RAM wird politisch: Südkoreanische Regierung plant Maßnahmen gegen steigende Preise
Die Speicherkrise betrifft mittlerweile nicht mehr nur Technikfans: In Südkorea plant die Regierung nun Maßnahmen, um den steigenden PC-Preisen aktiv entgegenzuwirken und Entlastung zu bieten.
Wenn selbst Regierungen anfangen, sich um RAM-Preise zu kümmern, dann ist die Lage ernst: Die weltweite Speicherkrise hat inzwischen offenbar ein Niveau erreicht, das nicht mehr nur PC-Bastler und Aufrüster betrifft. In Südkorea möchte die Regierung nun aktiv eingreifen, nachdem DRAM und NAND-Preise in den vergangenen Monaten massiv gestiegen sind und komplette PCs wie auch Einzelkomponenten immer teurer werden. Treiber ist nach wie vor der anhaltende KI-Boom, der enorme Mengen an Speicherchips verschlingt.
Mehr Überwachung auf dem Hardware-Markt
Wie mehrere koreanische Medien berichten, sollen das dortige Handelsministerium und die Fair Trade Commission künftig die Preisentwicklung auf dem PC- und Laptop-Markt genauer überwachen. Ziel sei es, mögliche unfaire Marktpraktiken aufzudecken und gegen auffällige Preissteigerungen vorzugehen. Außerdem will die Regierung Lieferketten im DRAM-Sektor genauer beobachten, um Manipulation oder künstliche Verknappungen frühzeitig zu erkennen. Die Maßnahmen seien Teil eines größeren Programms zur Stabilisierung der Lebenshaltungskosten, das bereits seit Februar 2026 läuft.
Gebrauchte PCs als Entlastung
Neben direkter Marktaufsicht plant Südkorea aber auch konkrete Entlastungen für Verbraucher. So sollen künftig ausgemusterte Behörden-PCs aufbereitet und an sozial schwächere Haushalte verteilt werden, statt sie zu verschrotten. Zudem wird ein Förderprogramm ausgeweitet, das einkommensschwache Familien beim Kauf von Computern für Schüler finanziell unterstützt.
Ein weiterer Schritt soll die Reformation der Internet-Tarife sein, um Bürgern trotz Datenlimit weiterhin Zugang zum Netz zu ermöglichen. Damit wolle man zumindest die grundlegende Kommunikation ermöglichen. Ob die angekündigten Maßnahmen der koreanischen Regierung den Markt tatsächlich spürbar entlasten, wird sich vermutlich erst in den kommenden Monaten zeigen.
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Quelle: The Korea Herald, No Cut News via Tom's Hardware

Sowas wie in Ungarn mit dem Sprit (Tankstellenbetreiber müssen überprüfen, ob ein Fahrzeug berechtigt ist, zum geschützten Preis zu tanken.) finde ich für sowas wie Speicher schwerer umzusetzen. Dann wird halt über Mittelsmänner gekauft, außer man muss die Rechnung mitsamt Steuernummer einreichen und bekommt erstattet. Dann natürlich mit zusätzlicher Mengenbegrenzung (RAM in haushaltsüblichen Mengen? xD). Aber wie viele würden plötzlich subventionierten RAM kaufen und dann bei Ebay und Co. auch ins Ausland verhökern?
Wie würde man mit inländischen Unternehmen umgehen? Falls diese auch subventioniert werden, gibt es Limits wie viel RAM die subventioniert bekommen? Wird geprüft, ob sie den RAM wirklich selber benötigen und nicht evtl. gewinnbringend an dritte weiterveräußern?
aber genau das Gegenteil passiert gerade.