Speicherpreise: Games Nexus ermittelt gegen das RAM-Kartell
Der YouTube-Kanal Gamers Nexus hat einmal mehr schwerste Vorwürfe gegen Micron, SK Hynix und Samsung erhoben und spricht von einem RAM-Kartell, welches sich geheimer Preisabsprachen bediene und dafür auch noch Subventionen einstreiche.
Der populäre YouTube-Kanal Gamers Nexus hat in Person von Stephen Burke, seines Zeichens Chefredakteur und CEO des Unternehmens, einmal mehr schwerste Vorwürfe gegen die drei weltweit dominierenden Speicherhersteller Micron, SK Hynix und Samsung erhoben. Dabei ist von einem RAM-Kartell ("DRAM Cartel") die Rede, welches sich geheimer Preisabsprachen bediene und dafür auch noch enorme Subventionen einstreiche. Nicht nur werden die angeblichen KI-Nachfragen angezweifelt, sondern auch Vorwürfe einer Verschwörung angedeutet.
Angesichts absurder RAM-Preise und einer Knappheit an Desktop-Speicher sind uns viele Parallelen zwischen der aktuellen (angeblichen) Nachfrage nach Speicher aus dem KI-Segment und den Ären des DRAM-Kartells in der Industrie aufgefallen.
Besonders die Reservierung von noch gar nicht produzierten Speicherkapazitäten für Rechenzentren, die noch nicht einmal garantiert sind, kommt uns sehr bekannt vor.
In diesem Sonderbericht und dieser ausführlichen Dokumentation haben wir die Archive des Internets, Zeitschriften und Zeitungen durchforstet, um eine definitive Geschichte des DRAM-Kartells sowie dessen moderne Parallelen zur KI-Industrie zusammenzustellen.
Unsere Dokumentation behandelt den Skandal um Preisabsprachen bei Speichern von 1998 bis 2002, weitere Vorwürfe wegen Verschwörung zur Preisabsprache in den Jahren 2016 bis 2022 und all die Wege, auf denen sich die Speicherhersteller in den letzten 60 Jahren gegenseitig in den Rücken gefallen sind. — Stephen Burke, CEO von Gamers Nexus
Die Recherchen von Gamers Nexus reichen bis in das Jahr 1998 zurück und fördern viele Parallelen einstiger Skandale zu heutigen Entwicklungen ans Tageslicht. Wie die Macher betonen, sollte die "angeblich" so exorbitant hohe Speichernachfrage aus dem KI-Segment kritisch hinterfragt und nicht als gegeben angesehen werden. Demnach könnten die Rekordpreise für Speicherbausteine ("ICs") sowie darauf basierende Produkte auch andere Gründe haben. Ein Blick in die Vergangenheit könnte demzufolge dabei helfen, die aktuelle Situation besser zu verstehen.
Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte der populäre YouTube-Kanal schwere Vorwürfe gegen Samsung, SK Hynix und Micron erhoben und davon gesprochen, dass die Konsumenten in der aktuellen Speicherkrise für Steuervorteile und Subventionen verkauft werden. Auch würden die Steuergelder direkt an die KI-Großkunden weitergegeben, so Gamers Nexus in ihrem damaligen Bericht.
Damals wie heute spricht Stephen Burke von einer "korrupten Industrie", die Rekordsteuervorteile, staatliche Subventionen und Steuergelder einstreicht und die Kunden, die sie groß gemacht haben, ohne Skrupel verkaufen würde. Konsumenten würden von einer Branche mit korrupter Vergangenheit, welche von Betrug und Preisabsprachen geprägt sei, einmal mehr im Stich gelassen, heißt es.
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Quelle: Gamers Nexus


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So ist das halt in einem Betrieb, der seit Jahrzehnten so langfristig denkt wie der Wochen-Kantinenplan des Bundestags. Fehler passieren. Die Frage ist: Was lernt man daraus -- und wenn ja, wie viele?
Nenne mir eine Branche in der es anders ist.
Nur mal hier schauen wer alles massenhaft Subventionen bekommt und kaum Steuern bezahlt und demnächst keine Steuern mehr.
Unternehmen interessieren die Menschen als Mensch nicht, haben sie noch nie. Es zählt nur ihr Geld.
Man muß nur vor die Haustür schauen an der Tankstelle. Unterschiedliche Preise nicht wirklich vorhanden. Die 2 Cent sind Tarnung.
Nennt man Kapitalismus.
Einfaches Beispiel? Benzin
Es geht immer um Reichtum und Macht.
Wenn dem so wäre, dann wäre Intel auch CPU Monopolist gewesen, was sie aber nicht waren und von einem Konkurrenten überrollt wurden.
Ich habe auch gar kein Interesse daran, über die Semantik von Monopol zu diskutieren, sondern ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich das Kartellrecht und den Wettbewerbsschutz international zu lasch finde. Auch Duopole oder Oligopole mit nur ca. 5 playern (Lebensmittelmarkt in AT zb) sind für mich als Konsument nicht vorteilhaft.
Smartphone Hardware: Konkurrenz gut.
Smartphone Software: not so much (Duopol).
Vorteil für mich: Gesetzgeber zwingt Unternehmen die Betriebssysteme zu öffnen. Kann ich mir ein Iphone kaufen und Android installieren. Usw. Gibt schon gute Gründe wieso es in die Richtung auch Klagen gibt.
Also von definitiv KEIN wäre ich da auch nicht überzeugt, wenn ich Wettbewerbshüter wäre.
Wenn dem so wäre, dann wäre Intel auch CPU Monopolist gewesen, was sie aber nicht waren und von einem Konkurrenten überrollt wurden.
Also von definitiv KEIN wäre ich da auch nicht überzeugt, wenn ich Wettbewerbshüter wäre.