Speicherkrise: PCs und Notebooks ab 2026 deutlich teurer
Die Preise für RAM, SSDs, Festplatten und wohl bald auch Grafikkarten steigen aufgrund der Speicherkrise infolge der exorbitanten Nachfrage aus dem KI-Segment immer weiter, sodass PCs und Notebooks ab 2026 deutlich teurer werden sollen.
Wie ein kurzer Blick in den PCGH-Preisvergleich von Geizhals darlegt, werden die DRAM-Speicherbausteine ("ICs") von Samsung, Micron und SK Hynix, welche für die Herstellung von DDR5-Speicherkits benötigt werden, sowie die NAND-Speicherchips, die auf SSDs zum Einsatz kommen, aufgrund der historischen Speicherkrise infolge einer exorbitant hohen Nachfrage aus dem nach wie vor boomenden KI-Segment immer teurer. Schon bald dürften auch Grafikkarten im Preis steigen, da auch Grafikspeicher sich hinter dem Enterprise-Business anstellen muss. Die Herstellungskosten für Desktops und Notebooks steigen deutlich.
Wie das namhafte Marktforschungsunternehmen TrendForce aus verlässlichen Branchenquellen erfahren hat, führt die immer weiter steigende Nachfrage aus dem KI-Segment und die damit verbundenen immer weiter steigenden DRAM-Preise dazu, dass Dell erste Kunden über eine Preiserhöhung seiner Systeme informiert hat. Die Preiserhöhung soll demnach 15 bis 20 Prozent betragen und spätestens 2026 im vollen Umfang erfolgen, eventuell aber auch schon Mitte Dezember erfolgen.
Ich habe noch nie gesehen, dass die Kosten für Speicherchip so schnell steigen. - Jeff Clarke, Chief Operations Officer von Dell -
Demnach sollen auch andere Branchengrößen wie Lenovo und HP ihre Kunden bereits darüber informiert haben, dass die aktuellen Preise ab dem 1. Januar 2026 hinfällig sind und sich deutlich erhöhen werden. Allein im DRAM-Segment seien Preise im Jahresvergleich ("YoY") zwischen 70 und 170 Prozent gestiegen, heißt es da.
Globale Marktführer wie Lenovo, HP, Dell, Samsung und LG, überdenken den Berichten zufolge ihre aktuellen Produkt-Roadmaps für 2026, einschließlich KI-PCs und Tablets. - TrendForce -
Laut Lenovo lassen die globalen Lieferkettenbelastungen auf der einen Seite die Speicherkosten in die Höhe schnellen und ziehen sich bis hin zur Preisgestaltung gesamter Systeme durch. Auf der anderen Seite befeuern Unternehmen, die für den Einsatz von KI-Anwendungen kämpfen, eine historisch beispiellose Nachfrage nach Hochleistungssystemen, was das Angebot weiter verschärft und die Preise noch weiter nach oben drückt. Konsumenten und PC-Bauer haben das Nachsehen.
Laut der Asia Business Daily warnt Enrique Lores, seines Zeichens CEO von HP, davor, dass das 2. Halbjahr 2026 besonders hart werden könnte und die Preise noch einmal deutlich anziehen könnten. Die Preise im Einzelhandel sollen mittlerweile gezielt erhöht werden, um die Nachfrage dämpfen zu können, so TrendForce.
In dem jüngsten Bericht von TrendForce heißt es, dass die steigenden Speicherpreise die Stücklistenkosten in der Unterhaltungselektronik so erheblich erhöht haben, was Unternehmen dazu veranlasst hat, die Einzelhandelspreise zu erhöhen und die Marktnachfrage damit entsprechend dämpfen zu können. - TrendForce -
Spieler und Heimanwender müssen sich somit einmal mehr hinten anstellen und mittelfristig mit den hohen und möglicherweise noch weiter steigenden Preisen für DDR5-Arbeitsspeicher, PCIe-SSDs und mit etwas zeitlichem Versatz auch Grafikkarten abfinden. Auch werden Desktop-PCs und Notebooks sowie Tablets und Smartphones im kommenden Jahr voraussichtlich deutlich teurer werden. Für Konsumenten und kleine Systembuilder dürften schwere Zeiten angebrochen sein. Es heißt vorerst weiterhin "All Eyes on AI", koste es, was es wolle, so scheint es zumindest.
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Quelle: TrendForce, Asia Business Daily, Bloomberg, Chosun Biz

Mich würde nix mehr verwundern oder schocken.
Ich überlege die ganze Zeit schon, ob ich jetzt noch einmal aufrüste, da ich keine Lust habe, dass dreifache zu bezahlen, falls dann doch mal iwas Fratze gehen sollte.
Mich würde nix mehr verwundern oder schocken.
Ich überlege die ganze Zeit schon, ob ich jetzt noch einmal aufrüste, da ich keine Lust habe, dass dreifache zu bezahlen, falls dann doch mal iwas Fratze gehen sollte.