer das (nicht immer erreichte) Ideal. Und auch 30 und 40 FPS werden als Kompromisse zwischen Quali und Performance angeboten (beides ohne Pathtracing). Am PC stehen derweil jetzt bereits die 1040Hz-Monitore parat. IT'S A TRAP!
(Unser Auto bleibt zweistellig bei Super-Sprit.)
MfG
Raff
Ich erinnere mich noch an die msi Hawk für 180 eu und mehr und billiger gings nur noch mit powercolor die wollte keiner haben 😜also das war schon schlimm und hat sich erst zum gen ende entspannt .
Es ist immer noch ein kleines Stück Plastikschrott, welches mit allerlei bestanzt, verlötet und bedruckt ist. Eventuell hat sich die Größe und Zahl der Bauteile verändert, es gab aber zur keiner Zeit irgendeinen Fortschritt, Entwicklungskosten, Mehrwert etc. etc. welcher eine Verteuerung in dem Maße wie heute zu sehen rechtfertigen würde.
Im Gegenteil. Fortschritt bedeutet ja eher eine Mehrleistung zu weniger Kosten (kauf dir heute n DvD Player, klar mittlerweile ein Nischenprodukt (dann müßte der ja immer teurer werden laut aktueller Logik), gibts für gefühlt 19,99€ zudem kannst den heute fast in Geldbeutel schieben, früher hattest da ne halbe Tischplatte unterm TV). Nur so als Beispiel.
Um das Ganze zu kaschieren gibt es halt n Haufen Laber Laber um RT Kerne oder sonst n Käse. Dann schrauben se noch riesen Propeller auf Karten, welche zuviel Strom ziehen, aber immerhin sieht man ja dann was, man bekommt was für sein Geld!
Heute zahlt man für die zweitschnelllste GPU (4090 oder bei der aktuellen Generation 5080):
https://geizhals.at/?cat=... - 3000€
https://geizhals.at/?cat=... - 1200€
Aber wenn man sich über sowas ärgert kommen immer manche und begründen das mit Inflation
Es ist immer noch ein kleines Stück Plastikschrott, welches mit allerlei bestanzt, verlötet und bedruckt ist. Eventuell hat sich die Größe und Zahl der Bauteile verändert, es gab aber zur keiner Zeit irgendeinen Fortschritt, Entwicklungskosten, Mehrwert etc. etc. welcher eine Verteuerung in dem Maße wie heute zu sehen rechtfertigen würde.
Im Gegenteil. Fortschritt bedeutet ja eher eine Mehrleistung zu weniger Kosten (kauf dir heute n DvD Player, klar mittlerweile ein Nischenprodukt (dann müßte der ja immer teurer werden laut aktueller Logik), gibts für gefühlt 19,99€ zudem kannst den heute fast in Geldbeutel schieben, früher hattest da ne halbe Tischplatte unterm TV). Nur so als Beispiel.
Um das Ganze zu kaschieren gibt es halt n Haufen Laber Laber um RT Kerne oder sonst n Käse. Dann schrauben se noch riesen Propeller auf Karten, welche zuviel Strom ziehen, aber immerhin sieht man ja dann was, man bekommt was für sein Geld!
Heute zahlt man für die zweitschnelllste GPU (4090 oder bei der aktuellen Generation 5080):
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Aber wenn man sich über sowas ärgert kommen immer manche und begründen das mit Inflation