Wegen RAM-Krise: HP sucht Alternativen zu Samsung, SK Hynix und Micron
Auch OEM-Hersteller wie Hewlett-Packard suchen nach einem Ausweg aus der Speicherkrise. Eine Spur führt dabei nach China, wie ein Analyst meint.
OEM-Hersteller Hewlett-Packard (HP) prüft derzeit nach einem Bericht des Analysten Tae Kim neue Speicherlieferanten aus China. Das Unternehmen soll gegenüber der Bank of America erklärt haben, "zusätzliche Lieferanten" für Produkte zu prüfen, die in Asien und anderen europäischen Regionen verkauft werden sollen. Damit würde sich HP erstmals von den drei dominanten Speicherproduzenten Samsung, SK Hynix und Micron unabhängiger machen.
Für den OEM-Hersteller wäre dies ein wichtiger Pluspunkt, um der Speicherkrise entgegenzuwirken, die seit Monaten die Schlagzeilen dominiert. Auf Besserung seitens der etablierten Hersteller ist dabei nicht zu hoffen: Selbst wenn sofort mit dem Bau neuer Fabriken begonnen würde, um der gestiegenen KI-Nachfrage gerecht zu werden, stünden diese bestenfalls in zwei Jahren bereit.
Zwei Unternehmen scharren bereits mit den Hufen
Kim verweist in diesem Kontext auf einen wesentlichen Unterschied zwischen Speicherchips und anderen Halbleitern: "Anders als die proprietären KI-Chips von Nvidia sind Speicherchips Waren, die ohne Weiteres austauschbar sind", so Kim. Nach Kims Einschätzung könnten chinesische Hersteller schon in absehbarer Zeit aggressiv in den Speichermarkt expandieren.
Zwei chinesische Unternehmen positionieren sich laut Tom's Hardware bereits als potenzielle Mitspieler auf dem zunehmend eskalierenden Speichermarkt.
- CXMT (Changxin Memory Technologies) aus Hefei hat trotz US-Exportbeschränkungen DDR5-8000- und LPDDR5X-10667-Speicherchips gelauncht und bereitet einen Börsengang vor.
- YMTC (Yangtze Memory Technologies Corp.) aus Wuhan plant eigene DRAM-Fabrikationen und soll eine Partnerschaft mit CXMT zur HBM-Produktion anstreben. CXMT wird allerdings vorgeworfen, Technologie von Samsung für seine ersten DDR5-Chips kopiert zu haben.
RAM aus chinesischer Hand - die Lösung für die Speicherkrise? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Man kann halt nicht ewig Werke in Dresden oder so aufmachen, weil es da schön günstig ist und hoffen, das einem die Fachkräfte hinterher reisen.
Für ne Fab z.B. mitten im Ruhrgebiet würde es Elektroniker aller Sparten fast regnen.
Aber das wird etwas off Topic.
Sehr viele Firmen mit Mangel an hoch ausgebildeten Fachleuten sitzen JWD (janz wig drusse).
Manche, weil sie dort ihre Hauptsitze haben, andere, weil man Schiffe eher an den Küsten, als im Inland bauen kann.
Bei der Chipindustrie ist es allerdings eine Kombination aus "Wir gehen dahin, wo die Experten sind" und "Wir bauen da, weil da alle Firmen sind".
Silicon Saxony kam nicht von Ungefähr.
Seit Jahrzehnten sitzen die größten Chiphersteller eben dort... und neue Produktionsfirmen haben es schwer, Fachkräfte außerhalb von der Region zu finden. Einfach, weil in den letzten 30 Jahren die Ausbildung dieser Fachkräfte fast exklusiv in dieser Region geschah.
Und wo es keine Produktion gibt, mangelt es auch an Ausbildung in dem Bereich.
Man kann halt nicht ewig Werke in Dresden oder so aufmachen, weil es da schön günstig ist und hoffen, das einem die Fachkräfte hinterher reisen.
Für ne Fab z.B. mitten im Ruhrgebiet würde es Elektroniker aller Sparten fast regnen.
Aber das wird etwas off Topic.
Die konnten (oder wollten) allerdings nicht im Wettrennen
Warum?
Weil sie hauptsächlich günstig sein müssen. Geschwindigkeit ist zweitrangig.
Denn selbst wenn der SOC auf ARM Basis nur 4 Kerne hat udn nur mit 1GHz taktet, ist das extrem viel schneller, als die allermeisten Anwendungen je brauchen werden.
So lange es nicht um den Zentralcomputer für autonomes Fahren geht, wird kaum Rechenleistung pro Chip benötigt.
Die Chips laufen nicht mit DDR5 , oder DDR4 RAM... Das ist oft on Die SRAM in Fertigungsverfahren im zweistelligen nm Bereich - Für Kaffeemaschinen auch noch ältere Verfahren.
Wenn es hoch kommt, hat eine Kaffeemaschine ohne Display 0,5 MiB RAM mit ein paar hundert kiB ROM... Und das auch nur, weil noch kleinere SOCs schlicht nicht mehr produziert werden.
Kaffeemaschinen mit Display haben vielleicht 16 MiB ROM und gleich viel RAM...
Die SOCs takten dann auch eher im MHz Bereich, weil sie schlicht nicht mehr Leistung brauchen.