PC ohne RAM: Test nutzt stattdessen den CPU-Cache
Die derzeitige Speicherkrise macht erfinderisch und hat einen Youtube-Kanal dazu veranlasst, die Machbarkeit eines PCs ohne RAM auszuprobieren, wobei letztlich der CPU-Cache als Alternative genutzt wurde.
Arbeitsspeicherpreise waren zwar zuletzt teils leicht zurückgegangen, doch am Horizont soll sich noch keine Besserung abzeichnen. Not macht bekanntlich erfinderisch, und so hat der Youtuber "PortalRunner" getestet, ob ein PC auch ohne RAM-Module in Hardware funktionieren kann, wie Golem berichtet. Hierfür wurde das Open-Source-Projekt Coreboot genutzt, das als anpassbare Alternative gegenüber einem proprietären BIOS oder UEFI dienen kann.
Zum Einsatz kam unter anderem ein altes Asrock-Mainboard aus dem Jahr 2009, da moderne Hauptplatinen mit restriktiven UEFI-Einschränkungen nebst Boot-Sicherungen den Firmware-Austausch schwer machen. Die größte Hürde ist nämlich denkbar schon der Start, wo ein herkömmliches BIOS oder UEFI den Bootvorgang ohne Arbeitsspeicher bei der Hardware-Initialisierung abbricht. Der Bastler nutzte allerdings ein modifiziertes Coreboot-Image, um die RAM-Erkennung zu überspringen.
Während sich Versuche mit Auslagerungsdateien oder die Nutzung von Grafikspeicher als zu langsam oder instabil für einen vernünftigen Betrieb herausstellten, rückte anschließend der schnelle, wenn auch recht kleine SRAM des CPU-Caches in den Fokus. Aufgrund des Alters des Testsystems standen hier potenziell nur wenige Megabyte zur Verfügung, womit sich heutzutage nur schwerlich ein vollwertiges Betriebssystem betreiben lässt.
Ohne konventionelles Betriebssystem beschränkte sich der Versuch letztlich auch auf die BIOS-Umgebung, wo für den Beweis der Nutzbarkeit eine eigens programmierte Umsetzung des Computerspielklassikers Snake mit ASCII-Darstellung realisiert wurde. Limitierungen zeigten sich dabei auch an der zur Übertragung genutzten seriellen Schnittstelle. Das Experiment verdeutlicht letztlich, dass RAM aus verschiedenen und praktikablen Gründen nach wie vor unverzichtbar ist.
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Gab es aber leider nur als Xeon Max für HPC (nicht einmal für normale Server) – dabei wäre ein einzelnes der vier Tiles kombiniert mit einem Viertel des Speichers die perfekte Sockel-1700-Extreme-Edition gegen 7950X3D gewesen:
15 Alder-Lake-Kerne (monolithisch) + AVX512 + voller L3-Ausbau (wie bei RPL), Dual-Channel DDR5, 16+4 PCIe-5.0-Lanes + DMI. Und als Sahnestück eben 16 GiB integrierter Speicher.
Sich ohne Herstellersupport was mit Core Boot zusammenzubasteln ist dagegen auf antike Plattformen beschränkt. Einzig Broadwell hätte ausreichend Speicher, um wenigstens was aus der (späten) Windows-9X-Ära vernünftig laufen zu lassen. Aber wer hat einen 5775C rumliegen und keinen passenden RAM?
Load"$", 8,1 😜
Schöne Ostertage usw.
Da der Cortex sich an der Oberfläche befindet, wäre dieser besser erreichbarer als z.B. der Thalamus.
Da manche ihren Cortex sowieso nicht nutzen, würden sich proprietäre Möglichkeiten eröffnen.
Tierstudien (Phase 2) zeigen erste Erfolge.
So konnte mit einem Gehirn (Affe) ein gesamtes Internetcafe versorgt werden anstatt mit sündhaft teuren Arbeitsspeicher.
P.S. Der Wein schmeckt sehr gut.
Das sollte doch mit aktueller Hardware ebenso umsetzbar sein. Da steckt doch ungleich mehr Speicher auf dem Chip.