Samsung friert DRAM-Lieferungen an OEMs ein
Die anhaltende sehr schwache Nachfrage macht den Herstellern von Arbeitsspeicher weiterhin zu schaffen. Laut Industriequellen hat nun mit Samsung einer der Größten die Auslieferung an OEM-Hersteller wie Dell und Hewlett Packard gestoppt. Die Konkurrenten Hynix und Nanya haben jedoch sofort ihre Chance genutzt um die eigenen Auslieferungsmengen zu erhöhen.
Obwohl die Nachfrage nach Arbeitsspeicher noch immer sehr gering ist, verlangen hartnäckig PC-OEMs nach günstigeren Angeboten. Angeblich werden Preise von 14,- und 28,- US-Dollar für 512 MByte- beziehungsweise 1.024 MByte-Module verlangt. Laut DRAMeXchange lagen in der zweiten Mai-Hälfte die Vertragspreise für 512 MByte DDR2-533-Speicher bei 17,50,- US-Dollar und für 1.024 MByte DDR2-667-RAM bei 35,- US-Dollar.
Die Hersteller von Speichermodulen müssen sich derzeit mit äußerst zaghaften Lieferungen herumärgern. Als der Kassapreis für DRAM unter 1,30 US-Dollar fiel, verringerten einige Speicherhersteller ihre Liefermengen um weitere Verluste zu vermeiden und stellten ihre Fertigungslinien auf andere Produkte wie Flash-Speicher um, um die bereits gemachten Einbußen wieder zu kompensieren.
Laut Hersteller Transcend ist der aktuell zu beobachtende Wiederaufschwung der Preise eine Folge der vorübergehend ausgesetzten Lieferungen der DRAM-Hersteller, wobei dieser sehr rasch vonstatten gehen könnte. Kingmax sieht eine ähnliche Entwicklung und hofft auf eine positivere Preisentwicklung für Mitte Juni.
