DDR5-auf-DDR4-Adapter: Prototyp auf Asus-Mainboard macht die Runde

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DDR5-auf-DDR4-Adapter: Prototyp auf Asus-Mainboard macht die Runde (1)
Quelle: HXL

DDR5-Arbeitsspeicher ist inzwischen verfügbar, aber nicht gerade billig. Im Netz macht nun der Prototyp eines DDR5-auf-DDR4-Adapters die Runde. Er lief auf einem Asus ROG Maximus Z690 Apex und erlaubte es, DDR4-RAM auf einem DDR5-Mainboard zu betreiben.

Intel hat Alder Lake-S zwar DDR5-Unterstützung spendiert, doch der neue Arbeitsspeicher war lange nur schwer zu bekommen. Nun, da er verfügbar ist, wechselt er zu hohen Preisen den Besitzer. Aufrüster setzen daher häufig - teils zähneknirschend - auf ein DDR4-Mainboard mit entsprechendem Arbeitsspeicher. Nun macht ein Adapter die Runde, der für Kompatibilität von DDR4-RAM mit DDR5-Slots sorgen soll. Es handelt sich anscheinend um einen Prototypen aus Asus' ROG-Reihe.

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Zierlich fällt der DDR5-auf-DDR4-Adapter nicht gerade aus, womit er mit dem einen oder anderen CPU-Kühler kollidieren dürfte. Eventuell hält Asus Serienmodelle kompakter. Deren Erscheinen ist allerdings noch ungewiss. Entsprechend liegen uns auch noch keine Daten über einen Release-Termin oder eine Preisvorstellung vor.

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DDR5-auf-DDR4-Adapter: Eine Alternative für Aufrüster?

Getestet wurde der Adapter einem Video von Lin Dabing Bing zufolge auf einem Asus ROG Maximus Z690 Apex mit einem Trident-Z-Royal-Modul von G.Skill. Da bei DDR5 das Power Management vom Mainboard in die Speichermodule gewandert ist, übernimmt der Adapter die Spannungsversorgung. Im BIOS (Version 0083) wurde der Speicher trotz Adapter anscheinend korrekt erkannt. Alder-Lake-S-Prozessoren wie der genutzte Intel Core i5-12600K verfügen allerdings auch über einen Speichercontroller, der sowohl DDR4- als auch DDR5-Speicher adressiert.

Ebenfalls interessant: DDR5-RAM: Knappheit soll laut Micron auch 2022 bleiben

Sollten die Adapter wirklich auf den Markt kommen und halbwegs erschwinglich sein, stellen sie womöglich eine willkommene Alternative für Aufrüster dar. Sie könnten sich bereits heute ein Mainboard mit DDR5-Buchten sichern, während übergangsweise der schon im Besitz befindliche DDR4-RAM zum Einsatz kommt: Zumindest so lange, bis DDR5-Speicher zu humaneren Preisen gehandelt wird. Bis dahin lohnt sich vielleicht schon der Griff zu Speicher mit höheren Frequenzen.

Quelle: HXL, Youtube

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    • Kommentare (50)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Und worin liegt der Vorteil, wenn man sich kein zweites Board kaufen muss, dafür aber Adapter, die teurer als ein zweites Board sind? Das erschließt sich mir nicht, wie bereits geschrieben.
        Ok, wenn die Adapter wirklich zusammen teurer sind macht es keinen Sinn.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Und worin liegt der Vorteil, wenn man sich kein zweites Board kaufen muss, dafür aber Adapter, die teurer als ein zweites Board sind? Das erschließt sich mir nicht, wie bereits geschrieben.
        Ok, wenn die Adapter wirklich zusammen teurer sind macht es keinen Sinn.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von RyzA
        Es geht doch darum, dass wer jetzt eine neue Alder Lake CPU kauft, sich ein DDR-5 Board kaufen kann und mit Adapter erstmal DDR-4 nutzen. Und in 1-2 Jahren dann auf DDR-5 umsteigen.
        Dann braucht er sich kein neues Board kaufen wenn er DDR-5 nutzen will.
        Und worin liegt der Vorteil, wenn man sich kein zweites Board kaufen muss, dafür aber Adapter, die teurer als ein zweites Board sind? Das erschließt sich mir nicht, wie bereits geschrieben.
      • Von Pokerclock Kokü-Junkie (m/w)
        Aktuell gibt es keinerlei Anreiz aus P/L-Sicht auf die 12. Generation zu wechseln. Wer hier sparen und einfach nur zocken will, wird zwangsläufig bei Sockel 1200 und günstigen B560-Boards landen. AMD hat dort nichts mehr im Angebot. Die 3000er sind vergriffen und die 5000er fangen bei knapp 300 € an. Ein 11400f kostet keine 150 €. Mehr Budget für die Grafikkarte, wo es eh dringender gebraucht wird. Da wird so ein DDR4/DDR5-Adapter auch nicht mehr rausholen, der sicherlich auch sein Geld zusätzlich zum Board kosten wird.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Zudem reden wir von Ausgangssystemen, die schon so alt ist, dass ein CPU-Upgrade Not tut. Also kein 5900X mit scharfem DDR4-4000, sondern bestenfalls von einem Skylake-System, in dem schon einmal zwei weitere 8-GiB-DDR4-3000-Riegel nachgerüstet wurden. Schlimmstenfalls von DDR4-2400 aus einem Haswell E. Das heißt man opfert einiges mehr an Leistung und vor allem: Man braucht gleich vier Adapter. Selbst wenn die inklusive Verpackung, Vertrieb und natürlich ROG-Logo nur 30 Euro kosten, sind diese bereits teurer als der Wertverlust eines Übergangs-DDR4-Mainboards.
        Es geht doch darum, dass wer jetzt eine neue Alder Lake CPU kauft, sich ein DDR-5 Board kaufen kann und mit Adapter erstmal DDR-4 nutzen. Und in 1-2 Jahren dann auf DDR-5 umsteigen.
        Dann braucht er sich kein neues Board kaufen wenn er DDR-5 nutzen will.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von ToZo1
        Der Gedanke dahinter ist doch, daß es irgendwann mal (in 2-3Jahren) wirklich schnelleren DDR5-Speicher (sagen wir DDR5 -10000 oder sowas) für "mein" 1000,-Euro-Board gibt und ich dann evt. zuschlagen würde. Solange nutze ich meinen alten Speicher. Und dann ist da auch noch die Verfügbarkeit von DDR5. Ich lese immer noch die Schlagzeilen der letzten Wochen: "Kein DDR5-RAM auf dem Markt verfügbar zu den neuen Boards."
        Die Frage ist: Wozu brauchst du jetzt schon ein 1.000-Euro-Mainboard? Selbst 400-Euro-Platinen buhlen in der Regel mit zwei wesentlichen Argumenten um Kunden; nämlich übersupaduperperfecto Spannungswandler, mit denen man 0,1 MHz weiter übertakten kann und mit vielen schnellen Schnittstellen für die modernsten Erweiterungen. Aber wenn du knapp bei Kasse bist, hast du letztegenannte nicht und wenn dir DDR4 reicht, verzichtest du offensichtlich auf das letzte Fitzelchen Leistung. Also reicht erstmal auch eine einfachere Platine – mit DDR4. Aktuell gibt es die ab 170 Euro, ab 200 Euro hat man etwas Auswahl, aber noch diese Woche soll der B660 erscheinen und dann dürfte der Einstiegspreis auf unter 150 Euro fallen. Klar sind das dann einfach gestrickte Platinen, aber in der Praxis vielleicht sogar für höhere DDR4-Taktraten geeignet als ein DDR5-Mainboard mit Adaptern. Also warum nicht die billige Platine als Übergang kaufen? Selbst wenn man nur ein halbes Jahr wartet und sie dann zum halben Neupreis verramscht, wird man durch den Preisverfall beim eigentlich gewünschten High-End-Board mit ±0 rauskommen, während ein Satz Adapter Geld kostet.

        Zudem reden wir von Ausgangssystemen, die schon so alt ist, dass ein CPU-Upgrade Not tut. Also kein 5900X mit scharfem DDR4-4000, sondern bestenfalls von einem Skylake-System, in dem schon einmal zwei weitere 8-GiB-DDR4-3000-Riegel nachgerüstet wurden. Schlimmstenfalls von DDR4-2400 aus einem Haswell E. Das heißt man opfert einiges mehr an Leistung und vor allem: Man braucht gleich vier Adapter. Selbst wenn die inklusive Verpackung, Vertrieb und natürlich ROG-Logo nur 30 Euro kosten, sind diese bereits teurer als der Wertverlust eines Übergangs-DDR4-Mainboards.

        Zitat von 4thVariety
        Selbst wenn "viele" ihr System nur wechseln wenn es nötig ist.

        Nur manche sind Overclocker
        Nur manche zahlen Preise am oberen Ende der Tabelle.
        Nur manche kaufen DDR5 wegen dem Namen anstatt ihr DDR4 Kit weiter zu benutzen.
        Schon sitzt der Händler auf der Ware.

        Was bedeutet Z690 sei eine zukunftssicher Plattform? Für Leute die nur alle paar Jahre kaufen ist Z690 genau das nicht. Für diese Leute ist Z690 eine Wegwerfplattform, weil wenn die das nächste Mal in ein paar Jahren ein Upgrade kaufen muss ein neues Mainboard her. Lass es Z890 oder Z990 sein. Wir benutzen noch das Wort "Plattform" aber eigentlich hat das bei Intel jede Bedeutung verloren. AM4-B450 war in der Hinsicht ein Glücksfall. AMD muss mit AM5 beweisen, dass das kein Zufall war.
        Egal wie optimistisch man es bei AMD betrachtet: Im Moment ist kein Sockel zukunftstauglicher als der 1700. Dennoch stimme ich dir zu, dass man nicht mehr als einen i3, maximal einen i5-ohne-K kaufen sollte, wenn sich ein späteres Upgrade lohnen soll. (12400 auf Meteor-Lake-i9: Gute Chancen auf spürbare Performance-Gewinne. 12900K auf Meteor-Lake-i9: Vermutlich das Geld nicht wert.) Aber Mainboards nimmt nicht nur CPUs auf und gerade weil sich bei denen so wenig tut, spielt sich die Zukunftsfähigkeit woanders ab: Noch ist guter DDR5 teuer. Aber wenn du in 2-4 Jahren auf 64 oder 128 GiB aufrüsten möchtest, wird das bei DDR5-7000 vermutlich ein billiges 08/15-Dual-Kit sein, während du für Quad-DDR4-4800-Kits Mondpreise an Sammler oder RAM-Rekord-OCler zahlen musst. Grafikkarten könnten bis dahin vielleicht auch leichte Vorteile aus PCI-E 5.0 ziehen, wenn man denn welches hat, USB 3.2 dürfte bei der Daten speicherenden Peripherie zum Standard werden. Wer sein Mainboard lange nutzen will, darf nicht nur auf die CPU achten.

        Zitat von 4thVariety
        Dann kommt hinzu, dass die CPU die fps nicht so steigert wie eine GPU das macht.
        Hängt vom Vergleichssystem ab. Ausgehend von Zen 3 oder Rocket Lake? Nein. Von Zen 2 oder Skylake-basierten CPUs kann es schon stellenweise spürbar werden, gegenüber Haswell oder Zen 1 bringt Alder Lake definitiv einen Fps-Boost.

        Zudem sollte man die Preise betrachten: Für 270 Euro bekommt man einen 12600K, für 200 Euro ein Mainboard dazu. Selbst wenn man, ausgehend von einer DDR3-Plattform oder sehr altem DDR4, noch 130 Euro für neuen (DDR4-)RAM drauflegt, sind das maximal 600 Euro und zum Ende dieser Woche dürften einige deutlich billigere Lösungen erschienen sein. Die Fps "so zu steigern, wie eine GPU das macht" ist durchaus zu schaffen, wenn es sich bei besagter GPU um eine RX 6600 (lieferbar ab 600 Euro) handelt oder gar um eine GTX 1050 Ti (lieferbar ab 270 Euro).
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