PCGH-RAM-Barometer: Speicherpreise sind stabil auf hohem Niveau
Um auch in der Speicherkrise den Überblick über die Preisentwicklung der populärsten DDR5-Speicherkits für Spieler zu behalten, wirft die PCGH-Redaktion im RAM-Barometer in regelmäßigen Abständen einen Blick auf die aktuelle Marktsituation.
Wie ein kurzer Blick in den PCGH-Preisvergleich von Geizhals bestätigt, sind die DRAM-Speicherbausteine ("ICs") von Samsung, Micron und SK Hynix, welche für die Herstellung von DDR5-Speicherkits benötigt werden, nach wie vor so teuer, dass auch die Preise im Einzelhandel weiterhin stabil auf hohem Niveau liegen. Die populärsten DDR5-Speicherkits wie das Kingston Fury Beast und G.Skill Trident Z5 Neo bewegen sich nach wie vor bei einem Preis von etwa 400 bis 450 Euro für ein entsprechendes Speicherpärchen mit 32 GiByte DDR5-6000 CL30. Die Datenerhebungen von 3DCenter.org untermauern das noch.
Quelle: 3DCenter.og
Während die Vertragspreise, welche Samsung, Micron und SK Hynix gegenüber den OEMs aufrufen, laut TrendForce auch weiterhin deutlich ansteigen, waren die Preise im Einzelhandel vergleichsweise stabil, wenngleich auf hohem Niveau. Somit sind kleinere Preissteigerungen und die eher unwesentlichen Preisnachlässe dafür verantwortlich, dass sich im Vergleich zum März weitestgehend nichts getan hat.
G.Skill Trident Z5 Neo RGB mit 32 GiByte DDR5-6000 CL30
Vergleichsweise auffällig war zu beobachten, dass die geringen Preissenkungen vermehrt bei kleineren und mittleren Speicherkits zu sehen waren, während die Preissteigerungen eher bei den größeren Speicherkits vorgenommen wurden.
Corsair Vengeance RGB mit 32 GiByte DDR5-6000 CL30
Seit Juli 2025 haben sich die Preise für DDR5-Speichermodule und Speicherkits aller Konfigurationen um mehr als 310 Prozent verteuert. Beim älteren DDR4- und DDR3-Arbeitsspeicher beträgt der Aufpreis "nur" etwa 250 Prozent. Ein Geheimtipp sind ältere Speichermodule allerdings inzwischen auch nicht mehr und werden es voraussichtlich auch nicht mehr, denn sämtliche Speicher-ICs sind knapp.
Partiot Viper Venom mit 32 GiByte DDR5-6000 CL30
Durch die nach wie vor steigenden Vertragspreise ist zudem davon auszugehen, dass sich die Preise im Einzelhandel noch bis mindestens Mitte/Ende 2027 auf diesem sehr hohen Niveau bewegen und möglicherweise sogar noch einmal anziehen werden. Gleiches gilt für SSDs und HDDs, und jetzt hat das KI-Segment die Hauptprozessoren ins Auge gefasst, sodass neues Ungemach droht.
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Die größeren RAM-Kits, für Firmen eher interessant, sind zudem im Endkundenmarkt abgefrühstückt.