SK Hynix mit Gewinneinbruch: NAND-Produktion und Investitionen reduziert
SK Hynix, der nach Samsung Electronics zweitgrößte Speicherfertiger der Welt warnte am vergangenen Donnerstag im Rahmen der Präsentation der Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2019 vor den Auswirkungen der Handelstreits zwischen Südkorea und Japan und sprach über Maßnahmen zur Profitoptimierung des DRAM- und NAND-Geschäfts.
Der aktuell von Südkorea und Japan ausgetragene Handelsstreit führt dazu, dass südkoreanische Chipfertiger aktuell einige für die Produktion benötigte Rohstoffe nur noch über umständliche Genehmigungsverfahren von Herstellern aus Japan beziehen können. Bei bestimmten Chemikalien wie Fluorwasserstoff spielen japanische Produzenten eine Schlüsselrolle, weshalb Samsung bereits plant den Bau einer eigenen Produktionsstätte für Fluorwasserstoff anzugehen. SK Hynix bemühe sich nach Aussage des Finanzchefs Jin-Seok Cha zwar, den Rohstoffnachschub für die Chipproduktion zu sichern, will Beeinträchtigungen der Produktion aber nicht ausschließen, falls die japanischen Exportkontrollen für längere Zeit andauern sollten, wie Reuters berichtet.
Dazu gab der Konzern bekannt, die Produktion von DRAM-Chips ab dem vierten Quartal zu reduzieren und außerdem die NAND-Produktion stärker als bisher geplant zu verringern, nämlich um über 15 statt 10 Prozent. Dazu seien für das kommende Jahr "signifikant niedrigere" Investitionen vorgesehen. Hintergrund sind die stark geschrumpften Gewinne und Umsätze, die aktuell alle Speicherfertiger betreffen. SK Hynix musste für das zweite Quartal im Vergleich zum Vorjahr einen massiven Umsatzrückgang von 10.371 auf 6.452 Milliarden Won (ca. 4,9 Mrd. Euro) hinnehmen, eine Reduktion um 38 Prozent. Noch dramatischer, nämlich um 88 Prozent ist der Gewinn im gleichen Zeitraum geschrumpft, nämlich von 4.329 auf 537 Milliarden Won (ca. 407 Mio. Euro). Als Gründe für die schwachen Zahlen werden im aktuellen Quartalsbericht unter anderem eine geringe Nachfrage nach High-End-Smartphones, ein Preiskampf im NAND-Geschäft und eine entgegen der Erwartungen immer noch verhaltene Nachfrage im Datencenter-Bereich angegeben.

Jetzt muss halt nur noch nVidia auf die Schnauze fallen, dann ist die (IT-)Welt wieder einigermaßen ok. So schnell wird das aber leider nicht passieren.