RAM-Elite verschenkt Potenzial: DDR5-8000/8200 von G.Skill, Kingston und Teamgroup im Test
Mit 48 GiByte Kapazität sowie den Taktfrequenzen DDR5-8000 und DDR5-8200 zählen die drei von uns getesteten DDR5-RAM-Kits von G.Skill, Kingston und Teamgroup zu den besten auf dem Markt. Trotzdem sind sie mit angezogener Handbremse unterwegs. Wir haben die Kits getestet.
In diesem Artikel
Für PC-Spieler, denen mit Blick auf zukünftige Spiele 32 GiByte etwas zu knapp dimensioniert, 64 GiByte allerdings übertrieben erscheinen, sind die inzwischen etablierten 24-Gbit-Speicherchips ideal: 8 von Ihnen auf ein Modul gepackt ergeben 24 GiByte, im 2er-Set für bestmögliche Leistung haben wir es dann mit den immer beliebteren 48-GiByte-Kits zu tun. Über 100 solcher RAM-Kits sind bereits im PCGH-Preisvergleich gelistet - Tendenz steigend. Drei High-End-Exemplare aus den Serien G.Skill Trident Z5 Royal, Kingston Fury Renegade RGB Limited Edition und Teamgroup T-Force Xtreem ARGB mit zum Teil auf dem Markt einzigartigen Eckdaten vergleichen wir in diesem Test miteinander, bevor die Welle von CUDIMMs auf den Markt schwappt.
Das Testsystem
Die Kombination aus Intel Core i9-14900KF und Asus Z790 Apex Encore stellt eine sehr gute Basis für das stabile Betreiben extrem hoher RAM-Taktraten dar. Obwohl Intel offiziell lediglich DDR5-5600 unterstützt, war das System bisher selbst mit schnellsten von uns getesteten Kits mit DDR5-8200-Freigabe nicht aus dem Tritt zu bringen.
Um sicherzustellen, dass bei den Spiele-Benchmarks die Grafikkarte nicht zum Flaschenhals wird, setzen wir eine Palit Geforce RTX 4080 ein, immer noch eine der leistungsstärksten GPUs auf dem Markt. Das Betriebssystem Windows 11 sowie alle Anwendungen liegen auf einer Crucial T500 2 TB vor, die mit einer Lesegeschwindigkeit von bis zu 7,4 GB/s am oberen Ende der Möglichkeiten von PCI-Express 4.0 x4 operiert.
Die Kühlung der CPU übernimmt eine Arctic Liquid Freezer II 420 RGB All-in-One-Wasserkühlung mit drei 140-mm-Lüftern. Eine Besonderheit dieser Kühlung ist ein zusätzlicher 40-mm-Lüfter am Kühlblock, welcher die Umgebung des CPU-Sockels kühlt. Relevant ist das beim Test der RAM-Kühlung, denn dann agiert dieser Ventilator als einzige aktive Hilfe.
So testen wir
PCGH-Print-Leser kennen unsere aktuelle Testmethodik bereits: Wir untersuchen den Spielraum zur Verringerung der Latenzen bei den Frequenzen DDR5-5600/6200/6800 mit 1,10 Volt, bei DDR5-5600/6800/8000 mit 1,25 Volt und bei DDR5-6800/7400/8000 mit 1,40 Volt VDD(Q). Als Stabilitätstest nutzen wir HCI Memtest Pro. Damit der Testaufwand zu bewältigen ist, setzen wir ein zeitoptimiertes Verfahren ein, bei dem die CAS-Latenz separat und die Timings RCD, RP und RAS gemeinsam getestet werden.
Beispiel: Läuft ein Kit stabil mit den Latenzen 40-40-40-120 (CL-RCD-RP-RAS), prüfen wir, ob eine Reduzierung der CAS-Latenz auf 38 möglich ist. (Das ist der nächstbeste Wert, da die CAS-Latenz bei DDR5-RAM nur geradzahlige Werte annehmen kann). Tritt Instabilität bei 38-40-40-120 auf, dann erfolgt ein schrittweises Anpassen der anderen Timings, etwa auf 40-39-39-117 und - falls stabil - anschließend auf 40-38-38-114. Die RAS-Latenz wird bewusst entspannt gewählt, um sicherzustellen, dass sie nicht der limitierende Faktor ist: Sie entspricht nach Möglichkeit immer dem dreifachen Wert von RCD oder RP.
Zur Ermittlung der Kühlleistung greifen wir auf bis zu sechs Foliensensoren zurück, die wir unterhalb der RAM-Kühler möglichst nahe an den Speicherchips positionieren. Mit zwei zusätzlichen Sensoren ermitteln wir die Raumtemperatur, denn diese benötigen wir, um die Messwerte auf 25 °C Umgebungstemperatur zu normieren. Dabei hilft uns die Lüftersteuerung Aqua Computer Aquaero 6 Pro, deren Aquasuite-Software viele praktische Funktionen wie Zeitverläufe und automatisiert berechnete Differenztemperaturen und Mittelwerte bietet. Die RAM-Spannung (VDD(Q)) wird auf 1,40 Volt fixiert.

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MfG
Raff
GitHub Download: https://github.com/clamch...
Hier die Settings für den Latenztest anhand des R9 7950X3D. Man sieht sehr schön die Werte über die gesamte Cachehierarchie. Der Test läuft auf CCD1!
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Das Tool bietet auch Benchmarks für die Bandbreite an!
Die besten Aida64-Latenzen, die ich mit dem aktuellen Testsystem mit CR2, XMP und nicht von Asus optimierten Standard-Subtimings (also "XMP II") gemessen habe, waren bisher
-bei 32 GiByte: 58,8 ns mit dem Fury Renegade RGB KF580C38BRWAK2-32 (DDR5-8000, 38-48-48-84)
-bei 48 GiByte: 58,7 ns mit dem Patriot Viper Xtreme 5 RGB PVXR548G80C38K (DDR5-8000, 38-48-48-128)
Ich habe auch die Subtimings auf Screenshot, allerdings jetzt gerade nicht von beiden Kits griffbereit. Patriot hat hier aber auf jeden Fall einen Vorteil. 32 GiByte statt 48 GiByte dürfte ca. 5 ns bringen.
Könnte sich das mit dem 9800X3D oder den Core Ultra 200 Prozessoren ändern? Weil der Speicherkontroller sitzt ja in der CPU oder?
Danke und LG
Ben