Ryzen 7000 und 7000X3D: DDR5-7400 gegen DDR5-6200 in Spielen [Bericht]
Die kommende AM5-Firmware, das sogenannte AGESA ComboAM5Pi 1.0.0.7b, für die Desktop-Prozessoren der Serien AMD Ryzen 7000 ("Raphael") und Ryzen 7000X3D ("Raphael-X") macht seit mehreren Tagen durch eine signifikant verbesserte Übertaktbarkeit des Arbeitsspeichers und des Speichercontrollers von sich reden. Doch wie schlagen sich DDR5-7400 in Gaming-Benchmarks gegen DDR5-6200? Ein Bericht liefert die Antworten.
Sollte man einen AMD Ryzen 9 7950X oder einen AMD Ryzen 7 7800X3D in Spielen mit DDR5-7400 und mehr, oder in dem bislang als "Sweetspot" geltenden Bereich von DDR5-6000 bis DDR5-6400 betreiben? Die Webseite Quasar Zone hat jetzt die Probe aufs Exempel gemacht und die beiden Zen-4-Prozessoren mit unterschiedlichen Speicherkonfigurationen in Gaming-Benchmarks verglichen.
DDR5-6200 CL30 (1:1) schlagen DDR5-7400 CL34 (1:2) aber...
Wie die Benchmarks der Webseite, die sich aus zehn Spielen in Full HD ("1080p") und WQHD ("1440p") zusammensetzen, belegen, bieten DDR5-7400 mit einer CAS-Latency von 34 Taktzyklen keinerlei Vorteile gegenüber DDR5-6200 CL30. Hierbei gilt es aber zu beachten, dass es sich hierbei nicht um dedizierte Tests im CPU-Limit handelt, dennoch dürfte der Alltag der Spieler mit dem Szenario gut abgebildet werden.
Quelle: Quasar Zone
Ryzen 9 7950X in WQHD ("1440p")
Sowohl die Avergage-Fps als auch die 1% Low-Fps liegen in WQHD ("1440p") in etwa gleichauf, ganz gleich ob der Ryzen 9 7950X mit DDR5-6200 CL30 oder DDR5-7400 CL34 betrieben wird. Bei 6.200 MT/s kann der Speichercontroller, der sogenannte Integrated Memory Controller ("IMC"), respektive die Fabric ("FCLK") synchron betrieben werden, während DDR5-7200 CL34 im Modus 1:2 laufen müssen.
Quelle: Quasar Zone
Ryzen 7 7800X3D in Full HD ("1080p")
Auch in Full HD ("1080p") mit einem Ryzen 7 7800X3D wiederholt sich das Ergebnis. In gewöhnlichen Alltagsszenarien bieten extrem hohe Speichertaktfrequenzen keinerlei Vorteile gegenüber humaneren Settings.
DDR5-6000 bis DDR5-6400 bleiben die Empfehlung für Spieler
Für Spieler, deren CPU über einen entsprechend potenten Speichercontroller verfügen, bleiben DDR5-6000, DDR5-6200 und DDR5-6400 mit einer niedrigen CAS-Latency und optimierten Sub-Timings nach wie vor die beste Wahl. Vorausgesetzt, der Speicher kann im Modus 1:1 synchron zum Speichercontroller betrieben werden.
AGESA ComboAM5Pi 1.0.0.7b ist ein großer Schritt
Unabhängig vom Sweetspot für DDR5-Speicher auf der AM5-Plattform, bleibt die neueste Firmware AGESA ComboAM5Pi 1.0.0.7b dennoch ein großer Schritt und kann einigen Spielern dabei helfen, die empfohlen 6.000 bis 6.400 MT/s überhaupt erst zu erreichen. Zudem ermöglicht der "Nitro Mode" weitreichendere Einstellungen am Speichercontroller, was insbesondere für Enthusiasten interessant sein dürfte.
Die Redaktion würde sich über eure Erfahrungen freuen. Wie betreiben die Leser aus dem PCGHX-Forum ihren DDR5-Speicher auf der AM5-Plattform? Sagt es uns in den Kommentaren zu dieser Meldung.
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Quelle: Quasar Zone via Wccftech

Dass man sich eher für Taktsteigerungen bei 1:1 begeistern sollte. Vor allem wenn diese nicht nur die Möglichkeiten einer Plattform auf schnelleren RAM erweitern, sondern sogar Limits mit bereits vorhandenem RAM weiten.
Die jenseits der relevanten 1:1-Regionen bestehende 2:1-Welt zu testen und dann in Benchmarkbalken direkt nebeneinander zu packen, ruft dagegen schnell den falschen Eindruck hervor. Da hätten die Tester lieber -6200 2:1 als Baseline nehmen oder es besser gleich zusätzlich zu -6200 1:1 mit aufführen sollen. So haben wir das in früheren (Intel-)Tests zu hohen DDR5-Frequenzen ja auch gemacht. Sonst ließt nämlich jeder nur "7400 ist kaum schneller als 6200", ohne dass der Kausalzusammenhang zur IMC-Ratio rüberkommt. Die Benchmarks hier besagen letztlich nur: "Alte Weisheit, gehen sie weiter: 2:1 ist so lahm, dass man sich nicht drum kümmern sollte.". (Wenn nicht gar ein GPU-Limit vorliegt.)
Für "Ryzen jetzt noch schneller in Spielen, mit bestehendem RAM." müsste man andere/zusätzliche Zahlen betrachten.
Zuvor hieß es immer, dass der Speichercontroller der Zen-4-CPUs bei 6.200 bis 6.400 MT/s gegen eine Taktmauer rennt.
Dass das nicht der Fall ist und der Hund eher im BIOS/UEFI respektive der Firmware begraben ist, hat das neue AGESA jetzt gezeigt.
Darüber hatten wir ja vorher berichtet.
Diese Meldung mit den 2:1 vs 1:1 Benchmarks sollte dazu dienen, zu zeigen, dass das für Spieler nur bedingt Sinn macht (oder auch gar nicht).
Aber auch dieser 2:1 Modus ist ja nicht in Stein gemeißelt. Das zeigt Zen 3/Zen 3+ mit DDR4 ganz gut.
Da gibt es mittlerweile schon einige, die Zen-3(+)-APUs mit DDR4-4200 bis -4400 im 1:1 Modus synchron betreiben.
Ich wollte mit dieser Meldung die Geschichte mit dem neuen AGESA eigentlich nur zu einem runden Abschluss bringen und demonstrieren, was der höhere Takt eben nicht bringt, nämlich mehr Fps.
Anwender, die von mehr Speicherbandbreite und Durchsatz profitieren, haben auch im 2:1 Modus etwas davon. Auch wenn das in der Regel nicht unser Klientel ist.
Liebe Grüße Sven
Meiner Meinung nach ist es viel spannender, dass 7.200 MT/s und mehr mittlerweile mit EXPO und XMP laufen.
Mir persönlich sind nur eine Handvoll Leute überhaupt bekannt, die vorher mit DDR5-7200 und mehr überhaupt einen stabilen Bootvorgang hinbekommen haben.
Natürlich lässt sich über den Sinn und Unsinn von so hohen Frequenzen streiten, gerade weil sie nur 1:2 laufen.
Dass sie jetzt überhaupt laufen, finde ich aber beachtlich. Ich kenne auch genug Anwender, bei denen ging vorher nicht mehr als DDR5-6000.
Kommentar seitens des AMD Entwicklers, der u.a. EXPO maßgeblich mit entwickelt hat.
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