DDR4-RAM als NVMe-SSD: DDRAM Disk stellt Rekorde auf
Den DDR4-Speicher als NVMEe-SSD nutzen, so einfach ist das nicht. Doch genau dieses Vorgehen würde insbesondere bei wahlfreien Zugriffen die Leistung besonders stark erhöhen und genau hier kommt die DDRAM Disk ins Spiel. Erstmals ist auch ein Modell für DDR4 erschienen.
Im Mai des vergangenen Jahres stellten die Macher von DDRAM Disk ihre gleichnamige Speicherlösung auf Basis handelsüblicher DDR3-Speicherriegel vor, nachdem eine erste Version noch auf fest verlöteten Speichermodulen basiert hatte. Im gleichen Atemzug wurde eine noch schnellere Version mit DDR4-DIMMs in Aussicht gestellt, welche in der Zwischenzeit ebenfalls erschienen ist und diverse Geschwindigkeitsrekorde aufstellen konnte. Herkömmliche PCIe-SSDs werden deutlich geschlagen.
DDRAMDisk mit DDR4 erreicht bis zu 15 GiByte/s
Die DDRAMDisk v3.0, so der vollständige Name der neuesten Generation, erreicht beim sequenziellen Lesen und Schreiben in Crystalmark rund 15 GiByte pro Sekunde bei einer Queue-Tiefe von 8. Bei wahlfreiem Zugriff mit 4 KiByte großen Blöcken und einer Queue-Tiefe von 32 sind es bis zu 3,8 GiByte/s. Die DDRAMDisk kommuniziert hierzu über dasselbe Interface wie moderne PCIe-SSDs.
DDR4-RAM arbeitet über PCIe 4.0 x8 als NVMe-SSD
Auf einer speziell dafür entwickelten Platine, dem PCB, sitzen zwei Speichercontroller von Silicon Motion. Bei der DDRAMDisk v2.0 mit DDR3 kam hier der Silicon Mototion SM2264 zum Einsatz, die Controller der neuen Revision sind noch unbekannt. Über PCIe 4.0 x8 wird der DDR4-RAM mittels des NVMe-Protokolls als SSD an das Computersystem angebunden und als gewöhnliche NVMe-SSD erkannt.
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FPGA-Chips machen RAM zum Flash-Speicher
Um den DDR4-Speicher über PCIe 4.0 und das NVMe-Protokoll anzubinden, bedarf es aber eines kleinen Tricks. Weil das NVMe-Interface ausschließlich mit Flash-Speicher kommunizieren kann, emulieren insgesamt vier FPGA-Mikroprozessoren aus der Produktreihe AMD Xilinx Spartan die RAM-Schnittstelle als Flash-Speicher.
RAM ist und bleibt flüchtig
Im direkten Vergleich zu SSDs mit Flash-Speicher hat die DDRAMDisk allerdings nach wie vor einen großen Nachteil. Ohne Spannungsversorgung gehen die Daten verloren, da RAM-Speicher bekanntlich flüchtig ist. Dank einer optionalen Batterie oder einer Akkuzelle können zumindest kurzfristige Ausfälle überbrücken und entsprechend Datenverlust vermieden werden.
Ein schneller und teurer Spaß
Während sich die Preise für die DDRAMDisk v2.0 mit DDR3 im Abverkauf bei aktuell 280 US-Dollar für das Modell mit 256 GiByte DDR3 bis 2.130 US-Dollar für die Variante mit 2 TiByte DDR3 belaufen, dürfte die DDRAMDisk v3.0 noch einmal deutlich teurer werden. Die Neuauflage kann insgesamt 18 DIMMs vom Typ DDR4 aufnehmen.
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Daher würde ich es so auch erst mal als Spielerei deklarieren.
Durch die eigene Stromversorgung ist dort auch die Ausfallsicherheit eher gegeben als beim 08/15 User.
Solange Ram flüchtig bleibt, ist das meiner Meinung nach nix.
Aber jeder mit genug Geld - wie er will.
Grüsse.
Stellt sich mir die Frage, wo der bei diesem Hardwaregerät der Vorteil wäre gegenüber einer soft-RAM-Disk, die ja einfach den im System sowieso verbauten RAM benutzt, der dann natürlich noch um ein vielfaches schneller wäre, dank direkter Anbindung an die CPU (ohne Umweg über PCIe).
Möglichweise könnten sich die Kosten unterm Strich für das seperate Gerät aussprechen, da man hier sicher "vergleichsweise" günstigen DDR4 RAM einbauen würde, wogegen in Systemen mit solchem use-Case warscheinlich teure registered DDR4-ECC RAMs verbaut würden.
Für den Heimgebrauch sicher weiterhin unrelevant und höchstens was für Enthusiasten (mit tiefen Brieftaschen).
Nee mal im ernst, das ist schon eine coole Sache, wenn der Speicher nicht nur flüchtig wäre. Dann bräuchte man auch keine Workouts mehr sondern nur noch ram, das wäre perfekt.
MfG