Google: Laut Studie sind DRAM-Fehlerquoten weit höher als angenommen

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Eine zweieinhalbjährige Studie über Fehlerquoten auf Google-Servern bringt Erschreckendes zutage: DRAM-Fehler kommen weitaus häufiger vor als bisher angenommen.

Google verzeichnet weit mehr DRAM-Fehler als bisher angenommen. Quelle: Google Google verzeichnet weit mehr DRAM-Fehler als bisher angenommen. Google hat in Zusammenarbeit mit der Universität von Toronto/Kanada eine zweieinhalbjährige Studie durchgeführt, um die Höhe der DRAM-Fehlerquoten bei Google-Servern festzustellen. Dabei erhielt man erschreckende Resultate: DIMM-Fehler (Dual Inline Memory Module ist die Bezeichnung für die Bauform von Arbeitsspeicher) kommen hundert- bzw. tausendfach häufiger vor, als bisher vermutet.

Die gängige Meinung war bisher, dass DRAM zuverlässig sei. Die Studie hingegen fördert zutage, dass weit mehr Fehler passieren und dass diese Fehler oftmals nicht vom eingesetzten DIMM-Typus (DDR1, DDR2 oder FB-DIMM) oder Anbieter abhängen, sondern vom Mainboard. Des Weiteren treten laut Studie gravierende Fehler (hard errors) weitaus häufiger auf als leichte (soft errors) - was der vorherrschenden Vorstellung ebenfalls entgegenläuft.

Die Studie hat allerdings auch Positives zu vermelden:
• Temperatur ist nur selten die Fehlerquelle - Kühlungsfanatismus ist somit überflüssig
• Die Fehlersituation verschlimmert sich nicht. Neuere DRAM-Generationen verursachen genauso häufig Fehler wie ältere
• Stark beanspruchte Systeme haben öfter mit Fehlern zu kämpfen - Gelegenheitsnutzer müssen sich also weniger sorgen
• Je weniger DIMMs vorhanden sind, desto weniger Probleme treten auf

Google-Server verwenden ECC-DRAM (Error Correction Code ist ein Fehlerkorrekturverfahren, das Fehler bei der Speicherung und Übertragung von Daten erkennt und möglichst korrigiert), das von Haus aus 1-Bit-Fehler korrigiert und über 2-Bit-Fehler berichtet. ECC-DRAM wird jedoch meist nur für Großrechner verwendet, da ECC kostenintensiver ist. Übliche Arbeits- bzw. Heimrechner verwenden somit eher DIMMs ohne ECC.

Auch wenn die Studie lediglich ECC-DRAM untersuchte, sollten die Resultate zu denken geben. Rechner ohne ECC-DRAM könnten von Fehlern heimgesucht werden, ohne dass Sie überhaupt davon erfahren. Zudem werden Fehler oftmals nicht als Speicherfehler erkannt.

Wer sich intensiver mit dem Thema DRAM-Fehler auseinandersetzen möchte, wird im Artikel auf zdnet.com fündig werden. Wenn Sie sich für die Abläufe zum Beispiel bei der RAM-Selektion und -Produktion interessieren, sei Ihnen der folgende PC-Games-Hardware-Artikel ans Herz gelegt: Zu Besuch bei Mushkin: Hier entsteht der PCGH-Speicher

Löst die Google-Studie gemischte Gefühle bei Ihnen aus? Haben Sie den Eindruck, die Industrie verschweigt den Konsumenten die Probleme, die DRAM tatsächlich verursachen können? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion.

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Slipknot79 Freizeitschrauber(in)
        AW: Google: Laut Studie sind DRAM-Fehlerquoten weit höher als angenommen

        Auch mein RAM macht Probleme und das obwoh hier nichts oced ist. Memtest liefert Fehler. Bin nun um 66MHz runtergefahren um zu sehen ob Spiele so stabiler laufen. Memtest folgt dann noch über die nächste Nacht.
      • Von Slipknot79 Freizeitschrauber(in)
        AW: Google: Laut Studie sind DRAM-Fehlerquoten weit höher als angenommen

        Auch mein RAM macht Probleme und das obwoh hier nichts oced ist. Memtest liefert Fehler. Bin nun um 66MHz runtergefahren um zu sehen ob Spiele so stabiler laufen. Memtest folgt dann noch über die nächste Nacht.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Google: Laut Studie sind DRAM-Fehlerquoten weit höher als angenommen

        Zitat von Dragonangel
        eher nicht es schein bei mehreren leuten die ich kenne das problem zu sein das die Ram nicht ohne im Bios was rumzustellen einwanfrei funktionieren entweder pfuschen die Ram leute oder eben die Mainbordleute besser gesagt die die das Bios schreiben
        Kann ich bestätigen. Mein OCZ-RAM hat durchgängig 1,5V im SPD stehen - dabei braucht er laut Spezifikationen und auch laut Memtest86 1,6V. (jedenfalls das Austauschset, dass ich bekommen habe - das erste war besser, bis ein Riegel den Geist aufgab)
        Mit 1,5V bootet er aber, Fehler häufen sich aber. Wenn man bedenkt, dass Fehler in nicht weiter ausgeführten Dateien (z.B. wärend des abspeichern eines wichtigen Dokumentes...) vom Anwender nicht sofort bemerkt werden können...
      • Von Dragonangel Komplett-PC-Käufer(in)
        AW: Google: Laut Studie sind DRAM-Fehlerquoten weit höher als angenommen

        Zitat von ultio
        Das kann auch einfach nur ein Defekt sein? Ansonsten wäre es nicht so regelmäßig und fatal vorgekommen, immerhin stürzt bei mir nie etwas ab und Anzeichen für Rechenfehler sehe ich auch keine bei mir, so schlimm kann das Problem ja nun nicht sein...
        eher nicht es schein bei mehreren leuten die ich kenne das problem zu sein das die Ram nicht ohne im Bios was rumzustellen einwanfrei funktionieren entweder pfuschen die Ram leute oder eben die Mainbordleute besser gesagt die die das Bios schreiben
      • Von |L1n3 Software-Overclocker(in)
        AW: Google: Laut Studie sind DRAM-Fehlerquoten weit höher als angenommen

        Zitat von jojo0077
        Das wärs doch ma. Festplatten die sich quasi permanent selbst Formatieren.
        Jedes mal wenn man den PC startet muss man alles komplett neu Installieren...
        ähm SSDs benutzen NAND-chips welche Afaik nicht direkt was mit DRAM und schongarnich mit DIMM zutun haben (DIMM beschreibt ja nur das gebilde, indem die Chips zusammen verbunden werden)
      • Von jojo0077 Freizeitschrauber(in)
        AW: Google: Laut Studie sind DRAM-Fehlerquoten weit höher als angenommen

        Zitat von RTW112
        da ja solche speicherzellen auch bei ssd verwendet werden soweit ich weis, sag ich ja nur wie sicher ssd wieder mal ist
        Das wärs doch ma. Festplatten die sich quasi permanent selbst Formatieren.
        Jedes mal wenn man den PC startet muss man alles komplett neu Installieren...
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