Ein russischer Modder baut sich 32-GiB-DDR5-Speicher aus alten Bauteilen und spart rund 500 Euro
Der russische Modder und YouTuber "Vik-on", bekannt für Modifikationen im Bereich des Grafikkartenspeichers, hat ein funktionsfähiges DDR5-Speichermodul im Eigenbau realisiert. Dafür verwendete er Komponenten aus Altbeständen und spezielle neugekaufte Einzelteile.
Die Preise für Speicher kennen aktuell nur einen Weg: nach oben. Doch dieser Speichermangel macht erfinderisch: Nachdem der russische Modder Viktor "Vik-on" Alexanderowitsch bereits Weihnachten 2025 vorgeschlagen hat, man solle sich einfach seinen eigenen RAM-Speicher aus bezahlbaren, ausrangierten Speicherbausteinen und Platinen im DIY-Verfahren herstellen, legte er jetzt nach und präsentierte seine Eigenkreation den Kollegen von Videocardz.
Was benötigt man, um eigenen DDR5-Speicher herzustellen?
Der Modder Vik-on empfiehlt, sich bei chinesischen Online-Shops für wenig Geld die benötigten PCB-Platinen und DDR5-IC-Bausteine, etwa aus ausrangierten Notebooks, zu besorgen. Diese seien dort verhältnismäßig günstig zu bekommen. Im Falle des von ihm zusammengebauten 32-GiB-RAM-Speichers hat er zwei 16-GiB-SO-Dimm-Module für 16.000 Rubel gekauft, was umgerechnet ungefähr 173 Euro entspricht.
Die benötigte Platine hat er für umgerechnet 6,50 Euro und den passenden Kühlkörper für 4,50 Euro bekommen. Macht insgesamt 184 Euro. Bei Amazon kostet ein 32-GiB-RAM-Modul aktuell um die 350 Euro, also ungefähr das Doppelte. Selbstverständlich muss man hier theoretisch noch die Kosten für die eigene Arbeit und das benötigte Equipment hinzurechnen. Die Herstellung eines eigenen DDR5-Speichermoduls erfordert zudem technisches Know-how in der Mikroelektronik, sehr präzises Arbeiten sowie eine spezialisierte Ausrüstung für das BGA-Löten.
Das Modul hat er mit einer ADATA-Firmware geflasht, um ein XMP-Profil mit DDR5-6400-CL32 zu aktivieren. Das adäquate Modul (konkret ist es das ADATA AX5U6400C3232G-DCLARWH) würde im Neukauf um die 800 US-Dollar kosten, berichtet Vik-on (umgerechnet rund 688 Euro). Durch seine eigene Arbeit hat er also praktisch 688 Euro Ausgaben gespart - genauer gesagt 504 Euro nach Abzug der Ausgaben für die Bauteile. Der Modder befindet sich mit seinem DIY-Speicherriegel aktuell in der Test- und Benchmarkphase. Bisher liefen die getesteten Spiele mit dem RAM-Baustein stabil. Er möchte zeitnah ein Video rund um das Thema veröffentlichen.
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Quelle: via Videocardz
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Wer dagegen heute damit anfängt, sich eins von beiden anzueignen, dürfte erst ans Ziel kommen, wenn die Preise für Alt- und Einzelkomponenten längst den Preisanstieg der flotteren Retailangebote nachgeholt haben. (Zumindest bei uns. Russlands Marktzugang ist von außenpolitischen Besonderheiten geprägt, da kann ich nicht einschätzen, welche Basteleien man wie lang lukrativ vermarkten kann.)
Das kann man machen, wenn man es kann , aber da kann so viel schief gehen...