RAM-Preise explodieren: Corsair macht es Betrügern mit geändertem Verpackungsdesign schwer
Seit Jahresbeginn hat der Hardwarehersteller Corsair Maßnahmen ergriffen, um seinen DDR5-Vengeance-RAM vor Betrügereien zu schützen. Dazu zählen ein neues Verpackungsdesign und manipulationssichere Etiketten.
"Angesichts der stetig steigenden DRAM-Preise gewinnt der Schutz der Produktauthentizität immer mehr an Bedeutung", konstatierte der Hersteller Corsair vor einiger Zeit. Denn die Speicherkrise führt auch einige Betrüger zutage, die immer dann auftauchen, wenn der Markt in einer Ausnahmesituation ist. Corsair nahm diesen Umstand zum Anlass und hat eigenen Angaben zufolge seit Jahresbeginn die Verpackung seiner Vengeance-DDR5-RAM-Produkte in der Ausführung mit zwei Modulen entsprechend angepasst.
Corsair setzt auf Transparenz - auch bei den RAM-Verpackungen
Betroffen von der Änderung des Verpackungsdesigns sind laut Corsair die RGB-, non-RGB- und RGB-RS-Varianten des Vengeance-Arbeitsspeichers. Ursprünglich wurden die RAM-Kits in einer herkömmlichen Kartonverpackung vertrieben. Um Betrügern aber den Wind aus den Segeln zu nehmen, sollen diese Produkte seit einiger Zeit in einer versiegelten Kunststoff-Klappverpackung aus recyceltem Material verkauft werden.
Als weiteren Vorteil der Kunststoffverpackung nennt Corsair den ESD-Schutz, um elektrostatische Entladungen auf die RAM-Module zu verhindern. Der Hauptgrund der Verpackungsänderung liegt aber darin, dass Kunden nun durch diese hindurchschauen und so verifizieren können, dass sich originaler Vengeance-DRAM in der Verpackung befindet, wenn dieser zurückgegeben wird.
Corsair führte noch eine weitere Sicherheitsmaßnahme in Form eines manipulationssicheren Etiketts ein, das beim Öffnen der Verpackung einreiße und so jeden Versuch des Wiederverschließens sofort sichtbar mache. "Angesichts des aktuellen Preises von DRAM-Kits trägt diese zusätzliche Sicherheitsebene dazu bei, Kunden und Händler vor Betrug mit Rücksendungen durch gefälschte Module oder als echten RAM ausgegebene Light-Enhancement-Kits zu schützen", erklärt Corsair dazu. Bei Light-Enhancement-Kits handelt es sich um Arbeitsspeicherattrappen ohne RAM-Chips.
Laut Corsair werden einige DRAM-Produkte möglicherweise noch in Papierverpackungen angeboten. Dennoch möchte das Unternehmen wieder ein Sicherheitsetikett bei den Verpackungen einführen, um einen besseren Schutz zu gewährleisten.
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Quelle: Corsair

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Nebenbei:
Trotzdem könnte ich mich tw. in den Allerwertesten beißen: Vor längerer Zeit habe ich ein 64GB-Kit für unter 150 Euro geschossen. (Läuft seither absolut stabil und bringt genau die angegebene Leistung übers Profil.)
Hätte ich damals noch 10 Kits gekauft, wären das im Verkauf zum heutigen Preis bald 6.000(!) Euro Gewinn 🤯...
Habe nie von größeren Betrugsfällen bei RAM gelesen (nur von dem Vorfall, wo der Support, ne falsche Retoure raus gab). Dann der vermeintliche ESD Schutz...also bot die alte Verpackung keinen Schutz?
Hier geht es wohl nur um Kostensenkung.
Aber ja, Kostensenkung ist aber auch nicht schlecht. Warum auch. Ich habe kürzlich meinen Dachboden ausgeräumt und nur mit blöden Pappkartons incl. Verpackungen von Corsair, G.Skill (und und und) fast eine ganze blaue Tonne vollgeballert. Warum sollte man da nicht sparen bei Erzeugung, Entsorgung UND für den Ressourcenschutz.
Und wenn ein weiterer Effekt ist, dass man endlich sieht, was drin ist, dann wirds immer oker.
BTT: Amazon wird das aber eh einen Dreck scheren, die schauen sich keine einzige Retoure an. Irgend eine arme Sau kauft dann so eine geöffnete Packung als "Warehouse Deal", schickt den Scheiß wieder zurück und dann kommt das Kit wohl in den Schredder. Einem Betrüger wird man so sicher nicht ausfindig machen. Und so lange, die Leute glauben, dass Amazon eine gute Adresse fürs Shopping ist, wird sich daran auch nicht viel ändern.