NRAM soll 2019 Marktreife erlangen

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NRAM wird von Fujitsu gefertigt.
Quelle: youtube.com

Mit dem NRAM plant das US-Unternehmen Nantero eine Revolution, an welcher sich schon andere Speichertechniken wie Intels 3D-Xpoint versucht haben: die Vorteile von nichtflüchtigem Flash-Speicher mit denen von DRAM zu vereinen. Dazu setzt Nantero auf Kohlenstoff-Nanoröhren. Erste Produkte - unter anderem von Fujitsu - sollen nach Nanteros Angaben im Jahr 2019 auf den Markt gelangen.

In jedem PC befindet sich seit jahrzehnten Arbeitsspeicher mit DDR-SDRAM. Die Technik wurde in den letzten Jahren immer weiter verfeinert, doch die Grundlagen dahinter haben sich nicht großartig verändert. Das Unternehmen Nantero aus den Vereinigten Staaten von Amerika entwickelt seit etwa einem Jahrzehnt an einer Technologie, auf welcher der Arbeitsspeicher der Zukunft basieren soll. Nantero wird unter anderem von Cisco, Dell, Kingston und einer Investmentfirma, die dem größten chinesischen Auftragsfertiger SMIC gehört, finanziert.

Nantero entwickelt Non-Volatile Random Access Memory (NRAM), welcher auf Kohlenstoff-Nanoröhren (im Englischen: carbon nanotubes) basiert, die sich durch ihre lange Haltbarkeit auszeichnen. NRAM könnte sowohl Flash-Speicherzellen als auch DRAM ersetzen. Bisher sind NRAM-Systeme bekannt, die als Single-Level-Cells (also ein Bit pro Speicherzelle) planar gefertigt wurden. Jede Speicherzelle besteht aus einer Schicht Kohlenstoff-Nanoröhrchen, die zwei Elektronen voneinander trennen. Beim Anlegen von elektrischen Strom sinkt der Widerstand, da sich die Röhrchen berühren. Über den Widerstand wird der Zustand der Speicherzelle bestimmt, er bleibt selbst erhalten, wenn die Stromquelle abgeschaltet wird.

Ziel der neuen Technologie ist es, die von Flashspeichern bekannte Langzeitspeicherung ohne Stromquelle sowie die hohe Schreib- und Lesegeschwindigkeit eines DRAM-Speichers in nur einem Produkt zu bieten. Bisher wurden erste Prototypen in einer Strukturbreite von 55 Nanonmetern gefertigt, gefolgt von weiteren Prototypen in einem 28-nm-Verfahren, welche bei Fujitsu hergestellt werden. NRAM ist mehrschichtig ausgelegt, bei den ersten Versuchsmodellen kamen vier und acht Schichten zum Einsatz - nur ein Bruchteil der 64 Schichten von modernem Flash-Speicher. Wie viele Layer die marktreifen NRAM-Chips verwenden werden ist nicht bekannt. Nantero rechnet damit, dass erste Produkte 2019 auf dem Markt gelangen. Damit hat sich die NRAM-Einführung um ein Jahr verzögert - ursprünglich sollte NRAM schon 2018 verkauft werden. Fujitsu plant

Eigentlich sollte Nanteros sogenannter NRAM erst in Form eines 32-Megabyte-Moduls für SoCs erscheinen, neuere Informationen besagen aber, dass es Produkte mit DDR4-Kompabilität geben könnte. Diese könnten dann in Form traditioneller Speicherriegel in den PC integriert werden. Ein NRAM-Riegel soll wie ein DDR-Riegel mit mehreren Chips bestückt sein, welche jeweils eine Kapazität von 16 Gigabit (zwei Gigabyte) aufweisen.

Quelle: Golem.de

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von majinvegeta20 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Stormado
        Wird nur wieder Jahrzehnte dauern, bis das kommt - so meine Vermutung. Aber schön wär's
        Theoretisch hat man das schon. Einfach ne Ram Disk erstellen und sich zumindest bis zum Neustart freuen.
      • Von majinvegeta20 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Stormado
        Wird nur wieder Jahrzehnte dauern, bis das kommt - so meine Vermutung. Aber schön wär's
        Theoretisch hat man das schon. Einfach ne Ram Disk erstellen und sich zumindest bis zum Neustart freuen.
      • Von Gamer090 Lötkolbengott/-göttin
        Klingt erstmal alles ganz schön, wie andere hier schon bemerkt haben, die Sicherheit könnte somit ein grosses Problem sein. Daten die ich in den RAM zwischengespeichert habe sind eh weg sobald der Strom fehlt und SSDs brauchen auch regelmässig Strom. Soweit ich weiss sind SSDs nicht für die Stromlose Lagerung auf lange Zeit geeignet, bei NRAM müsste man es testen.

        Zuletzt darf man nicht vergessen das es bezahlbar sein muss und zwar mit Preisen deutlich unter den aktuellen RAM-Preisen, DDR4 ist immer noch sehr teuer. Ein weitere Vorteil wäre wenn die Riegel damit mit grösseren Kapazitäten bestückt werden können als bei DDR, wenn ich aber von 16GB lese dann bezweifle ich es.
      • Von Drake802 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Jeretxxo
        Ich weiß nicht ob mir nicht flüchtiger Arbeitsspeicher gefällt, grade bei Routern, IoT Geräten etc nistet sich ja gern Malware heutzutage im Arbeitsspeicher ein, die man recht schnell mit einem einfachen Neustart der betroffenen Geräte loswerden kann, weil eben der Arbeitsspeicher flüchtig ist, sollte sich das ändern könnten solche Schädlinge ganz schön ziemlich lästig werden.

        Ich sehe da ein potenzielles Sicherheitsrisiko, eventuell lassen sich dann auch noch Speicherinhalte mit geringer Spannung auslesen ohne das der Rechner wirklich angeschaltet ist und somit die gängigen integrierten Sicherheitschips TPM etc gar nicht aktiv sind.

        Na, ich bin da mal gespannt, was das wird.
        Der Gedanke kahm mir auch beim Lesen. Aber das ist ja typisch Industrie, die neue Technik in den Himmel loben sich aus kostengründen dann eber nicht um das schließen von Sicherheitslücken kommen. Bevor die mal was machen muss doch immer erst ein GAU passieren.

        @Autor und/oder Lektor
        Sorry aber der Artikel ist wirklich peinlich! Das nächste mal besser noch einmal zusäzlich gegenlesen.
      • Von HisN Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von BxBender
        Gibt es schon lange. Nennt sich Ruhemodus.
        Das Eintippen des Login-Passwort dauert länger als der ganze Windows-Start. ^^
        Wobei das ja nur ein "Fake" ist.
        Entweder wird das RAM die ganze Zeit weiter mit Strom versorgt, oder Du hast den Hybrid-Modus, in dem der RAM-Inhalt irgendwann auf die Festplatte geschrieben wird.
      • Von saphira33 Software-Overclocker(in)
        Zitat von BxBender
        Gibt es schon lange. Nennt sich Ruhemodus.
        Das Eintippen des Login-Passwort dauert länger als der ganze Windows-Start. ^^
        Genau weil dann auch alle Programme instant offen sind etc.
        Starten tut mir mein PC schnell genug. Und dank gewisser befehle brauch ich nicht mal mehr ein Passwort eingeben. Aber nervig ist es, dass gewisse Programme trotz SSD's einfach viel zu lange brauchen um sich zu öffnen.
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