HBM4 ist fast fertig: JEDEC verrät die Eckdaten der neuen Speichertechnik
Laut der JEDEC ist der Standard für HBM4 inzwischen fast fertig. Geplant ist demnach eine Verdopplung der Datenleitungen und damit auch eine deutlich gesteigerte Übertragungsrate. Pro Kanal geht es aber zunächst bergab.
Während aktuelle Desktop-Grafikkarten von AMD auf GDDR6- oder GDDR6X-Speicher setzen, ist im Datacenter die HBM-Technik verbreitet. Ebendiese bietet deutlich höhere Datenraten, die künftig sogar noch weiter ansteigen sollen. Laut der für Speicherstandards verantwortlichen Organisation JEDEC wird HBM4, der Nachfolger des momentan eingesetzten HBM3e, das Interface glatt verdoppeln. Statt 1.024 Datenleitungen kommt jeder Chip bei HBM4 damit auf 2.048 Kanäle.
Schneller und bedingt kompatibel
Einer Verdopplung der Datenrate entspricht das allerdings nicht. Denn während bei HBM3e über jeden Pin 8 Gbit/s übertragen werden, sinkt dieser Wert mit HBM4 auf 6,4 Gbit/s. Vorerst ist also "nur" ein Sprung um 60 Prozent zu erwarten, bei gleichzeitig gestiegener Effizienz und Speicherdichte. Parallel gibt es offenbar schon Gespräche für einen weiteren Anstieg des Übertragungstakts. Vermutlich wird die Datenrate pro Leitung mit einem Zwischenstandard in Form von HBM4e also noch ein weiteres Mal deutlich zulegen. Gleichzeitig sind aber auch für HBM4 noch kleinere Änderungen möglich, denn der Standard ist im Moment offenbar nur fast fertig.
Sicher ist aber, dass es eine Ansteuerungs-Kompatibilität zu HBM3(e) geben wird. Controller können also mit beiden Speichertechniken umgehen. Durch die deutlich höhere Anzahl an Kontakte wird HBM4 aber Änderungen auf dem Interposer erfordern: Dieser muss entsprechend mehr Leitungen zur GPU führen und - nachdem HBM4-Chips größer werden - auch mehr Platz für diese vorsehen. Die Anzahl an Speicherlayern bleibt dabei - wie bei der Vorgängergeneration - bei maximal 16. Der Speicherplatz pro Layer soll nun aber bei 24 GB liegen, dem aktuellen Höchstwert von HBM3(e). Gleichzeitig benennt der Standard zudem auch eine höhere Speicherdichte von 32 GB pro Player.
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Zum Release-Datum erster Produkte auf Basis von HBM4 gibt es von der JEDEC leider keine Details; die Auslieferung entsprechender Produkte wird aber erst für 2026 erwartet. Dann dürften diese zunächst in professionellen Produkten, insbesondere im Datacenter, eingesetzt werden. Beispielsweise in Form der Vega-Grafikkarten hat es die Speichertechnik in der Vergangenheit aber auch schon in den Desktop-Markt geschafft.
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Quelle: JEDEC via Tom's Hardware


Beispielsweise in Form der Vega-Grafikkarten hat es die Speichertechnik in der Vergangenheit aber auch schon in den Desktop-Markt geschafft.
Kommt HBM bald wieder in den Desktop, oder bleibt die Speichertechnik im Datacenter?
AMD wird da eher die Finger davon lasen, darin sind sie schon ein gebranntes Kind.
Ist aber eine Frage die man nicht wirklich beantworten kann, wird HBM4 gleich teuer oder gar günstiger sein als GDDR7... wohl eher nicht.