Speicherkrise: Beginnt bald "das große Wegwerfen"?

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Speicherkrise: Beginnt bald "das große Wegwerfen"?
Quelle: G.Skill

Die Preise für DDR5-Speicher, SSDs, Festplatten und wohl bald auch schon Grafikkarten steigen aufgrund der historischen Speicherkrise infolge der exorbitanten Nachfrage aus dem KI-Segment immer weiter und sorgen für immer größere Probleme.

Wie ein kurzer Blick in den PCGH-Preisvergleich von Geizhals darlegt, werden die DRAM-Speicherbausteine ("ICs") von Samsung, Micron und SK Hynix, welche für die Herstellung von DDR5-Speicherkits benötigt werden, sowie die NAND-Speicherchips, die auf SSDs zum Einsatz kommen, aufgrund der historischen Speicherkrise infolge einer exorbitant hohen Nachfrage aus dem nach wie vor boomenden KI-Segment immer teurer. Schon bald dürften auch Grafikkarten im Preis steigen, da auch Grafikspeicher sich hinter dem Enterprise-Business anstellen muss. Die Gesamtsituation wird zunehmend ernster, vor allem für PC-Bauer.

Wie der Branchenkenner und PCGH-X-Moderator Pokerclock nun im Rahmen seiner aktuellen User-News berichtet, steht insbesondere den kleineren Systembuildern möglicherweise schon bald einmal ein "großes Wegwerfen" bevor, das zu den (End-)Zeiten der Corona-Krise ebenfalls praktiziert worden ist. Wie es zu entsprechenden Entwicklungen kommt, beschreibt dieser wie folgt:

Zur (End-)Zeit der Corona-Krise waren größere Mengen (>10 Stück) von Grafikkarten für Retail-Händler nur unter Bedingungen erhältlich. Ich selbst durfte größere Mengen nur dann erwerben, wenn ich diese im Bundle mit anderer Hardware erwarb. - Pokerclock -

Das wiederum hat weitreichende Folgen, welche insbesondere kleine kommerzielle PC-Bauer hart treffen können. Diese müssen mit deutlich stärkeren Beschränkungen und Vorgaben bei der Bestellung von Hardware zurechtkommen.

Obwohl der enorme Preisanstieg bei RAM und SSDs gar nicht so lange her ist, scheinen nahezu alle Distris ihre Kontingente zu beschränken. Auf dem kurzen Dienstweg erfragt, scheinen Mengen von bis zu 20 Stück noch ohne Probleme kaufbar zu sein, solange man den aktuellen Marktpreis bezahlt.

Das entspricht in etwa der Tagesproduktion eines mittelkleinen, national tätigen Komplett-PC-Bauers. Wer bereits 50 haben möchte, wird höflich gebeten zu diversifizieren, d.h. unterschiedliche Kits. - Pokerclock -

Aber damit nicht genug, denn wer größere Mengen einer bestimmten Hardware bestellen möchte, "wird unweigerlich "gebeten" andere Produktgruppen mitzukaufen. Ansonsten gibt es eben gar nichts", so der Autor in seiner User-News.

Solange es wirtschaftlich sinnvoll ist, wird Neuware (!) in Ermangelung von Eigennutzung oder Absatzmöglichkeiten besser direkt entsorgt als diese weit, weit unter dem EK zu verkaufen. Warum ist das so?

Die Elektrotonne kann eine günstigere Alternative zur Gewährleistungspflicht auf Neu- oder Gebrauchtware sein. Dazu kommen der typische (bürokratische) Aufwand im Verkauf, Personalbindung, Buchhaltung und was sonst noch dazu gehört.

Ich durfte zur Corona-Zeit selbst Zeuge einer solchen Entsorgungsaktion eines (kleinen) Retail-Einzelhändlers werden. Ich bin gespannt, ob sich dieses Schauspiel noch einmal wiederholt. - Pokerclock -

Die aktuelle User-News von Branchenkenner und PCGH-X-Moderator Pokerclock ist bereits der zweite Leserartikel zum Thema "Speicherkirse" sowie den Auswirkungen für Retailer und lädt auch dieses Mal zum Mitdiskutieren ein.

Das nach wie vor boomende KI-Segment zieht aktuell sämtliche Kapazitäten für Speicherprodukte an sich, sodass für das Consumer-Segment schlicht nichts mehr übrig bleibt. Privatanwender sind derweil außen vor und bekommen keine oder einzig überteuerte Hardware zu kaufen und kleine Retailer geraten möglicherweise in große Probleme. Ein Ende der Speicherkrise und teurer Hardware ist indes nicht in Sicht.

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Quelle: Pockerclock via PCGH-X-Forum

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    • Kommentare (52)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von xorkru Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von PCGH_Sven
        Die Preise für DDR5-Speicher, SSDs, Festplatten und wohl bald auch schon Grafikkarten steigen aufgrund der historischen Speicherkrise infolge der exorbitanten Nachfrage aus dem KI-Segment immer weiter und sorgen für immer größere Probleme.

        Was sagt die PCGH-X-Community zu [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Speicherkrise: Beginnt bald "das große Wegwerfen"?

        Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Unterforum besser aufgehoben.
        Sicher ist hochwertiger RAM immer gut, aber: braucht man diesen denn wirklich?

        Es gibt hier sicher einige Spieler, die mit echter High-End Hardware spielen. Ok wer es sich leisten kann und mag.

        Die meisten Spieler brauchen für ihre Games solche Hardware gar nicht. Man tut sich selbst und dem Geldbeutel einen großen Gefallen, wenn man die Hardware an die Games anpasst.

        Mein aktueller PC zB:


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        Ich spiele überwiegend Elder Scrolls online auf max Details mit HDR 10 und SET MIP_LOAD_SKIP_LEVELS "-3" (max Texturen) Da reicht meine Hardware absolut aus, vermutlich sogar überdimensioniert.

        Cyberpunk mit Raytracing läuft auch super. Nur Pathtracing hab ich nicht probiert.

        LG
      • Von xorkru Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von PCGH_Sven
        Die Preise für DDR5-Speicher, SSDs, Festplatten und wohl bald auch schon Grafikkarten steigen aufgrund der historischen Speicherkrise infolge der exorbitanten Nachfrage aus dem KI-Segment immer weiter und sorgen für immer größere Probleme.

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        Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Unterforum besser aufgehoben.
        Sicher ist hochwertiger RAM immer gut, aber: braucht man diesen denn wirklich?

        Es gibt hier sicher einige Spieler, die mit echter High-End Hardware spielen. Ok wer es sich leisten kann und mag.

        Die meisten Spieler brauchen für ihre Games solche Hardware gar nicht. Man tut sich selbst und dem Geldbeutel einen großen Gefallen, wenn man die Hardware an die Games anpasst.

        Mein aktueller PC zB:


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        Ich spiele überwiegend Elder Scrolls online auf max Details mit HDR 10 und SET MIP_LOAD_SKIP_LEVELS "-3" (max Texturen) Da reicht meine Hardware absolut aus, vermutlich sogar überdimensioniert.

        Cyberpunk mit Raytracing läuft auch super. Nur Pathtracing hab ich nicht probiert.

        LG
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Emil_Esel
        Die hatten auch keine Konkurrenz. Das war doch eine ganz andere Situation.
        Bei KI ist es ein Rennen. Hier weiß man, dass es die Zukunft ist. Bei Steam hatte man keine Ahnung, ob es überhaupt irgendwie taugt; die haben einfach mal etwas ausgedacht und gemacht. Hätte die ganze Welt gewusst, dass Launcher die Zukunft sind, hätte Steam auch Vollgas gegeben.
        Na doch, das war damals schon abzusehen.
        Internet wurde global. Onlineshops wurden ins Leben gerufen. Patches für Spiele wurden online verteilt.
        Anstatt via LAN, wurde halt online gespielt (und es war damals schon klar, in jedes Spiel ein System mit Freunden, Direkteinladungen zum Server etc. einbauen ist Quatsch auch wenns Multiplayer ist).
        Die Grundidee und Basisfunktionen waren klar - Shop, Bibliothek, Community. Was dann alles drangeschraubt wurde (Reviews, Punkte, Modding, Forum schießmichtot kam alles nach und nach) - ist ja nichts anderes als hier.

        Mit KI wird aktuell alles versucht. Was davon erfolgreich sein wird und was nicht - werden die sehen wenn die versuchen es durch Nutzer oder Auftraggeber zu finanzieren. Es wird nicht alles erfolgreich.
        Das muss aber nicht als Rennen mit dem Kopf durch die Wand gemacht werden, sondern es geht auch klassisch "slow and steady". Und das soll sich halt auch von Anfang an finanzieren lassen. Nicht durch Investoren, sondern durch Kunden. Es gibt halt etwas an Startkapital um etwas durch die Tür zu bekommen, was dann entsprechend Kunden anzieht und diese finanzieren dann die weitere Entwicklung.

        Dafür gibt es viele Beispiele. OBS Studio und VLC als Software. Valve mit Steam als Plattform und so weiter. Nicht alles muss mit dem Venture Capital erschlagen werden bis halt irgendwas davon funktioniert und der Rest einfach nur verbrannte Erde hinterlässt.
      • Von Emil_Esel Software-Overclocker(in)
        Zitat von cryon1c
        Klassischer Wachstum wie dies z.B. bei Valve/Steam üblich war, ist nicht mehr vorgesehen.
        Die hatten auch keine Konkurrenz. Das war doch eine ganz andere Situation.
        Bei KI ist es ein Rennen. Hier weiß man, dass es die Zukunft ist. Bei Steam hatte man keine Ahnung, ob es überhaupt irgendwie taugt; die haben einfach mal etwas ausgedacht und gemacht. Hätte die ganze Welt gewusst, dass Launcher die Zukunft sind, hätte Steam auch Vollgas gegeben.
      • Von cryon1c Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Emil_Esel
        Ja, lieber ganz langsam Milliarden investieren und dem Marktführer dann technisch komplett hinterherhängen und niemand braucht mehr dein Produkt.
        Genau darum geht es doch aktuell: der Schnellste zu sein, um das größte Stück vom Kuchen abzubekommen.
        Wenn du dir da Zeit lässt, ist der Kuchen nicht nur weg, sondern es gibt nicht mal mehr einen Platz am Tisch.
        Das ganze ist "highest risk, high reward"-Strategie.
        Sich so weit auf dem Markt mit aufgeblähtem Budget positionieren (egal wie viel Geld dabei verbrannt wird) wie es nur geht. Entweder mit dem Ziel zu groß zu werden um kaputt zu gehen (irgendwer wird schon einspringen) oder sowieso direkt mit dem Ziel, aufgekauft zu werden.

        Klassischer Wachstum wie dies z.B. bei Valve/Steam üblich war, ist nicht mehr vorgesehen.
        Obwohl dies am besten funktioniert - ohne Shareholder, mit dem Kunden im Sinn und trotzdem Marktmacht.
      • Von _Oskar_ Software-Overclocker(in)
        Zitat von Emil_Esel
        Ich hab weder externe Datenträger noch Digitale privaten Daten
        EASY LIFE sag ich
        Auch nicht schlecht.
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