RAM-Preise steigen: 16 GiByte DDR4 nur noch ab 90 Euro

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RAM-Preise steigen: 16 GiByte DDR4 nur noch ab 90 Euro
Quelle: PC Games Hardware

Die Preise von Arbeitsspeicher sind in den vergangenen Monaten weiter angestiegen. Ein DDR4-Kit mit 16 GiByte gibt es inzwischen nicht mehr unter 90 Euro - im Frühling wurde man bereits ab 50 Euro fündig. Schuld ist dieses Mal nicht etwa ein schlechter Eurokurs, sondern ein erhöhter DRAM-Bedarf im Mobile- und Server-Bereich.

Nachdem sich zum Sommerende hin bereits eine Erhöhung der RAM-Preise im PCGH-Preisvergleich beobachten ließ, sind die Kosten in den vergangenen drei Monaten weiter in die Höhere gegangen. Im April 2016 konnte man ein Einstiegs-Kit bestehend aus zwei 8 GiByte großen DDR4-2133-Modulen für knapp über 50 Euro erstehen. Das gleiche Kit kostet jetzt 90 Euro - günstigere 16-GiByte-Sätze gibt es nicht. Das entspricht einer Preissteigerung von stolzen 80 Prozent. Bei den höheren Frequenzen sieht es nicht besser aus, in den letzten neun Monaten sind die Preise durchschnittlich um 30 bis 40 Euro gestiegen. Pro GiByte umgerechnet waren wir schon bei fast 3 Euro angelangt, jetzt nähern wir uns wieder den 6 Euro und überschreiten diese. Die Kits mit 1.700 und 1.800 MHz werden generell seltener angeboten. Bei DDR3 sieht es sogar noch ein bisschen schlechter aus, wobei das für die meisten Neukäufer weniger von Belang ist.

Der Marktforscher Trendforce hatte einen solchen Anstieg bereits im September prognostiziert, als die Preise allmählich wieder hochkletterten. Maßgeblich verantwortlich machte er die beiden Mobile- und Server-Märkte, wo der Bedarf nach RAM-Riegeln und einzelnen DRAM-Modulen erheblich angestiegen sei. Bei Smartphones lässt sich das recht einfach nachvollziehen: Schon Mittelklasse-Smartphones müssen heutzutage mit 3 oder 4 GiByte Arbeitsspeicher ausgestattet sein, High-End-Modelle kommen bereits auf 6 GiByte. Bei vielen Millionen Endgeräten summiert sich da eine beträchtliche Menge an RAM.

  DDR4-Preise Euro/GiB DDR3-Preise Euro/GiB
1333 - - 100 € 6,25 €
1600 - - 85 € 5,31 €
1866 - - 110 € 6,88 €
2133 90 € 5,63 € 115 € 7,19 €
2400 95 € 5,94 € 110 € 6,88 €
2666 100 € 6,25 € 150 € 9,38 €
2800 100 € 6,25 € - -
3000 105 € 6,56 € - -
3200 110 € 6,88 € - -
3400 140 € 8,75 € - -
3600 140 € 8,75 € - -

Preisentwicklung Crucial DDR4-2133-Kit, 2 × 8 GiB

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    • Kommentare (56)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Stryke7
        Ich denke da geht es weniger um persönliche Markenpräferenzen, als einfach darum dass Intel mittlerweile abartig überteuert ist.
        Was für ein Nonsens, die ersten CPUs sie schneller sind als alles was die gesamte Konkurrenz am Markt hat gibts ab 200€
        Da ist ja nichts abartig teures dran, außer man geilt sich nur auf den 8+ Kernern auf....
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Stryke7
        Ich denke da geht es weniger um persönliche Markenpräferenzen, als einfach darum dass Intel mittlerweile abartig überteuert ist.
        Was für ein Nonsens, die ersten CPUs sie schneller sind als alles was die gesamte Konkurrenz am Markt hat gibts ab 200€
        Da ist ja nichts abartig teures dran, außer man geilt sich nur auf den 8+ Kernern auf....
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Kusanar
        Aha. Es gibt seit 2013 keinerlei neue Produktionsstätten für RAM und, wie du selber sagst, wurden Fabriken teils umgerüstet um Flash-Speicher für SSDs zu produzieren. Für mich sieht das dann aber schon danach aus, als ob PC-DRAM-Kapazitäten abgebaut wurden!
        (Und genau um PC-DRAM geht es ja hier, nicht um RAM für SSD-Cache oder Smartphones)
        Es gibt keinen speziellen "PC RAM", es geht hier um die RAM Chips, die werden an der Börse gehandelt. Wenn jetzt die Smartphonehersteller und SSD Produzenten (wir sind bei bis zu 4GB Cache/SSD) mehr Chips ordern, dann steigen die Preise. Das führt dazu, dass die Produzenten von RAM Modulen für ihre Chips mehr bezahlen müssen, was wiederum die dominierenden Kosten sind. "PC RAM" und auch "Laptop RAM" besteht nunmal aus an der Börse gehandelten Chips (und diversen anderen Bauteilen).
      • Von Rainer B. Trug Freizeitschrauber(in)
        Laß ihn. Für ihn ist das eine "neue Nachfrage", was ja auch so in dem Artikel steht. Die Begründung muß ausreichen. Ich gebe nichts drauf, allein aus dem Grunde, weil wenn man 10 Marktforscher/ANALysten fragt, bekommt man fast ebensoviele verschiedene Aussagen. Ob man diese Nachfrage selbst künstlich herbeigeführt hat, indem man wieder schweinemäßig so lange aus Kostengründen am Limit radiert hat, daß jedes zusätzliche gebrauchte mb plötzlich die Preise anziehen läßt, ja, dann ist das eben eine neue Nachfrage und hat mit dem Schwein nichts zu tun. Als hätten die weltweit agierenden Hersteller nicht selber Büros voller Leute, die genau dafür zuständig sind. Markt beobachten, Prognosen abgeben, Vorhersagen treffen bla bla. Die konnten natürlich nicht abschätzen, daß man im Jahre 2016 gesteigerte Mengen von diesem und jenem verbauen wird müssen und so entsteht dann eine neue Nachfrage.

        Ist wie mit den Bauern, es gibt nie das richtige Wetter. Mal sollen die Preise steigen, weil der Frühling zu lange zu kalt war, im nächsten Jahr hat es den ganzen Sommer über nur zehnmal geregnet und im Folgejahr war der Frühling dann schön früh recht mild, dafür sind aber Millionen Fliegen geschlüpft, die eigentlich erst im Juli hätten bllllaaaaaaaaaaaaa bla. Viel Geschwätz um immer den selben Kreislauf, der hier aber lediglich eine neue Nachfrage ist, die urplötzlicherweise auftrat. Kein Schwein.
      • Von Kusanar BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Pu244
        2013 haben sie die Fabriken umgerüstet um Flash Speicher zu Produzieren, das war eine komplette Umwidmung der Produktion. Heute Produzieren sie immer noch RAM, die Mengen sind gleich geblieben oder sogar gestiegen, nur die Nachfrage ist noch mehr gestiegen.

        ---

        Gut, DDR3/4L RAM. Für mich (und die Hersteller) gibt es da keinen großen Unterschied. Der PC RAM wird auf ein Modul geklatscht, die Smartphone RAM auf eine Platine gelötet, genau wie der RAM (Cache) einer HDD/SSD. Am Ende benötigen all diese Bereiche RAM und stehen untereinander in Konkurrenz. Der Unterschied zu einem Schweinezyklus ist das hier keine Produktionskapazitäten abgebaut wurden, sprich das Angebot nicht aufgrund mangelnder Rentabilität (nur dann ist es überhaupt eine Schweinezyklus) verringert wurde.
        Aha. Es gibt seit 2013 keinerlei neue Produktionsstätten für RAM und, wie du selber sagst, wurden Fabriken teils umgerüstet um Flash-Speicher für SSDs zu produzieren. Für mich sieht das dann aber schon danach aus, als ob PC-DRAM-Kapazitäten abgebaut wurden!
        (Und genau um PC-DRAM geht es ja hier, nicht um RAM für SSD-Cache oder Smartphones)
      • Von Stryke7 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pu244
        Schwer zu sagen, sicher werden viele Zens verkauft werden, wobei dies dann zu einem monatelangen Lieferengpass führen wird (AMD hat garantiert nicht mehrere zig Millionen CPUs in der Hinterhand, dann hätten sie Zen auch ein halbes Jahr früher einführen können), was die Sache für den RAM Markt wieder entschärft. Überhaupt bin ich persönlich in meinem Bekanntenkreis vermutlich der einzige, den das großartig interessiert, Zen war jedenfalls nie ein Thema und ich kenne durchaus viel Technik affine Leute (gut, die Jugendzeit, in der viel gezockt wurde und man sich für die neueste Hardware interessiert hat, ist bei den meisten vorbei). 4K Spiel meines Erachtens eine duzendfach größere Rolle als Zen.
        Ich denke auch nicht dass es ernste Engpässe beim Speicher geben wird, eher dass die Hersteller gut verdienen wollen

        Und 4K-Spiele? Fast jedes Spiel kann auf 4k skalieren, die Frage ist da eher was die Grafikkarten können.
        Zitat von Pu244
        Auf den Konsolen steht Sony und Microsoft, nicht AMD. Viele kennen AMD nicht, das Problem hatten sie schon damals bei den Athlons, es konnte sich erst mit dem Athlon 64 ins bewußtsein graben das AMD die besseren Prozessoren baut und damals waren sie auch wirklich besser. Damit die Marke AMD wieder an Glanz gewinnt ist noch einiges zu tun. Selbst wenn sie den i7 6950X schlagen können, wird das noch einige Zeit dauern.
        Das stimmt, bis das Image wieder heilt wird etwas Zeit vergehen.
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