Qimonda arbeitet schon an GDDR5
Wie die EETimes berichten, will die ehemalige Speichersparte von Infineon die GDDR4-Technologie überspringen und sich gleich GDDR5-Speicher widmen und zielt damit auf den High-End-Markt. Offenbar versucht die derzeitige Nummer zwei im Grafik-DRAM-Markt dem Marktführer und damit seinem größten Konkurrenten Samsung einen Schritt voraus zu sein. In einem Interview mit EETimes Europe sagte Vize-Präsident Robert Feurle Qimonda habe seinen Marktanteil in den letzten zwei Jahren von zehn auf 30 Prozent steigern können, vor allem auf Kosten von Mitbewerber Hynix.
"Während GDDR3 derzeit 90 Prozent am High-End-Grafikkarten-Markt hält, wird die dominierende Speichertechnologie im Jahre 2011 GDDR5 und nicht GDDR4 sein. GDDR4 wird einen Nischentechnologie bleiben und die meisten Kunden werden von GDDR3 sofort zu GDDR5 übergehen," sagte Feurle. Er stützt sich dabei auf eine Studie von Mercury welche GDDR4 seinen Höhepunkt 2008 mit gerade einmal 25 Prozent Marktanteil bescheinigt.
Hauptgrund dafür ist laut Feurl, dass die Stromaufnahme nicht so stark verringert werden konnte wie erwartet und die Versprechen sehr sparsame Systeme zu ermöglichen nicht eingehalten werden konnten. GDDR5 soll diesen Misstand ausbügeln und nebenbei gleich noch das dreifache an Leistung wie heutige GDDR3-Chips mit 800 MHz liefern. Neben der Verwendung in Desktop-Rechner und Notebooks würde sich GDDR5-Speicher offenbar auch für Spielekonsolen eignen.
Derzeit befasst sich Qimonda mit Standardisierung durch die JEDEC (Joint Electron Device Engineering Council) und hofft damit im Sommer 2007 fertig zu sein. Erste Muster sollen dann Ende 2007 hergestellt werden, während die Massenfertigung schon im ersten Quartal 2008 beginnen soll.
